Makler will Provision

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9 Antworten

@derCam wir hatten ja nicht einmal vorherige Konditionen vereinbart, da die Wohnung nicht verfügbar war, dies hatte sie uns über das Telefon mitgeteilt. Dannach war die Sache dann ja eigentlich für beide Parteien gegessen gewesen, da wir nie gesagt haben, sie soll für uns suchen sondern wollten lediglich Informationen über die vorherige Wohnung haben, größe, miete usw, diese Wohnung konnte sie uns dann aber nicht anbieten, alles telefonisch und dann war gut. Die jetzige Wohnung hat Sie uns auch nur telefonisch mitgeteilt das diese Frei wäre, mehr wusste die nette Dame über die Wohnung auch nicht. Wie gesagt es kam so ja nie ein Auftrag unserer Seits zu stande weder noch einer über den Wohnungseigentümer. Sie hatte von dem Objekt das wir nun anmieten wollen, keine näheren Informationen, keinen Schlüssel und auch keinen Auftrag zur Wohnungssuche beider Parteiien, das Sie dann Provision haben wollen würde sagte Sie uns erst nachdem die Wohnung besichtigt wurde, Schlüssel zur besichtigung mussten wir uns selber vom Hausmeister holen. In meinen Augen ist dann doch nie auch nur mündlich ein Vertrag zu stande gekommen, da wir unslediglich über eine Ihrer Wohnungen informiert hatten die ja nicht mal mehr verfügbar war.

DerCAM 24.06.2011, 01:11

Es ist recht muehsam, den Ueberblick zu behahlten, wenn du deine Kommentare staendig als Antworten einstellst statt die Kommentarfunktion zu nutzen.

Aber wir drehen uns ja inzwischen sowieso im Kreis. Der alles entscheidende Punkt wird hier sein, ob ihr einen Maklervertrag geschlossen hattet oder nicht. Hierfuer duerfte es hauptsaechlich darauf ankommen, ob die Maklerin euch beim damaligen Erstkontakt auf ihren Courtageanspruch im Erfolgsfall aufmerksam gemacht hat oder nicht.

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Kurz angemerkt: Mizzuki ist meine Lebensgefährtin!

Also es ist so: Wir haben bei einer Wohnung angerufen die diese offenbar selbst ernannte Maklerin inseriert hatte. In Wahrheit ist sie nichts weiter als eine OBJEKTENTWICKLERIN. Nunja, wie dem auch sei. Die Wohnung weswegen wir sie angerufen hatte hatte sich aber letzendlich erledigt, da sie zu teuer war. Kurze Zeit später bekam ich einen Anruf von ihr das sie eine andere Wohnung wüsste und ob wir uns diese mal ansehen möchten. Soweit so gut. Ich also hin und hab mir die Wohnung angesehen. Sie sagte dann zu mir das sie aber eine Provision haben möchte in Höhe von 2 MM bei Abschluss eines Mietvertrages. Da diese Frau aber weder die Schlüssel dieser Wohnung hatte und auch keine sonstigen Angaben zu der Wohnung wusste gehe ich im Nachhinein davon aus das ihr nicht im Geringsten eine Provision zu steht oder? Denn niemand hat ihr den Auftrag gegeben für diese Wohnung einen Mieter zu suchen. Auch ich habe sie nicht gebeten eine Wohnung zu suchen. Der Anruf kam von ihr selber und hat diese Wohnung vorgeschlagen. Folglich habe nichtmal ich ihr einen Auftrag gegeben. Lediglich für die Wohnung an der wir zuerst interessiert waren. Aber bei dieser kam es ja nicht zum Mietvertrag. Wie Mizzuki schon geschrieben hat kannte der Vermieter die Frau nicht und hat sie erst kennengelernt als er den Mietvertrag für uns anfertigte...

DerCAM 23.06.2011, 11:58

Wenn die Maklerin euch aufgrund eines vorherigen Auftrages angerufen und euch ne andere Wohnung angeboten habt, dann hat sie euch damit ein Angebot gemacht, das ihr angenommen habt. Da nichts anderes abgesprochen war, duerften die bereits vorher beim gescheityerten Vermittlungsauftrag vereinbarten Konditionen gelten.

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Hattet ihr die Maklerin gebeten, euch passende Wohnungen vorzuschlagen und hatte diese euch dann auch gesagt, dass bzw. wieviel das kostet? Dann hattet ihr sehr wohl einen Vertrag mit der Maklerin geschlossen.

Zwar darf ein Makler gem. § 6 Abs. 1 WoVermG nur solche Wohnungen anbieten, fuer deren Vermittlung er vom Eigentuemer oder einem von diesem Bevollmaechtigten beauftragt wurde, doch fuehrt ein Verstoss gegen dieses Gebot nach Auffassung des BGH nicht zum Verlust seiner Courtageansprueche (BGH Urteil III ZR 113/02 vom 25. Juli 2002). Kernsatz aus diesem Urteil des BGH: "Ein Verstoß gegen § 6 Abs. 1 WoVermG führt nicht zur Nichtigkeit des mit dem Wohnungssuchenden geschlossenen Maklervertrages."

Das ganze Urteil kann man hier nachlesen: http://www.brennecke-partner.de/151915/BGHUrteilIIIZR11302vom25.Juli_2002

Die Maklerin kann hier also sehr wohl einen Anspruch auf die Courtage haben. Vorausetzung hierfuer waere aber, dass ihr wirklich einen Vertrag mit ihr geschlossen hattet.

