Maklerprovision für einen unterzeichneten Vetrag , jedoch mit Rückzug von der Bausparkasse?

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9 Antworten

Du kannst schon zum Anwalt gehen, wenn du aber keinen Passus in deinen Kaufvertrag aufgenommen hast (hatte ich seinerzeit zum Glück gemacht und bin aus dem Vertrag rausgekommen) "vorbehaltlich einer schriftlichen Finanzierungszusage der Bank", wirst du wohl zahlen müssen.

Der Passus im Notarvertrag ist unwichtig - eine unterschriebene Kaufzusage beim Makler jedoch ist auschlaggebend.

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Hallo,

so unangenehm es für dich auch klingen mag, doch die Schuld liegt hier weder beim Finanzierungsberater, noch beim Makler oder dem Notar. Gerade bei Finanzierungen sollte man schriftliche Angebote und vorallem Zusagen einfordern - hier geht es schliesslich nicht um einen 200 Euro Kauf einer Modellhauses. Tatsächlich ist es dein versäumen und somit auch deine eigene Schuld. Der Finanzier hat seine Aufgabe gemacht und hat wahrscheinlich - beruhend auf nicht tatsächlichen von dir gemachten Angaben - später herausgefunden, dass eine Finanzierung so nicht möglich ist (liest sich gewaltig so heraus). Der Makler muss - soweit er die Finanzierung nicht selber vermittelt - sich keinerlei Auskünfte über deine Finanzierung einholen. Ganz im Gegenteil, einfach so darf er das auch nicht - es sei denn er hat den großen Maklerschein (Erweiterung für Finanzierungen). Lieber Reenyman - das hat nichts mit Wald- & Wiesenmakler zu tun - ich würde eher sagen, es ist eine absolute Ausnahme, das sich der Makler diese Einkünfte zusätzlich einholt, da dies tw. ein erheblichen Mehraufwand ausmachen kann. Der Makler hat seine berufliche Pflicht mit der Vermittlung der Immobilie bis zum Kaufabschluss erfüllt (siehe auch §34c). Auch der Notar hat seine Pflicht erfüllt und kann ganz im Gegenteil seine zusätzlichen Unkosten eher dir in Rechnung stellen, da du keine schriftliche Zusage der Bank hattest und somit "vorsätzlich" gehandelt hast. Das kann ein teurer Spass werden, wenn dann auch nioch der Verkäufer seine Unkosten erstattet haben möchte. Doch aus meiner Sicht heraus wirst du keine Chance haben, da herauszukommen - ausser - du versuchst eine güttliche Einigung mit allen. Gütlich heisst aber auch nicht zu drohen du würdest sonst rechtliche Schritte einleiten etc....denn ohne es zu wissen, doch rein aus deiner Erklärung her, könnte ich mir sogar vorstellen das hier - rein rechtlich gesehen - ein versuchter Betrug deinerseits vorliegt (Wie gesagt rein rechtlich, denn Unwissenheit schützt nicht vor Strafe - also nimm mir das bitte nicht übel) etc. pp und das wäre dumm wenn das auch einem deiner "Gegner" sprich Makler, Notar etc auffällt. Zusätzlich könnten dumme Fragen des Finanzamtes auf dich zukommen!

Ja wie oben beschrieben hat der Makler ein Recht auf seine Provision zu bestehen. Es gibt 4 Voraussetzungen die einem Makler braucht um seine Provision zu sichern: Meklervertrag (auch mündlich), Ursachenzusammenhang (Information des Makler ist ausschlaggebend, dass du die Immobilie erworben hast) ein Nachweis/Vermittlung und ein wirksamer Kaufvertrag. In diesem Fall müsstest du eine Rückabwicklung machen, der Kaufvertrag wird dadurch jedoch nicht unwirksam. Somit hat der Makler alle 4 Voraussetzungen und darf leider wirklich seine Provision verlangen.

ich habe vor ein paar Monaten ein Objekt gekauft (notariell),

Schön.

mein Baussparkassenberater sagte mir damals (mündlich) zu

...und damit unterschreibst Du gleich einen Kaufvertrag??

