Maklercourtage - Inklusive Betriebskosten?

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3 Antworten

Maklerprovision

Auf der Suche nach den eigenen vier Wänden kommt man nur noch selten um ein Maklerbüro herum. Daher gehört das Einkalkulieren einer entsprechenden Provision mittlerweile zum Einmaleins der Kaufnebenkostenrechnung, wenn man sich zu einem Wohnungswechsel oder Hauskauf entschließt. Geht man also den Weg über einen Makler, ist bei erfolgreicher Vermittlung von Wohn- oder Gewerbeflächen bzw. bei Zustandekommen eines Vertragsabschlusses eine Provision fällig. Doch wie hoch darf diese sein? Provision Mietimmobilie Vorausgesetzt, dass es einen schriftlichen Vertrag zwischen Kunde und Makler gibt, muss bei der Höhe der Provision zunächst darin unterschieden werden, ob es sich um eine Miet- oder Kaufabsicht handelt. Die Provision für die Vermittlung einer Mietwohnung ist rechtlich festgelegt und beträgt laut § 3 Abs. 2 des WoVermG zwei Nettokaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Provision Kaufimmobilie Die Frage nach der Höhe der Maklerprovision beim Immobilienkauf lässt sich dahingegen nicht pauschal beantworten, da die Gebühren von Bundesland zu Bundesland variieren. Zum Teil werden auch für besonders beliebte Regionen innerhalb eines Bundeslandes höhere Prozentsätze angesetzt. Tendenziell beläuft sich aber die Maklercourtage für den Käufer auf 5 bis 6 Prozent des notariellen Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Wird vertraglich eine anteilige Zahlung vereinbart, sind von Käufer und Verkäufer je ca. 3 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer zu entrichten. Bei Gewerbeflächen kann es wiederum zu Abweichungen von den generell veranschlagten Prozentsätzen kommen. Provisionshöhe So wie sich die Miet- und Kaufpreise in den Bundesländern unterscheiden, werden auch bei der Höhe der Provision verschiedene Messlatten angelegt. Sieht man sich die Preise im Verhältnis zu den erhobenen Maklergebühren inklusive Mehrwertsteuer an, ergibt sich folgendes Bild: Durchschnittlich die höchsten Kaufpreise für Privat- als auch Gewerbeimmobilien findet man in den Bundesländern Hamburg, Berlin und Bayern. Bei einem Blick auf die anfallende Provision in diesen Ländern zeigen sich gravierende Unterschiede. In Hamburg kommen auf den Käufer bis zu 6,25 in Berlin bis zu 7,14 und in Bayern bis zu 3,57 Prozent des notariellen Kaufpreises zu. Sachsen-Anhalt und Thüringen zählen zu den Ländern mit den niedrigsten Immobilienkaufpreisen. Dort beträgt die Maklercourtage wie in Bayern ebenfalls bis zu 3,57 Prozent. Brandenburg, Bremen und Mecklenburg liegen zwar im mittleren Preissegment. Während man aber in Brandenburg die gleiche Provisionshöhe wie in Berlin verlangt, werden in den anderen beiden Bundesländern bis zu 5,95 Prozent veranschlagt. Aktuell richtet man sich in den einzelnen Bundesländern nach folgenden Sätzen: bis zu 3,57 Prozent in Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen bis zu 4,76 Prozent in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bis zu 5,95 Prozent in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen bis zu 6,25 Prozent in Hamburg bis zu 7,14 Prozent in Berlin und Brandenburg

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Kommentar von ImmoprofiJL
01.07.2013, 21:26

Hier geht es um Gewerbe, nicht um eine Mietwohnung, insofern gelten die von dir benannten/ verlinkten Regelungen nicht.

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Bei Wohnraumvermittlung sind es 2 Kaltmieten zzgl. MwSt.

Bei Gewerberaumvermiettlung ist die Courtage frei verhandelbar.

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Im üblichen Geschäftsgebrauch wird eine Maklercourtage immer auf die Kaltmiete bezogen.

Grundlegend hat anitari aber recht, bei Gewerbemietverträgen ist die Courtage frei verhandelbar.

Zusätzlich im übrigen auch zwischen Vermieter und Makler im Wohnbereich, aber das ist ja hier nicht gefragt.

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