Mahnverfahren - selbstverteidigen?

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4 Antworten

Ein Mahnverfahren ist kein Verfahren an sich. Es ist meißt ein automatisierter Akt, der auf Antragstellung durchgeführt wird. Es gibt dabei keine Anhörung oder dergleichen, man kann auch keine Beweise vorlegen oder sich selbst verteidigen.

Die einzige Möglichkeit, die jemandem bei unzutreffendem Mahnbescheid bleibt, welcher dann zugegangen ist, ist es Einspruch/Widerspruch gegen diesen einzulegen.

"Das Mahnverfahren ermöglicht die Vollstreckung einer Geldforderung ohne Klageerhebung, also auch ohne Urteil. Das Verfahren wird von einem Rechtspfleger oder sogar voll automatisiert durchgeführt, ohne dass geprüft wird, ob dem Antragsteller der Zahlungsanspruch tatsächlich zusteht. Das Mahnverfahren ist damit eine schnelle und kostensparende Alternative zum gewöhnlichen Zivilprozess, die sich besonders für Ansprüche eignet, über die kein Streit besteht. Ziel des Verfahrens ist zunächst, einen Schuldner zur Zahlung zu bewegen. Am Ende des Mahnverfahrens steht jedoch der Vollstreckungsbescheid. Das ist ein Vollstreckungstitel, mit dem der Gläubiger seine Geldforderung vollstrecken kann (§ 794 Abs. 1 Nr. 4 ZPO)."

http://de.wikipedia.org/wiki/Mahnverfahren

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Kommentar von hiwigo
18.06.2011, 21:07

ok ich bin dann schon im zivilprozess, und muss beweise dann einlegen oder? ich habe ware verschickt diese wurde geklaut, sendung war unversichert - käufer wusste dies, gefahrübergang des versendens geht laut gesetzt an den käufer über, beweise für versand habe ich alles, nu hat paypal einfach entschieden ohne genau den sachverhalt zu wissen, deswegen will paypal das geld nun von mir aber das steht dem käufer nicht zu und somit auch nicht paypal da die dem käufer das geld zurück gegeben haben, sonst wäre ich ohne ware und ohne geld das kann es nicht sein! richtig oder?

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Ist dringend von abzuraten! Möglich ist es zwar (bei Amtsgerichten), aber kaum jemand kennt, wenn er sich nicht sehr intensiv mit Jura befasst, die ganzen Tricks, Kniffe und Regeln eines Prozesses. Selbstverteidigung birgt immer das Risiko, dass man selbst bei eindeutig günstiger Rechtslage verurteilt wird (z.B. bei Abofallen oder sonstwie offensichtlich betrügerischen Forderungen), weil die Gegenseite mit ausgebildeten Juristen aufmarschiert.

Gegen den Mahn- oder ggf. Vollstreckungsbescheid (also noch vor dem Prozess) sollte und muss man allerdings Widerspruch/Einspruch erheben, wenn man die Forderung nicht ohne jede Prüfung aufgedrückt kriegen möchte.

Ggf. kann man beim Amtsgericht nach Beratungskostenhilfe fragen und den Anwalt Prozesskostenhilfe beantragen lassen.

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Klar geht das. Allerdings wäre je nach Fall eben ein Anwalt von Vorteil, da er die Gesetzeslage besser beurteilen kann. Wenn es nicht um viel Geld geht und du dich mit dem Gesetz ein wenig auskennst, brauchst du keinen Anwalt.

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Es steht jedem vor Gericht frei, sich selbst zu verteidigen. Allerdings wird es ohne Rechtsanwalt schwer sein (es sei denn du bist eh einer), da du ja die ganzen juristischen Spitzfindigkeiten nicht kennst und mit der ganzen Materie weniger vertraut bist.

Geh davon aus, dass du mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit verlieren wirst.

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Kommentar von hiwigo
18.06.2011, 20:56

wenn es doch klar ist, das ich laut gesetz recht habe, dürfte ich ja gewinnen?

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