Mahnung/Rechung per Mail. Inkasso?

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1 Antwort

Widerspreche der Forderung mangels Gläubiger Vollmacht ( 174 BGB ) und mangels transparenter Gebührenerhebung.

Sixt hätte dich wenigstens einmal per Brief anmahnen sollen. E-Mails sind im Rechtsverkehr nichts wert.

Gut 70 € Inkassokosten scheinen zudem zu hoch.

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Kommentar von mepeisen
19.05.2017, 11:40

Stimme zu.

Und kurz zur Erläuterung, denn hier scheiden sich (leider) nach wie vor die Geister.

Gerne wird argumentiert, dass man sich bei einer Rücklastschrift automatisch in Verzug befinden würde. Schließlich bekommt man die Rücklastschrift von der eigenen Bank mitgeteilt (sogenannte Selbst-Mahnung).

Allerdings ist das "überfallartige Einschalten eines Inkassobüros" in der Fachliteratur durchaus extrem kritisch gesehen. So spricht Läckle, auf den sich gerne Gerichte und Rechtsanwälte berufen, sehr deutlich davon, dass das sofortige Einschalten eines Inkassos hier ein klarer Verstoß gegen §254 BGB wäre.

BGH oder gar Bundesverfassungsgericht haben sich dazu bisher nicht äußern können, weil es noch keinen bis dort durchgedrungenen Fall gibt.

Ich würde hier daher auch mit den allgemeinen Argumenten gegen Inkassogebühren kommen. Bedeutet: Mal vom Inkasso den Vertrag zwischen Sixt und Inkasso zeigen lassen. Einen Kontoauszug anfordern, dass die Inkassogebühren von Sixt bezahlt wurden. Usw.

P.S.: Die Hauptforderung, die Zinsen, ggf. Briefporto (max. 2,50€) und Rücklastschriftgebühr (max. 5€) musst du natürlich am besten sofort bezahlen.

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