Makler möchte Provision haben ohne Leistung erbracht zu haben. Geht das?

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4 Antworten

Hier sieht es wohl so aus, dass der Makler beweisen müsste, dass der Verkauf durch seine Vermittlungsbemühungen zustande gekommen ist. Das kann er ja eigentlich nicht. Hier könnte ihre Anfrage mit dem Hinweis hilfreich sein... "mit mir in Verbindung setzen soll, wenn der Preis (Kaufpreis + Provision) nicht mehr als 400.000 Euro". Aber er konnte ja zu ihren Bedingungen nicht liefern. Durch ihren klaren Hinweis haben sie sich wohl abgesichert, denn oft reicht die Weitergabe der Adresse an einen Interessenten schon aus um die Provision bekommen zu können.

Es wäre prima, wenn sie die Einschätzung ihres Rechtsanwaltes auch noch hier bekannt geben.

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Kommentar von Kronosizm
19.06.2016, 11:09

Der Ratschlag des Anwalts: "Das Haus kaufen! Es kann sein, dass derMakler vor Gericht zieht. Dann stünde er aber in der Pflicht seine Behauptungenzu beweisen." 

Ich habe den Ablauf sehr gut dokumentiert. "wann der Maklerkontaktiert wurde / wann der Eigentümer kontaktiert wurde / Zeugen, dass derEigentümer kontaktiert wurde, bevor der Makler auf meine Nachricht übersInternet reagiert hat." 

Die Doku habe ich meiner Anwältin übergeben. Da es sich um einErstgespräch handelte, wird meine Rechtsschutzversicherung die Kostenübernehmen. Falls der Makler tatsächlich so frech sein sollte und vor Gerichtzieht, bekomme ich von meiner RechtsschutzversicherungUnterstützung.

Hätte der Makler mir aber Kontaktinformationen des Eigentümersgegeben oder mir das Haus für 400.000 Euro (mit Provision) angeboten oder eineBesichtigung organisiert, dann hätte er tatsächlich eine Leistung erbracht undhätte Anspruch auf seine Provision. Nebenbei erwähnt: In diesem Fall hätteich ja auch nichts dagegen gehabt, denn der Preis hätte ja gepasst.

Der Makler hatte mit dem Eigentümer telefoniert (so, wie ein paarandere Makler es gemacht haben) und gesagt bekommen, dass er das Haus verkaufenkönne, wenn er kann. Der Eigentümer hat aber mit Ihm keinen Vertragunterschrieben. Dieses Verhältnis nennt sich "Einfacher Auftrag".Demnach kann auch der Eigentümer das Haus zum Verkauf anbieten. 

Da ich den Makler übers Internet kontaktiert habe, bin ich mit ihmeinen "Fernabsatzvertrag" eingegangen. Weil er mir das Haus für400.000 Euro nicht anbieten konnte und ich von ihm keinerlei Kontaktdaten desEigentümers erhalten habe, hat der Makler keine Chance! Den Fernabsatzvertragdarf man übrigens  innerhalb 2 Wochen nach dem Abschluss kündigen.

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Wenn der Makler nachweisen kann, dass der Kontakt zum Verkäufer über ihn zustande gekommen ist, steht ihm die Provision zu.

Es ist dann Sache des Maklers, diesen Zusammenhang zu BEWEISEN

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Kommentar von Kronosizm
16.06.2016, 23:06

Dafür müsste er lügen! Vielen Dank für Ihre Antwort. 

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Wenn es kein Dokument gibt. Dann ist es egal. Es muss halt einen Beweis geben und wenn er besonders nichts getan hat, dann hat er kein Recht auf die Provision. Selber schuld, wenn der kein Vertrag unterschreibt bzw. was ist das überhaupt für ein Makler, der kein Vertrag unterschreibt? Am besten du fragst mal bei einem Anwalt nach, dann weißt du es sicher!!

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Kommentar von Kronosizm
16.06.2016, 22:45

Der Eigentümer des Hauses wollte das Haus selber verkaufen und keine Provision an die Makler zahlen. Die Makler, die sein Haus im Internet gefunden haben, haben ihn kontaktiert und wollten mit ihm einen Vertrag unterschreiben. Er aber hat gesagt "Nein. Ihr könnt versuchen zu meinem Wunschpreis zu verkaufen aber unterschreiben werde ich nichts". Ich habe den Makler bloß über immonet.de kontaktiert und drum gebeten, dass er mich kontaktiert, falls der Preis 400.000 Euro ist.

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Der Makler hat in dem Moment Anspruch auf seine Provision in dem er massgeblich dafür verantwortlich war, dass Eigentümer und Käufer in Verkaufsverhandlungen treten konnten.

Mit anderen Worten: Wenn er Dir die Adresse mitgeteilt hat musst du zahlen.

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