Makler betrügt bei Hausverkauf?

8 Antworten

Da wirst Du Dir wohl einen Anwalt suchen müssen, vielleicht mit dem Verkäufer zusammen. Du siehst ja, dass die Antworten sehr unterschiedlich ausfallen.

Wenn ihr das Haus kauft, werdet ihr meines Erachtens nicht um die Provision herumkommen. Es ist ja unstrittig, dass das Geschäft durch den Makler zustande gekommen ist. Ihr müsstet dem Makler schon handfeste Rechtsverstöße nachweisen können. Man könnte auch Dir und dem Verkäufer unterstellen, durch unrichtige Behauptungen den Makler um seine Provision bringen zu wollen. Im Gegensatz zu Euch sind einem erfahrenen Makler Rechtsstreitigkeiten vertraut.

 Wägt das Kosterisiko eines Rechtsstreits sorgfältig ab und wenn es Euch zu sehr wurmt, investiert die 200€ für eine erste Rechtsberatung. Danach könnt ihr ja entscheiden, ob ihr weiter macht.


Der Eigentümer  kann nicht an euch privat verkaufen, da der Makler bereits für euch tätig war.Solange aber der Kaufvertrag nicht unterschrieben ist, kann der Eigentümer noch frei entscheiden,an wen er verkauft.Wenn der Eigentümer die Sache nicht mit dem Makler gütig klären kann, müsste er wahrscheinlich einen Anwalt einschalten.Sollte aber ein unsauberes Geschäft seitens des Maklers geplant worden sein, könnte der Vertrag evtl. mit Hilfe eines Anwalts für ungültig erklärt werden.

Hi,

Solche Geschichten sind mir mittlerweile hinlänglich bekannt. Haben vor kurzem unser Haus verkauft und meine Mutter und ihr neuer Freund haben sich eine neue Wohnung gekauft. Wenn meine Mum nicht Richterin wäre, wären wir da auch böse abgezogen worden.

Ich würde mich mit dem Eigentümer absprechen, dass dieser den Maklervertrag mit sofortiger Wirkung aufgrund grober Verletzungen der gegenseitigen Rücksichtnahmepflicht, die sich aus den §§241 (2) und 242 BGB ergeben, widerruft und den Vertrag aufgrund arglistiger Täuschung anfechtet.
Im Zweifel einfach mit Zivilklage und Veröffentlichung drohen, dann werden die Herrschaften Makler erfahrungsgemäß kleinlauter.

Für euch ist das erst einmal unwichtig. Ihr habt keinen Vertrag mit dem Makler und müsst lediglich seine Courtage bezahlen. Da jedoch auch oder gerade gegenüber euch als Dritte eine Verletzung von Treu und Glauben vorliegt, solltet ihr der Zahlung der Courtage (im Zweifel durch ein anwaltliches Schreiben -denn der Briefbogen von Anwälten wirkt nicht selten Wunder) widersprechen.

Mit freundlichen Grüßen,

Appledev
Stud.Jur

PS: Der Eigentümer kann sich zum Widerruf auf die §313,314 BGB berufen.

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Danke dir! Wir bleiben eng in Kontakt mit dem Eigentümer... ich hoffe er spielt mit und kämpft auch für die Gerechtigkeit.

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@Thalie100

Hallo, 

ob der Makler hier geschlampt hat oder nicht kann ich nicht sagen. Du solltest deine nächsten Schritte aber strategisch nachdenken. 

Der Makler wird i.d.R nicht von seiner Provisionsforderung abweichen. Du bist in dem Fall zum einen in der Beweispflicht. Auch wird in der Praxis bei solchen Fällen weniger nach gängigem Recht , sondern nach der Rechtsprechung oder im Einzelfall gesondert entschieden. Die einzigen die als Gewinner aus solcher Verhandlung rausgehen sind die Anwälte, denn die haben am Ende des Tages ihre Brötchen verdient - unabhängig wie die Sache ausgeht.  Bei solch einem Fall kommt es am Ende oft zu einem Vergleich. Zahlen müsstest du dann trotzdem (auch wenn etwas weniger) + Anwaltskosten. Besser nicht unnötig böses Blut vergießen. Lg 

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Wie am geschicktesten beim Hauskauf vorgehen?

Ich möchte ein Haus kaufen - der "Wert" laut Gutachten liegt bei 145000 Euro - angeboten wird es für 169000 Euro. Nun schaue ich es mir am Montag nochmals (habe es vor einigen Monaten schonmal besichtigt) an. Damals wurde es privat angeboten, durch Uneinigkeit der Eigentümer nun leider mit Makler :-/ Ich habe großes Interesse an dem Haus, obwohl im Keller eine Wand (lt. Eigentümer) eine 80%-ige Feuchtigkeit aufweist. Mit mir sind meines Wissens weitere 3 Interessenten, die sich nächste Woche das Haus anschauen.

Wie gehe ich am besten vor?:

Dem Makler direkt sagen, welche Preisvorstellung ich habe (ich möchte nicht unterbieten, da ich Sorge habe, dass ein anderer Interessent mehr bietet, und ich aus dem Rennen bin)? Ein Höchstgebot abgeben (meine Vorstellung max. 165000) mit dem Hinweis, dass er dem Eigentümer "erstmal" nur 160000 offeriert?

Wie gehen Makler vor - wie laufen die Gespräche mit dem Eigentümer ab? Wird da gesagt: Da ist ein Interessent, dem können wir aber auch 165000 aus der Tasche ziehen? Oder ist der Makler auch (ein kl. bißchen) auf meiner Seite??

Dankt Euch für Eure Antworten :-))

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Kurz vor Notar und Kauftermin Änderung des Einzugs- bzw. Überschreibungsdatums um über ein Jahr bei Immobilienkauf?

