Mahnverfahren bei Sachbeschädigung am Privateigentum?

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5 Antworten

Naja was hat denn die reperatur gekostet ? Es lag ja ein vor SchAden vor wenn auch nur kosmetisch.
Biete ihr doch einfach an die Hälfte der reperatur zu zahlen. Da das Handy ja schon einen Schaden hatte dies wäre die einfachste Variante.

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Eine Bekannte hat versehentlich mittels einer Glasflasche mein Mobiltelefon zertrümmert,

Entscheidend ist hier "versehentlich". Es handelt sich also nicht um Vorsatz, womit der Vorwurf gem. § 303 BGB schonmal wegfällt. Es bliebe also nur der zivilrechtliche Anspruch.

Ihre Haftpflichtversicherung will für den Schaden nicht aufkommen, da
das Gerät zuvor einen rein kosmetischen Sprung im Display hatte, der die
Funktion keineswegs beeinflusst hat.

Wenn die HP der Verursacherin hier bereits ablehnt, bliebt Dir nur der Weg der Zivilklage gegen den Verursacher. Als streitgegenständlich kann hier aber nur der Zeitwert des beschädigten Mobiltelefons in Frage kommen, und da wird es schwierig. Ein Smartphone mit gebrochenem Display wird (auch wenn noch funktionsfähig) nur einen sehr niedrigen gutachterlichen Restwert haben (je nach Modell und Alter wohl zwischen € 50.-- und max. € 200.--). Erschwerend kommt hier hinzu, dass die HP der Beklagten Rechtsschutz zusichern und das Verfahren an sich ziehen wird. Mit anderen Worten - der Gegner ist dann die Versicherung und deren Anwälte (Tagesgeschäft). Eine gütliche Einigung gegen Einmalzahlung würde ich hier dringend empfehlen. Es besteht die sehr reelle Gefahr, dass die Kosten des Verfahrens den streitgegenständlichen Wert um ein Vielfaches übersteigen, und selbst bei einer Einigung die (von jeder Partei selbst zu tragenden Kosten) Ausgaben den Entschädigungsbetrag um den Faktor 50 - 100 übersteigen.

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Kommentar von hunos
06.03.2016, 19:25

Die Haftpflicht zahlt nicht, sie ist draußen und damit nicht Gegner im streitigen Verfahren.

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Sachbeschädigung ist ein Straftatbestand (zudem ein Vorsatzdelikt) und somit für die Geltendmachung des zivilrechtlichen Schadenersatzes nicht unbedingt erforderlich.

Deine (zivilrechtliche) Anspruchsgrundlage ist § 823 (1) BGB. Und die Ansprüche kannst Du notfalls auch gerichtlich (Mahnverfahren, Klage) durchsetzen.

Allerdings hast Du nur Anspruch auf den Zeitwert, der durch den vorhandenen Displayschaden bereits arg geschmälert worden sein dürfte. Wenn es sich nicht gerade um ein extrem hochwertiges Smartphone handelte, kann mir kaum vorstellen, dass die Reparatur hier verhältnismäßig war.

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Kommentar von hunos
27.03.2016, 16:30

Die fahrlässige Sachbeschädigung ist nicht strafbar.

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Die Beweislast liegt bei dir. Wenn schon ein Sprung im Display vorhanden war, wirst du kaum nachweisen können, dass die Funktionsfähigkeit erst durch die Glasflasche beeinträchtigt war. Somit wäre fraglich, ob du das Gerichtsverfahren gewinnen würdest.

Ich kann mich irren, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass du die Situation mit deiner Bekannten nur vorschiebst und ausnutzt, um die Reparatur bezahlt zu bekommen. Das wäre deiner Bekannten gegenüber mehr als unfair.

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Sie hat einen Schaden verursacht, also haftet sie.

Wer letztendlich bezahlt, ihre Versicherung oder sie selbst, ist für den Sachverhalt unerheblich.

Wie Du Dein Geld "eintreibst"  und ob überhaupt, ist natürlich auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

Da könnte die Soße schnell teurer werden als der Fisch ;-))

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