Nein, wir haben die Maklerin nicht gebeten für uns eine geeignete Wohnung zu suchen, wir hatten diese einmal wegen einer anderen Wohnung kontaktiert, die dann aber nicht oder nicht mehr zu verfügung stand. Dann hat Sie sich gemeldet und gemeint Sie wüsste noch eine in dem besagten ort. Es wurde demnach auch kein mündlicher Vertrag geschlossen da wir sie nicht drum gebeten haben uns eine Wohnung zu suchen, sie kam auf uns zu ohne vorherige Anmerkung auf Provision, das sie eine Provision möchte, sagte Sie erst als wir bei der Wohnung waren, die Ihr nicht mal zur eigentlichen Vermittlung zu stand. Aber ich denke unter diesen Umständen hat die Maklerin keinen Anspruch, sehe ich doch richtig, oder ? Danke euch für eure Hilfe=)

DerCAM 23.06.2011, 11:55

Hm, ihr hattet also doch eine Vereinbarung mit der Maklerin, naemlich bezueglich der zuerst vorgeschlagenen Wohnung. Damals war aber schon klar, dass ihr eine Courtage zahlen muesst, wenn ein Mietvertrag zustande kommt, oder?

Auf Basis der urspruenglichen Vereinbarung hat sie euch dann noch ein weiteres Objekt vorgeschlagen. Ein erneuter Vertrag hierueber war dann nicht mehr erforderlich.

Ich wuerde das jetzt so sehen, dass ihr, wenn beim ersten (gescheiterten) Vermittlungsversuch eine Courtage vereinbart war, dann gilt dies auch fuer alle weiteren Objekte. In dem Fall muesstet ihr wohl zahlen.

Dass die Maklerin ohne Auftrag des Vermieters oder eines von diesem Bevollmaechtigten die Wohnung eigentlich gar nicht haette anbieten duerfen, macht euren Vertrag laut dem bereits genannten BGH Urteil nicht unwirksam und fuehrt somit auch nicht zu Verlust des Makleranspruchs auf die Courtage.

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Also die Maklerin war bei einem Gespräch mit dem Vermieter zwar dabei, der Vermieter allerdings sagte : Das er diese Frau heute zum ersten mal gesehen hat. Also konnte ja nie etwas zwischen dem Vermieter und der Maklerin vereinbart worden sein.

Nein. Ihr müsstet nicht einmal Provision zahlen, wenn die "Objektleiterin" vom Vermieter beauftragt worden wäre. Es sei denn, ihr schließt mit der Objektleiterin einen Vertrag, in dem ihr ihre Provision vereinbart.

Ein Geschäftsverhältnis kommt grundsätzlich nur zwischen den beiden Vertragsparteien zustande. Üblicherweise engagiert ein Vermieter einen Makler zur Vermittlung eines neuen Mieters. Da der Makler vom Vermieter beauftragt wird, bezahlt der Vermieter dem Makler Provision; nicht der Mieter. Im Allgemeinen holt sich der Vermieter aber die Provision vom neuen Mieter wieder, indem im Mietvertrag vereinbart wird, dass zusätzlich zur Miete und Kaution, 1-2 Monatsmieten Provision bezahlt werden müssen. Diese müsst ihr, wenn ihr den Vertrag unterschreibt, dann dem Vermieter zahlen und dieser leitet sie an den Makler weiter.

Das ist ungefähr genauso wie mit der Umsatzsteuer (umgangsprachlich auch "Mehrwertsteuer" genannt). Die Umsatzsteuer zahlt nicht der Kunde, sondern der Verkäufer an das Finanzamt. Nirgendwo steht geschrieben, dass der Kunde Umsatzsteuer bzw. MWSt zahlen muss. Dass der Verkäufer den Preis für ein Produkt, für das er 1€ verdienen will, dann letztendlich für 1,19€ auspreist, liegt daran, dass er die Steuer einfach auf den Kunden umlegt, aber das ist allein seine (des Verkäufers) Sache. Verpflichtet ist er dazu nicht, die Steuer auf den Kunden umzulegen. Er ist nur verpflichtet diese an das Finanzamt zu zahlen.

Sehr merkwürdig, fürwahr. Im Normalfall erhält ein Maklerbüro vom Vermieter den Auftrag, Mieter zu suchen. Es wird ein Vertrag abgeschlossen. Kommt es dann zur Vermietung, muss der Mieter die Provision an den Makler zahlen. Wenn allerdings eine Maklerin eine Wohnung ohne Wissen des Vermieters in der Zeitung anbietet, fehlt ganz einfach die gesetzliche Grundlage und kein Anspruch auf Provision. Man muss sich mal überlegen. Jeder der sich Makler nennt, stellt ein Inserat in die Zeitung und bietet Wohnungen ohne Wissen der Vermieter an und möchte dann Provision. Hat weder Schlüssel noch Kenntnis über den Mietzins. Das ist ein absolutes no go. Wenn dem so ist, wie du schreibst, hat die Maklerin keinen Provisionsanspruch, da ihr die gesetzliche, also vertragliche Grundlage , fehtl. Diese kann mündlich vom Vermieter oder schriftlich erfolgen. Hier verfügt quasi die Maklerin über das Eigentum eines Vermieters. Ich würde auf gar keinen Fall zahlen. Stellt sich auch die Frage, ob der Vermieter Einwände gegen diese eigenwillige Art der Maklerin hat., oder doch irgendwie in einem Gespräch mit der Maklerin, seine Zustimmung gab.

Also der Vermieter hat nie was in Auftrag gegeben

DerCAM 23.06.2011, 15:16

Aber ihr habt doch anscheinden ein Maklerangebot angenommen und euch somit dessen Vertragsbedingungen unterworfen.

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Nee musst keine Provision zahlen !

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