Maklercourtage ja oder nein?

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8 Antworten

Wenn der Makler nachweisen kann, dass er euch dieses Haus benannt hat, wird er euch auch eine Rechnung stellen, wenn ihr jetzt das Haus kauft. Ob er mit dem Verkäufer einen Exklusivvertrag hat, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

Ich zitiere: ".... Oder tot stellen und hoffen, er kümmert sich nicht?"

Folgende Frage: Warum haben Sie das Haus vor 2 Monaten nicht gekauft? Haben Sie dem Makler damals gesagt, dass das Haus nicht in Frage kommt? Wieso ist es jetzt doch das richtige Haus?

Grundsätzlich steht dem Makler die Courtage zu, wenn die Entscheidung, das Haus zu kaufen URSÄCHLICH war, d.h.

  1. Sie durch den Makler auf die Immobilie aufmerksam geworden sind
  2. Sie vom Makler ein Expose ehalten haben mit Hinweis auf die Courtagepflicht

Normalerweise ist bereits im Vorfeld der Hinweis auf die Courtagepflicht erfolgt z.B. im Inserat in den Internetportalen / Homepage oder Zeitung.

Es spielt dabei auch gar keine Rolle, ob er den Auftrag noch hat oder nicht mehr hat. Wie gesagt, wenn der Makler sozusagen der "Auslöser" war, für Ihre Kaufentscheidung, steht dem Makler die Courtage zu. (und so scheint es ja wohl zu sein).

Wenn Ihre Hoffnung sich "tot zu stellen" und ohne dem Makler Bescheid zu geben, erfüllt würde, dann würde ja jeder Interessent die Leistungen eines Maklers in Anspruch nehmen, abwarten bis irgendwann der Vertrag ausläuft und dann kaufen! Natürlich OHNE die Maklercourtage zu zahlen!

Also ehrlich: Selbst, wenn ich verstehe, dass jeder Geld sparen möchte, versetzen Sie sich doch bitte mal in die Lage des Maklers ganz im Allgemeinen. Alle wollen seine Dienstleistung, also, dass er in irgendeiner Form für Sie arbeitet (z.B. Besichtigung, Expose etc.) aber keiner bezahlt den Makler! So kann es ja wohl auch nicht sein.

Mal davon abgesehen, dass der Makler im Zweifelsfall auch noch später Sie zur Zahlung der Courtage verklagen könnte ... ein SCHRIFTLICHER Auftrag ist nicht erforderlich. Sogenanntes konkludentes Handeln reicht!

Sie sollten zunächst mit dem Verkäufer klären, ob es ÜBERHAUPT zu einem SCHRIFTLICHEN Vermittlungsauftrag mit dem Makler gekommen ist.

Konkret da müsste auch geregelt sein, was nach Ablauf des Vertrages mit den Interessenten passiert. Gab es keinen schriftlichen Aufrag vom Verkäufer an den Makler, und WICHTIG, haben S I E beim Makler NICHTS unterzeichnet, ist der Makler DRAUSSEN!!! Es dürfte dann aber auch nicht verwunderliche sein, das dann sowas passiert, da Makler eigentlich sehr schnell mit Verträgen hantieren. Entweder mit dem Verkäufer oder aber ZUMINDEST mit den Interessenten.

Er hatte das Anrecht, hat es aber abgegeben. Natuerlich solltest du den Makler nicht benachrichtigen, wenn du den Drang hast, dein Geld loszuwerden, wende dich bitte an mich :-)

renobuechel 02.07.2011, 00:22

auch diese Antwort ist sachlich falsch

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hallo nicolinchen+++++++ich denke wenn Du Dich direkt mit dem Verkäufer in Verbindung setzen wirst, und auch dort kein schriftlicher Alleinvermarktungsauftrag vorliegt und ihr euch einig werdet und gemeinsam einen KAUFVERTRAGS-Entwurf erstellt...... dann kannst Du ohne Maklerkosten die FINANZIERUNG angehen und anschliessend zum Notar

"Ohne Maklerbindung" heißt, der Vertrag zwischen Makler und Verkäufer ist hinfällig. Also geht den Makler das Haus, das Du kaufen willst, nix mehr an.

renobuechel 02.07.2011, 00:08

Diese Aussage ist schlichtweg falsch.

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Ja, es gibt Makler, die sich um alte Objekte kümmern. Die meisten haben Ihre Objekte auf Wiedervorlage.


Zur Fragebeantwortung: Durch den Nachweis, dass er Ihnen dieses Objekt vermittelt hat ist juristisch gesehen ein Auftragsverhältnis zwischen Ihnen entstanden. Dadurch das er mit Besichtigung auch eine Leistung erbracht hat sowieso.


Es ist unerheblich ob er jemals einen Auftrag vom Hauseigentümer hatte oder nicht und somit spielt es auch keine Rolle ob die Maklerbindung aktiv ist. Sollten Sie dieses Objekt erwerben, hat er sein Ziel erreicht.


Ich betone es nochmal, ein Objektvermittler benötigt nicht zwingend den Auftrag des Haus- oder Wohnungseigentümers. Er darf nur dessen Rechte nicht verletzen (z.B. unbefugtes Betreten, Bildrechte etc.).

hoewa14 02.07.2011, 00:41

ACHTUNG, es kam zu KEINER Vermittlung, lediglich zu einer Besichtigung!!!

Bitte einen Wohnungs -NACHWEIS- Makler nicht mit einem Immobilienmakler verwechseln!!!! Makler MÜSSEN ZWINGEND eine VERMITTLUNG vollzogen haben, um einen Provisionsanspruch geltend machen zu können!!! Es kam hier zu KEINER Vermittlung

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renobuechel 02.07.2011, 13:32
@hoewa14

Zitat von Nicolinchen75: "Ich glaube zu wissen, dass er ein Anrecht hat, da er mir ja die Unterlagen mitgeteilt hat..." --->


Also wenn das kein Nachweis bzw. keine Vermittlungsleistung, was ist es denn dann? Ich möchte hier nicht den Makler verteidigen, sondern Nicolinchen75 eine ehrliche und rechtlich sichere Auskunft erteilen.


@hoewa14 - Ihr Zitat: Bitte einen Wohnungs -NACHWEIS- Makler nicht mit einem Immobilienmakler verwechseln!!!! --->


Bitte erklären Sie mir den Unterschied. Ich bin seit 17 Jahren in diesem Geschäft, aber so ein Unsinn habe ich noch nie gehört.


@king99 ...das hier selbst alte Herren, falsche Auskunft erteilen, ist unglaublich und beinahe nicht zu fassen. Nochmal zum mitschreiben: Es kommt auch in diesem Fall nicht auf ein Auftragsverhältnis zwischen dem Objekteigentümer und Vermittler an, sondern darauf ob ein Vertragsverhältnis zwischen Makler und Interessent entstanden ist. Ob der Eigentümer hier zugestimmt oder den Makler-/Vermittlerauftrag entzogen hat, ist juristisch unerheblich.

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Das Anrecht bleibt bestehen.

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