Makler verspricht Erlassung der 1. NKM - Verwaltung bucht volle Miete ab!

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8 Antworten

Makler verspricht Erlassung der 1. NKM - Verwaltung bucht volle Miete ab!

Der Makler ist nicht Vertragspartner der Mietsache. Nur der Vermieter kann so etwas machen.

"Dafür, dass der Vermieter Ihnen keinen Herd und keine Spüle zur Verfügung stellen muss, würde er Ihnen die erste NKM erlassen, d. h., Sie bezahlen im ersten Monat nur die Nebenkosten."

Der Vermieter ist nicht verpflichtet eine Spüle zu stellen.

Aussagen des Maklers sind nicht relevant.

Dass der Vermieter das nicht muss, liegt daran, dass wir mit dem Vormieter vereinbart haben, die komplette Küche gegen eine Ablöse zu übernehmen.

Was Ihr mit dem Vormieter vereinbart muss den Vermieter nicht jucken.

Der Vormieter ist nicht Dein Vertragspartner.

Kurz darauf folgte der Mietvertrag per Mail und die Provisionsvereinbarung, die wir unterschrieben und zurücksendeten. Unser Fehler war wohl, zu übersehen, dass weder im Mietvertrag noch in der Provisionsvereinbarung diese erste NKM-Erlassung aufgeführt war.

Der Fehler war, dass es nicht mit dem Vermieter abgesprochen war, bzw. mit dem Vermieter nicht schriftlich vereinbart wurde.

Wir sind davon ausgegangen, dass die Maklerin das mit der Verwaltung abgeklärt hat - dafür haben wir sie schließlich bezahlt.

Nö, Ihr zahlt für die Wohnungsvermittlung, nicht für Vertragsinhalte.

Ich bin derzeit dabei, die Maklerin zu kontaktieren, um dort nachzuhaken, habe sie bisher aber nicht erreicht.

Kein Wunder.

Das ist in Berlin meines Wissens nach Standard. Ich zitiere kurz "In Berlin muss eine Mietwohnung - anders als in vielen anderen Bundesländern - mit einer Kochgelegenheit und einem Ausguss ausgestattet sein. Grundlage dafür ist das Berliner Wohnungsaufsichtsgesetz." Ist die Vereinbarung der Maklerin per E-Mail bindend? Oder haben wir nun das Nachsehen, weil wir den Mietvertrag unterschrieben haben und nicht erkannt haben, dass das dort aufgeführt sein muss?

Diese Fragen sollte Euch der Mieterbund in Berlin oder ein Anwalt beantworten können.

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Kein Wunder, dass du die jetzt nicht mehr erreichst. Sie hat euer Geld im Sack. Jetzt könnt ihr sie nur auf Herausgabe dieser einen Kaltmiete verklagen. Dabei steht dann Aussage gegen Aussage. Da hättet ihr wahrscheinlich nur eine Chance, wenn sie diese Nummer schon mal abgezogen hätte

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Rechtlich sieh es so aus das ein Makler keine rechtswirksamen Zusagen/Versprechen bezüglich des Vertragsinhaltes machen kann. Das ist allein Sache zwischen Mieter und Vermieter.

Die Provisionsvereinbarung muß nicht im Mietvertrag stehen.

Dafür, dass der Vermieter Ihnen keinen Herd und keine Spüle zur Verfügung stellen muss

Das muß er ohnehin nicht.

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Kommentar von mercurycode
04.09.2014, 13:36

Das ist in Berlin meines Wissens nach Standard. Ich zitiere kurz "In Berlin muss eine Mietwohnung - anders als in vielen anderen Bundesländern - mit einer Kochgelegenheit und einem Ausguss ausgestattet sein. Grundlage dafür ist das Berliner Wohnungsaufsichtsgesetz."

Danke aber für die Auskunft. Kann ich den Makler dafür belangen, dass er Versprechen gemacht hat, die er nicht machen kann/darf?

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"Dafür, dass der Vermieter Ihnen keinen Herd und keine Spüle zur Verfügung stellen muss, würde er Ihnen die erste NKM erlassen, d. h., Sie bezahlen im ersten Monat nur die Nebenkosten."

Rechtlich besteht keine Verpflichtung seitens des Vermieters einen Herd und eine Spüle zur Verfügung zu stellen.

