Mahnung! Wie sollte man sich verhalten?

12 Antworten

Verträge sind einzuhalten, das gilt für beide Parteien. Wenn nun der Mietvertrag eine Miete incl. sämtlicher Betriebskosten, exclusive Wasserkosten vereinbart ist, gilt das so und kann nicht einseitig nach Gutdünken verändert werden. Dass du geschwiegen hast, hat keine Folgen. Auf eine unwirksame Abrechnung braucht nicht reagiert zu werden. Da nun eine Mahnung kam, antworte per Einwurfeinschreiben und berufe dich auf den Vertragstext, demzufolge du lediglich die entstandenen Kosten für Frisch- und Schmutzwasser bezahlen musst. Nur darüber ist über 12 Monate innert der 12 Folgemonate abzurechnen.

Zwar gilt lt. Heizkostenveriordnung), dass Heiz- und Wassererwärmungskosten immer (bis auf definierte Ausnahmen) nach Verbrauch abzurechnen sind. Doch kann das nur für die Zukunft gemacht / geändert werden. Da du bereits seit Längerem ausgezogen bist, ist das irrelevant.



Überhaupt nicht auf sowas reagiern ist immer schade, weil dein vermieter dann ja garn nicht mitbekommt, das er einen fehler gemacht hat.
Du solltest am besten die stelle in deinem Mietvertrag raussuchen, in der drinnen steht, das die nebenkosten voll übernommen werden und ihm einen freundlichen brief schreiben.
Erwähn die entsprechende passage, das du daher die rechnung nicht übernimmst.
Bist du dir auch sicher, das neben kosten voll übernommen werden und nicht nur die betriebskosten?

Zuerst einmal übeprüfe bitte, ob du tatsächlich eine Inklusivmniete abgeschlossen hast. Schau in den Mietvertrag. Falls da eine Klausel auftaucht, die es dem Vermieter gestattet, erhöhte Betriebskosten an den Mieter weiterzugeben, kommst du um die Zahlung nicht herum.

Falls du jedoch wirklich eine lupenreine Inklusivmiete vertraglich vereinbart bekommen hast, hat der Vermeiter keine weiteren Ansprüche bezüglich Nebenkosten an dich zu richten. Allerdings, und hier wird es nun knifflig, hättest du bereits im August auf das Schreiben reagieren müssen. Sollte der Vorgang vor dem Richter landen, kann unter Umständen dein Schweigen als stillschweigendes Einverständnis gewertet werden. Da hast du echt einen Fehler gemacht.

Nun, wie auch immer. Was kannst du jetzt tun? Mein Rat wäre, mit der Rechnung und dem Mietvertrag sehr zeitnah einen Termin bei einem Fachanwalt für Mietrecht oder einer Beratungsstelle eines Mietervereines zu vereinbaren. Schreibe zudem deinen Vermieter an und teile ihm mit, dass du die Rechnung erhalten hast, dass du aber noch prüfen lässt, inwieweit die Ansprüche gerechtfertigt sind und dass du sofern dein Rechtsberater dies bestätigt, die Rechnung dann bezahlen wirst, dass dies aber noch einige Tage dauern würde.

Hier einige Infos zur Inklusivmiete: http://www.hausverwalter-vermittlung.de/blog/inklusivmiete/

. Sollte der Vorgang vor dem Richter landen, kann unter Umständen dein Schweigen als stillschweigendes Einverständnis gewertet werden.

So etwas gibt es nicht. Schuldeingeständnisse müssen immer schriftlich erfolgen. Das schreibt das BGB vor.

Der Tip mit dem Mieterschutzverein ist völlig korrekt. Dort mit Mietvertrag und Zahlungsaufforderung hin gehen und die kümmern sich drum oder erklären, warum man falsch liegt.

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@mepeisen

Der Fragesteller hat nun in einem eigenen Kommentar zu seiner Frage zusätzlich Angaben gemacht.

Und dann gibt es noch den Passus, dass der Vermieter berechtigt ist,  "jede Erhöhung der Bewirtschaftungskosten anteilig zur Miete zu erheben"

Damit ist klar, dass die Forderung berechtigt ist, wie ich ja schon angedeutet hatte.

Die Info

ich wohne da seit 10 Monaten nicht mehr

hätte auch früher kommen können.

Wenn ich ehrlich sein soll - ich fühle mich stets geradezu verar***t, wenn Fragesteller Fakten, die zur sachgemäßen Beantwortung einer Frage von essentieller Wichtigkeit sind, erst tröpfchenweise später und dann nicht mal als Antwort auf einen Kommentar, sondern als eigenen Kommentar geben, so dass man als Ratgeber das gar nicht mitbekommt.
Nach dieser neuen Info ist die Sachlage anders zu bewerten und es kann nur einen Rat geben: zahle die Rechnung, sie ist berechtigt, da kommst du nicht raus.

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@OnkelSchorsch

Wobei natürlich nicht alles unter die bewirtschaftungskosten fällt. Ein Blick könnte sich also lohnen.

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