Maklerprovision für Käufer bei Unkenntnis

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1 Antwort

Wenn das tatsächlich so ist und Du keinerlei Kontakt zum Makler hattest und die Kenntnis oder Adresse vom Objekt auch nicht von Angeboten (z.B. Werbung) des Maklers hattest , dann musst Du auch nicht bezahlen. Der Makler hätte sich sein Provisionsbegehren schriftlich bestätigen lassen müssen, z:B. bei der Übergabe eines Expose´s. Denn dann weiss man es und kann ggf. davon Abstand nehmen. Der Verkäufer selbst ist aber provisionspflichtig, denn bei einem qualifizierten Alleinauftrag ist sicher der Passus enthalten, dass Interessenten direkt an den Makler zu verweisen sind. Den Satz ..."Zuzüglich zur Provision, die er vom Verkäufer verlangt.", kann ich nicht ganz nachvollziehen, da bräuchte man mehr Details zu Höhe etc zur Provision. Aber da Du eh nicht zahlen musst, kann Dir das eigentlich egal sein was er fordert.

Danke für die Antwort soweit, gut zu wissen, dass ich wohl nicht zahlen muss. KOmplizierter sieht die Sache wohl für meinen Verkäufer aus. Der hat als Bevollmächtigter seines Onkels den Makler für das Haus des Onkels beauftragt. Dann ist der Onkel verstorben und der Verkäufer hat sich mit dem Makler geeinigt, den Vertrag aufzulösen. Eine gewisse Entschädigungssumme für die Bemühungen des Maklers ist geflossen gegen das Versprechen, den Vertrag zu Zerreißen. Eine Rechnung oder Quittung hat der Verkäufer trotz Anmahnung nicht bekommen, den zerrissenen Vertrag auch nicht. Der Verkäufer hat das dann auf sich beruhen lassen. Ein paar Wochen später hat er dann erfahren, dass er Alleinerbe ist und mir das das Haus verkauft. Nun will der Makler Provision vom Verkäufer (er hat den Vertrag wohl doch nicht zerrissen und für die Vertragsauflösung gibt es keinerlei Nachweis außer einen Augenzeugen des Gesprächs). In dem Alleinvertrag steht drin, dass der Verkäufer bei Verkauf den Makler einzuschalten hat und dass der Makler vom Käufer Provision verlangen kann, d.h. er will 3% vom Verkäufer und 3% vom Käufer plus Steuer. Hilft die Info weiter? Muss ich wirklich nichts zahlen?

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@joschsconti

"Vertrag zerreissen"? Der Vertrag hätte aufgrund fehlender Vertragsgrundlagen ganz einfach aufgelöst werden können, da zu diesem Zeitpunkt ja noch garnicht bekannt war, dass der Neffe der Alleinerbe wird. Hätte es eine Erbengemeinschaft gegeben, dann hätte nur mit dieser ein Vertrag abgeschlossen werden können. Der Makler hat das aber evtl. geahnt und deshalb den Vertrag nicht zerrissen. Prinzipiell hat er ja bis zu ca. 1 Jahr einen Kundenschutz sollte einer seiner Interessenten kaufen wollen. Es kann nur von einem Anwalt für Vertragsrecht geklärt werden, ob mit dem Tod des Onkels die Vollmacht und damit auch der Maklervertrag automatisch erloschen ist. Wenn ja, dann muss Dein Verkäufer nichts an den Makler bezahlen, wenn nicht, dann muss er bezahlen und als Schadensersatz unter Umständen auch den entgangenen Teil des Käufers, da er diesen wohl laut Makler-Alleinauftrag an den Makler hätte verweisen müssen. Dem Makler würde ich mal schreiben, aufgrund welcher Vertragsgrundlage er meint, dass Du Provision bezahlen müsstest.

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@AchIchBins

Vielen Dank für die wertvolle Hilfe, ich muss das jetzt alles erst mal sacken lassen.

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