Das ist in Berlin meines Wissens nach Standard. Ich zitiere kurz "In Berlin muss eine Mietwohnung - anders als in vielen anderen Bundesländern - mit einer Kochgelegenheit und einem Ausguss ausgestattet sein. Grundlage dafür ist das Berliner Wohnungsaufsichtsgesetz."

Laut Berliner Mieterverein würde hier jedoch ein Campingkocher oder 2 Kochplatten, keinesfalls könne daraus ein Anspruch auf einen Herd und eine Edelstahlspüle hergeleitet werden.

http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0409/040914.htm

Dass der Vermieter das nicht muss, liegt daran, dass wir mit dem Vormieter vereinbart haben, die komplette Küche gegen eine Ablöse zu übernehmen.

Rechtlich hat der Vermieter aber mit Eurer Ablösevereinbarung und Küchenkauf mit dem Vormieter nichts zu tun. Der Vermieter kann dann bei einem Mietvertragsende den Rückbau in den Ursprungszustand verlangen.

Rechtlich bindend sind nur mietvertragliche Zusicherungen vom Vermieter.

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Kommentar von mercurycode
04.09.2014, 15:21

Zunächst danke für die Herleitung, das stimmt offenbar, dass die Vermieter keine rechtliche Verpflichtung haben.

Unabhängig davon, ob Pflicht oder nicht, wurde uns das Angebot des Mietnachlasses aber gemacht. Das ärgert mich. Wir haben nicht danach gefragt, es ist uns aus Kulanz heraus angeboten worden. Natürlich haben wir es dankend angenommen und haben unseren finanziellen Rahmen danach ausgerichtet. Dass wir jetzt eine ganzschön hohe Summe Extrakosten aus dem Boden stampfen müssen, weil die Vermittlung (die Aufgabe der Maklerin ist) dieses Angebots offenbar fehlgeschlagen ist, ist sehr ärgerlich.

Daher suche ich nach der besten Möglichkeit, mich auch ohne rechtliche Grundlange auf die Vereinbarung zu berufen. Letztlich kann ich nur hoffen, dass die Maklerin schlicht versäumt hat, sich um den Nachlass zu kümmern und uns jetzt entgegen kommt. Halte das aber für unwahrscheinlich.

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Sofern die Maklerin Ihnen einen Nachlaß versprochen hat, muß Sie auch für die Erfüllung eines solchen Versprechens einstehen.

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Kommentar von mercurycode
04.09.2014, 15:07

Das stimmt, Problem ist letztlich nur, dass es im E-Mail-Verkehr und nicht vertraglich festgehalten wurde. Meinen Anspruch werde ich allerdings trotzdem versuchen, geltend zu machen. Der Mietnachlass war nämlich einer der Gründe, uns für die Wohnung zu entscheiden, da wir sonst im September mit unserer aktuellen Wohnung doppelt Miete zahlen müssten. Was wir jetzt allem Anschein nach tatsächlich müssen.

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Ihr habt leider das Nachsehen. Die Maklerin kann nicht für den Vermieter sprechen, sie ist ja nur Vermittlerein, nicht Vertragspartner. Ihr habt den Mietvertrag unterschrieben und nicht richtig durchgelesen bzgl. der angeblich erlassenen Miete.

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Kommentar von mercurycode
04.09.2014, 13:23

Danke für deine Antwort! Das ist natürlich ärgerlich. Ich habe den Vertrag extra noch mal von Vertrauenspersonen durchlesen lassen, um soetwas zu vermeiden. Aus irgendeinem Grund ist das keinem weiter aufgefallen. Wenn die Maklerin nachts schlafen kann, soetwas anzubieten und dann Studenten abzuzocken... Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken.

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Oder haben wir nun das Nachsehen, weil wir den Mietvertrag unterschrieben haben und nicht erkannt haben, dass das dort aufgeführt sein muss?

Genau so ist es, leider!

Das Mail der Maklerin nutzt m. E. nicht viel, da sie "würde" statt "wird" schreibt. Also keine feste Zusage.

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Kommentar von mercurycode
04.09.2014, 13:19

Danke für die Antwort! In einer weiteren E-Mail steht übrigens: "Des Weiteren dürfen wir Ihnen eine NKM schenken, d. h., Sie würden im ersten Monat nur die Nebenkosten bezahlen."

Da steht allerdings wieder das "würde".

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da müsst ihr schon die Maklerin schadensersaatzpflichtig machen und notfalls verklagen.

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