Makler verlangt Finanzierungszusage vor Besichtigung

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Ich finde das Vorgehen nicht kritisch, aber es erscheint mir ungewöhnlich.

Letztlich ist eine Besichtigung aus Deiner Sicht ja auch eien "Vorselektion" (kommt das Objekt tatsächlich in Frage?) und der tatsächliche Kaufpreis (und somit die relevante Finanzierungssumme), solltet Ihr Euch für das Objekt entscheiden, steht ja zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht fest.

Insofern ist ein Zeitpunkt VOR einer Besichtigung sicherlich nicht der geeignete, sich um eine konkrete Finanzierungszusage zu bemühen.

Weiterhin wird Deine Bank Dir ohne detaillierte Objektunterlagen vermutlich auch keine Finanzierungszusage geben - und die hast Du vermutlich noch gar nicht.

Wenn Du allerdings bereits mit Deiner Hausbank vorab über mögliche Finanzierungsspielräume gesprochen hast, geben Sie dir vielleicht eine allgemeine unverbindliche Finanzierungszusage (in der Sie Dir den möglichen Finazierungsrahmen bestätigen - sofern der Objektwert dies hergibt) bestätigen.

Solche Praktiken gibt es auch bei uns. Es ist definitiv nicht unseriös, aber kundenunfreundlich. Die Bank möchte möglichst wenig Arbeit haben. Für den Kunden, also Dich bedeutet das im Zweifel unnötige Arbeit. Denn auch wenn Du jetzt unterwegs bist, weil Du gerne kaufen möchtest, musst Du ja erst mal das richtige Objekt finden und das dauert möglicherweise recht lange. Also warum schon jetzt eine Finanzierung absprechen??? Die Bank hat vermutlich schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte auch mal ein Objekt, für das bei 5 Kunden die Finanzierungen hintereinander nicht genehmigt wurden. Daher nehm ich solche Objekte nicht mehr in den Vertrieb.....aber den Kunden solche Vorgaben zu machen, fällt mir im Traum nicht ein. Ich schrecke doch damit einen großen Teil der Interessenten ab. Kein guter Vertrieb würde ich sagen. Ist aber nicht untypisch.....

Als unabhängiger Makler und Baufinanzierungsvermittler möchte ich diese Frage wie folgt beantworten:

Es ist in der Tat nicht üblich, bereits eine Finanzierungszusage bei der ersten Besichtigung mitzubringen. Keine Bank gibt ohne Kenntnis des zu finanzierenden Objektes irgendwelche "Zusagen"! Was üblich und sinnvoll ist, eben um einen "Besichtigungstourismus" zu vermeiden, sind normale Bonitätsprüfungen. Ich halte das Vorgehen schon deshalb für unseriös, weil der Interessent mit einer Finanzierungszusage der eigenen Bank an die Bank als Makler und Finanzierer Bank fest gebunden werden soll - in einem Stadium, in dem er das Objekt noch nicht einmal kennt. Die wollen also gleich das doppelte Geschäft - Maklerprovision und Darlehensvertrag. Prima Geschäftskonzept. Ich würde empfehlen - Finger weg! Es gibt noch mehr interessante Objekte auf dem Markt.

Wie bei Immobilienkauf doppelte Maklerprovision vermeiden?

Hallo, ich habe Ende letzten Jahres eine Wohnung angeschaut, die mir recht gut gefallen hat. Das ganz lief damals über eine Maklerin (als Courtage war 3,57% angegeben).

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Oder habe ich den neuen Makler quasi mit der Anfrage auf Immoscout schon beauftragt und kann das ganze haken? Wenn auch nur das Risiko bestände doppelte Provision zu bezahlen, würde ich das für mich abhaken.

Was mich allerdings stutzig macht ist, dass der neue Makler auf einmal eine Unterschrift von mir möchte, dass ich auf mein Widerufsrecht verzichte.

Bin für jeden Tipp dankbar Gruß, Dave

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Kundenschutz für Makler nach qualifiziertem Alleinauftrag? Muss der Verkäufer den möglichen Käufer namentlich nennen?

Situation: Makler hatte einen qualifizierten Alleinauftrag für 6 Monate. Haus wurde nicht verkauft. 1.) Der Makler hatte in dieser Zeit ca. 500 Kunden per Email angeschrieben und mit einem Expose (samt Energieausweis) versorgt. Leider hat sich daraufhin Niemand gemeldet.

2.) Der Makler hat ein anderes Haus im Angebot, was sehr begehrt war, (in anderer Lage). Da die grundsätzlichen Rahmenbedingungen (Preis, Größe, Grundstück) jedoch ähnlich waren wie bei dem NICHT verkauften Haus 1 , hat dieser Makler die erste Immobilie ebenfalls mit angeboten und ebenfalls die Leute, die Haus 2 besichtigt haben, mit dem Expose / Unterlagen von Haus 1 versorgt.

3.) Die Aktion wurde zum Ende der Vertragslaufzeit gestartet.

Ergebnis: Da der Verkäufer den qualifizierten Alleinauftrag nicht verlängert hat, hat der Makler per Stichtag (Ende Vertragslaufzeit 30.6.17) dem Verkäufer eine Kundenschutzliste mitgeteilt, die eben alle Kunden enthält, die alle bereits ein Expose erhalten haben, jedoch leider in der Vertragslaufzeit nicht besichtigt haben.

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