Der Makler fordert nun seine Provision an, obwohl ich ihn auch darüber informiert hatte, und bietet mir gleichzeitig auch an das Objekt umgehend wieder zu vermitteln, bleibt aber immer dabei das er seine Provision haben will.

Die steht ihm auch zu. Deine Finanzierungsprobleme gehen ihn nichts an.

Lohnt es sich zum Anwalt zu gehen oder nicht?

Für die Frage der Provision ist das sinnlos. Der Maler hat seine Arbeit getan, und ist aus der Sache raus. Anders sähe es ggfs. mit der Frage der Beraterhaftung aus. Sofern Du aber für die Aussage des Bausparkassenberaters keine Zeugen hast, ist das vermutlich ebenso rausgeworfenes Geld. Hier stünde Aussage gegen Aussage.

Wer bitte unterschreibt denn einen Kaufvertrag für euine Immobilie ohne eine Finanzierungszusage zu haben? Und für eine derartige Zusage sind immer Details des zu erwerbenden Objektes inkl. Wertgutachten erforderlich.

vorallem frage ich mich, wie der vertrag beim notar gemacht wird, ohne, das geld geflossen ist.

das finde ich sehr merkwürdig

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@larry2010

Man muss nicht zwingend über ein Anderkonto des Notars gehen. Rückabwickeln geht zudem auch (kostet aber auch Geld).

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@larry2010

üblicherweise wird zuerst der Vertrag gemacht und dann das Geld überwiesen. Bestenfalls kann man dem Notar noch am Zeug flicken, denn der kassiert Geld für den Vertrag und die damit verbundene verpflichtende Beratungsleistung. Spätestens ER hätte auf das Finanzierungsproblem draufkommen müssen...

Egal, auch ohne Vertrag und ohne Notar: sobald Willensübereinkunft zwischen Verkäufer und Käufer besteht, hat der Makler Provisionsanspruch. Daher haben die Makler auch diese netten Papiere, die man schon vorher unterschreibt - z.B. ein verbindliches Kaufanbot od.ä...

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@FordPrefect

vorallem weil es seit über 2 jahren kein anderkonto wie es mal war gibt und der notar es gerne lieber direkt macht (er kann nichts mehr über anderkonto verdienen wie zuvor)

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@blumosus

Der Notar kann nichts dafür. Er fragt den Käufer welche Bank finanziert und protokolliert dies im VErtrag - hier steht auch das dies auf der wahrheitsgemäßen Aussage des Käufers beruht - somit ist der Notar jeglicher Pflicht nachgekommen

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@larry2010

nun erst folgt der Vertrag und erst WOCHEN später die Zahlung....so ist der normale Vorgang !

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@Depart33

Er fragt den Käufer welche Bank finanziert

Nein. Nur wenn direkt mit dem Grundbuchtermin gleich eine Grundschuld gestellt werden soll; da spart man ggfs. 1x die Grundbuchgebühr. Ansonsten ist dem Notar völlig egal, wie der Käufer finanziert. Das geht ihn

a) nichts an und
b) kann er dafür auch gar nicht haften mangels Kenntniss der Finanzlage des Käufers sowie schlichter Nichtzuständigkeit.

Schließlich ist es dem Käufer überlassen, wie er die Kaufsumme aufbringt.

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@FordPrefect

Was erzählst du da?

Habe grade mit unserem Hausnotar gesprochen - auch er sagt selbstverständlich muss er erfragen welche Bank finanziert, wenn etwas finanziert wird.

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@Depart33

Du hast einen Notar zu Hause? ;) Oder welcher Betrieb ist das, in dem so ein Mann arbeitet? Dem Notar kann es schnurz sein, welche Bank finanziert. Ich habe den Scheiß 20 Jahre für ihn gemacht ;)

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Tja, hier wirst Du wohl schlechte Karten haben. Wer verläßt sich heute noch auf eine mündliche Zusage und rennt gleich zum Notar? Wenn der Notar tätig geworden ist und der Kauf nicht zustande kommt, will der Notar auch noch Geld haben und das steht ihm auch rechtmäßig zu.

