Mahnungsgebühren, muss man wirklich diese bezahlen?

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7 Antworten

Und im Internet bin ich auf einen Artikel gestoßen das man Mahngebühren
erst ab der 2. Mahnung zahlen muss kann mir da jemand weiterhelfen?

Korrekt, wenn die erste Mahnung den Verzug begründet. Tut sie hier aber nicht.

Die Versicherung und der Betrag fürs Fitnessstudio sind Dauerzahlungsverpflichtungen. Die Fälligkeit des Beitrags ist durch Vertrag eindeutig kalendarisch bestimmt. Daher kommst du durch eine Rücklastschrift automatisch in Verzug ohne dass es einer Mahnung bedarf.

Demnach schuldest du den Verzugsschaden dem Grunde nach.

Nun zur Höhe:

  • Bei einer Mahnung dürfen Papier, Porto und Tinte/Toner in Rechnung gestellt werden. Alternativ möglich ist eine angemessene Pauschale
  • Diese Pauschale hängt ein wenig von den Gerichten ab, welche diese als angemessen ansehen. Mehr als 2,50 € pro Brief sind aber kaum durchsetzbar.
  • Für elektronische Mahnungen sind mehr als 0,01 € nicht angemessen.
  • Sicher, dass es sich ausschließlich um Mahngebühren handelt? Rücklastschriftkosten sind auch Verzugsschaden. Den hast du ebenfalls zu ersetzen. Hier wären maximal 5-6,- € statthaft.
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nun nach einer Woche kam dann die Rechnung mit knapp 10€ Mahngebühren

Durch die Rücklastschrift bist du im Verzug und hast dementsprechend auch Schadensersatz zu leisten. Jedoch erscheinen mir 10,- zu hoch gegriffen. Angemessen wären etwa 3-5 Euro für die Rücklastschrift und maximal ein paar Cent Zinsen

nach der zweiten Woche wollte ich diese wenigstens bezahlen damit ich weiter sportlich aktiv bleiben kann.

Dann mach das doch bitte. Damit kommst du doch dem Inkassobüro zuvor. Das Fitnesstudio muss die Zahlung auch annehmen, ansonsten begibt es sich selbst in Annahmeverzug.

so Handyversicherung konnte auch nicht abgebucht werden habe nun auf die
Rechnung gewartet wieder 10€ Mahngebühren jedoch per E-Mail und Kosten
für die Zahlungserinnerung zu stellen finde ich echt lächerlich für
einen Betrag von 8€.

siehe Oben

Und im Internet bin ich auf einen Artikel gestoßen das man Mahngebühren
erst ab der 2. Mahnung zahlen muss kann mir da jemand weiterhelfen?

Das träfe nur zu, wenn die erste Mahnung erst den Verzug auslösen würde. So ein Fall liegt hier nicht vor

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Kommentar von Jack98765
19.10.2016, 08:01

Banken verlangen Gebühren für Rücklastschriften. Die können durchaus bis zu 7 € und mehr betragen.

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Kommentar von UnbeatableDiva
19.10.2016, 08:07

Ich wollte die Summe bezahlen jedoch möchte Fitnessstudio nichts mehr damit zu tun haben ich solle mich ans Inkasso wenden. Ich finde es aber eine Frechheit das wegen der Mahngebühren die nicht Mals 14 Tage im Verzug waren ich zum Inkasso weitergeschickt werde. 

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Mahngebühren sind laut Gerichtsentscheide irgendwo im Bereich von 3 Euro anzusiedeln. Zuzüglich dann eben Bankgebühren, wenn da was angefallen ist. Man wird dann irgendwo bei zwischen 5 und 8 Euro je Mahnung kommen.

Hinzukommen würde dann auch noch tatsächlich entstandene Kosten, was aber bei dir wohl wegfallen sollte.

http://www.finanztip.de/mahngebuehren/

Ich an deiner Stelle würde mir aber generell mal deine Ausgaben ansehen. Weder ist eine Mitgliedschaft im Fitness-Studio, noch eine "Handy-Versicherung" notwendig. Wenn man schon am Limit ist, sollte man unnötigen ballast abwerfen.

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Kommentar von UnbeatableDiva
19.10.2016, 07:57

Klar nicht nötig, aber diese Sachen habe ich abgeschlossen als es finanziell mir gut ging ich kann auch nichts dafür das sich das Leben plötzlich wendet und mir die Waschmaschine nach 2 Jahren futsch geht es ist ja nur diesen Monat schwierig.

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Kommentar von mepeisen
19.10.2016, 08:17
Hinzukommen würde dann auch noch tatsächlich entstandene Kosten, was aber bei dir wohl wegfallen sollte.

Die kommen doch nicht dazu. Die Mahngebühren und die Rücklastschrift-Gebühren sind bereits die direkt entstandenen Sachkosten. Es ist verboten, gegenüber Verbrauchen mehr zu verlangen, als diese Sachkosten.

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Sind es Mahngebühren oder Rücklastschriftkosten? Oder Mahngebühren + Rücklastschriftkosten? Mahngebühren bis 3€, Rücklastschriftkosten liegen zwischen 0-10€, müssen im zweifel aber nachgewiesen werden. 8€ dürften aber angemessen sein (3€ Mahnkosten + 5€ Lastschrift), ob man jetzt wegen 2€ streitet muss man selbst wissen (theoretisch wären 10€ wie gesagt möglich und man müsste doch zahlen).

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Du bringst da etwas durcheinander. Mahngebühren habe nichts mit den Gebühren für eine geplatzte Lastschrift zu tun. Wenn bei Dir nicht abgebucht werden konnte, verlangt die Bank eine Gebühr, die an Dich weitergegeben wird. Die liegt je nach Bank zwischen 5 bis 8 Euro.

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Es ist unerheblich wie hoch der zu zahlenden Betrag ist, man darf Mahngebühren verlangen. Einerseits fallen beim Unternehmen Kosten an (Rückbuchungsspesen, Bearbeitungsgebühren, Portokosten) und man will damit die säumigen Kunden erziehen pünktlich zu bezahlen.

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Kommentar von franneck1989
19.10.2016, 08:01

(Rückbuchungsspesen, Bearbeitungsgebühren, Portokosten)

Solche internen Spesen und Bearbeitungsgebühren sind gemäß höchstrichterlicher Entscheidung kein zu ersetzender Schaden, sondern vertretbarer Eigenaufwand des Gläubigers. Portokosten sind korrekt, fallen aber bei einer E-Mail weg.

und man will damit die säumigen Kunden erziehen pünktlich zu bezahlen.

So etwas ist nicht im Sinne des BGB

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Das sind zwei verschiedene Dinge: die Erwirkungs eines Vollstreckungsbeschlusses (gerichtliches Mahnverfahren) und die Kosten/Gebühren. 

Gebühren können sofort fällig werden, wenn ein vertraglich Vereinbarter Termin nicht eingehalten wird, das ist üblich und steht im jeweiligen Vertrag. 

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Kommentar von mepeisen
19.10.2016, 08:09

Gegenüber Verbrauchern ist vollkommen egal, was für Gebühren in Verträgen oder AGB stehen. Es dürfen nur maximal die angefallenen Sachkosten verlangt werden (Druckertoner, Papier, Porto). Und das sind keine 10€. Gerichte akzeptieren maximal 1,50€ bis aller höchstens 2,50€. Darüber geht nichts.

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