Ich und meine Freundin haben uns nach sehr langer Suche endlich in ein Haus verliebt und wollen dieses kaufen, haben auch schon ein kleines Gutachten erstellen lassen und sind den Verkäufern im allem entgegengekommen, haben sogar den Einzug auf deren Wunsch auf März 2018 hinausgeschoben. Wir wollten nächste Woche beim Notar den Kaufvertragsentwurf anfertigen lassen um uns und den Makler abzusichern. Nun habe die Verkäufer heute dem Makler mitgeteilt, dass Sie doch erst Mitte 2019 !!! ausziehen möchten um sich keine neue Wohnung für die Bauphase des neuen Hauses nehmen zu müssen. Wir haben leider nur einen Vorvertrag vom Makler, aber nichts vom Notar, fühlen uns aber trotzdem ziemlich hintergangen, zumal wir schon ein sehr gutes Finanzierungsangebot in der Tasche haben.

Drei Optionen stehen zur Auswahl: 1. Kauf abbrechen und der Makler sendet den anderen Interessenten das Angebot mit dem späten Kauf (Verkäufer trägt die bis dahin angefallenen Kosten) (möchten wir aber nicht!) 2. Verkauf und Übergabe Mitte 2019 (Nachteil: Wahrscheinlich höherer Zinssatz bis dahin und Bereitstellungszinsen für den jetzigen Vertrag liegen bei ca. 500€/Monat) 3. Verkauf wie Anfangs geplant im März 2018 und Übergabe Mitte 2019, in der Zeit wird das Haus an den Verkäufer vermietet (Evt. Nachteil: Da ein KFW 124 Eigenheimzulage Kredit mit im Spiel ist dürften wir eigentlich nicht vermieten)

Vielleicht hatte ja schon einmal jemand eine ähnliche Situation, uns ist von allen drei Übeln das Dritte am liebsten, allerdings müsste die Miete in der Zeit auch wirklich ALLE Kosten decken. Wenn das Objekt nicht so beliebt wäre, müssten wir eigentlich auch vom Kaufpreis herunter gehen!

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Notar termin fest und trotzdem an einem anderen verkauft?

Hallo zusammen,Eigentlich sollte das Haus Zwangsversteigert werden und die bank hat einen Makler beauftragt das Haus zu verkaufen, wir haben mit dem makler kontakt aufgenommen und gefragt wie es laufen soll , im gutachten ist das haus auf 180000euro geschätzt worden, und er wollte eine finanzierungsbestätigung von 150000euro haben die er auch in 2 tagen bekommen hat. wir fragten ihn ob wir das haus anschauen könnten, er hat einen termin ausgemacht , wo wir das haus auch anschauen konnten, das haus gefiehl uns sehr gut und er rief mich am nächsten tag an,ich sagte ihm 150000 euro zu was er eigentlich auch haben wollte, daraufhin sagte er ob ich evtl. mehr bezahlen könnte weil er das Haus auch zum 1. mal mit uns angeschaut hat, hat er wohl gemerkt das das haus mehr wert ist, ich gab ein gebot ab von 160000euro was ihm gefiehl und er es mit der bank abklären müsste. 2 tage später rief ich ihn an er sagte mir das die bank das ok gibt ich solle mich schon vorbereiten er hat einen Notar termin am 28.8 ausgemacht, und schickte mir per e-mail den kaufvertrags entwurf mir zu.Heute ruft er mich an und sagt das der mann der wo verschuldet ist einen anderen verkäufer gefunden hat wo mehr bezahlt . es ist wie ein Schlag ins gesicht , wir haben schon alles geklärt gehabt und auch einen käufer für unsere jetzige wohnung gefunden,und jetzt stehen wir da und wissen einfach nicht weiter.Vielleicht könnt ihr mir paar tipps geben ,habe ich irgendwelche rechte ?

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Hallo zusammen, mit Makler und Bank drehen wir uns im Kreis...Wir wollen ein Haus kaufen, Verkäufer (bzw. Makler) möchte eine Finanzierungsbestätigung. Wir sind also mit allen Unterlagen etc. zur Bank, Berater sagt die Finanzierung zu und erstellt uns ein Angebot über Kreditsumme X zu bestimmten Konditionen. Angebot ist 10 Tage gültig. Wir haben ihn extra gefragt, ob das für einen Makler denn ausreicht? Bankberater sagt: ja! Der Makler sieht das aber nicht so und besteht auf eine Finanzierungsbestätigung. Bankberater sagt: die gibt es erst, wenn ein Kaufvertrag vorliegt mit allen Details. Makler nun wieder: ohne Bestätigung macht er keinen Notartermin. Wie soll das also gehen? Wer von Beiden hat "Unrecht"? Wie ist es allgemein üblich?

Danke und Grüße

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Hallo,

wir haben von einem Makler ein Exposé geschickt bekommen, weil wir in seiner Kartei waren. Auf dieses Angebot hin, haben wir einen Besichtigungstermin vereinbart und auch wahrgenommen. Der Makler war total unfreundlich und unsympathisch und hat nur patzige Antworten gegeben. Naja, das Haus hat uns auch gefallen. Am nächsten Tag haben wir im Internet gesehen, dass der Eigentümer dieses Haus privat verkauft. Woraufhin wir den Eigentümer direkt angerufen haben. Er teilte uns mit, dass er gar keinen Vertrag mit dem Makler habe und dass der Makler parallel angeboten hat, das Haus zu verkaufen. Was ist wenn wir dem Makler ein niedriges Angebot abgeben, welches er definitiv ablehnen wird und dann das Haus privat kaufen ?!

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