Ich kann garnicht glauben, dass Du das wirklich so gemacht hast. Kaufen ohne schriftliche Finanzierungszusage. Andere haben es schon geschrieben...die Kosten sind von Dir zu tragen. Entgegen anderer Beiträge hier muss ich aber sagen...es war wohl doch ein "Wald- und Wiesenmakler". Ein sorgfältiger und gewissenhafter Makler sichert auch den Verkäufer ab und zwar, dass dieser sicher sein Geld bekommt. Du kannst ja nun den Vertrag nicht erfüllen und solltest Du nicht doch noch eine Finanzierung bekommen, dann steht hier die Rückabwicklung an. Nochmasls Kosten entstehen (Notar, Finanzamt) und der Käufer könnte, sollte er genötigt sein zu einem geringeren Preis zu verkaufen, von Dir auch noch Schadensersatz verlangen. Bist Du aber garnicht in der Lage das alles finanziell zu tragen, dann "freut" sich der Verkäufer....denn er ist dann dran alles zu bezahlen. Was er da wohl zu seinem "tollen" Makler sagt?! Bei mir geht kein Käufer zum Termin der keinen Kapitalnachweis erbringt oder eine Finanzierungsbestätigung der Bank. Da bin ich gespannt wie das weiter geht.

auch wenn du nicht persönlich am Scheitern schuld bist, so liegt der Grund für das Scheitern in deiner "Sphäre", d.h. ist in deinem Umfeld und nicht in jenem des Verkäufers entstanden. Somit steht dem Makler die Provision zu.

An deiner Stelle würde ich einen Termin mit dem Leiter der Bank und mit dem Angestellten, der dir die mündliche Zusage gegeben hat, vereinbaren, und versuchen auszuverhandeln, dass sie dir die Finanzierung doch zusagen, da du sie andernfalls für den Schaden, der dir entsteht, haftbar machst. Das wären dann die Provision und etwaige Vertragserrichtungsgebühren und was sonst noch in dem Zusammenhang angefallen ist. Es ist aber eine reine Verhandlungsposition, da du nicht nachweisen kannst, dass man dir die Finanzierung zugesagt hat, es sei denn, der Bankberater steht zu seinem Wort und würde das bezeugen...

Was mir zum Makler noch einfällt.... "bietet mir gleichzeitig auch an das Objekt umgehend wieder zu vermitteln". Will er das für Dich vermitteln? Du wirst nie Eigentümer werden da Du ja den Vertrag nicht erfüllen kannst. Ich denke der Verkäufer wird diesem "Makler" auch ganz ordentlich auf die Füsse steigen.

Hallo OPCALL,

Leider gibt es Heute immernoch solche Wald- & Wiesenmakler, die die Kunden nicht richtig beraten.

Theoretisch ist der Makler seiner Pflicht als Berater nicht nachgegangen, dieser muss in seiner Position als Vermittler auch dich beraten. Er hätte eine schrifltiche Finanzierungsbestätigung deiner Bank fordern müssen. Zudem hätte er dich über den Ablauf aufklären müssen, da du anscheinend absolut keine Ahnung hast.

Auf der anderen Seite liegt die Schuld hier ganz klar bei dir, ein Objekt zu kaufen, ohne das Geld zu haben und sich auf eine mündliche Aussage des Bankberater zu verlassen ist fahrlässlig.

Du musst dir dringend Rat suchen, in jeglicher Hinsicht, finanziell wie rechtlich, ansonsten kann das ganze für dich wirtschaftlich sehr böse ausgehen.

Grüße Reeny

es ist nicht die Verpflichtung des Maklers, sich um die Finanzierung zu kümmern. Dem kann es egal sein, ob man cash zahlt oder ein Darlehen braucht!! Aber gottseidank hast du ja die Schuld ganz eindeutig beiden zugewiesen...

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Hat nichts mit Wald- und Wiesenmakler zu tun - selbst die "großen" machen das sehr selten!

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