Mahnung vom Rechtsanwalt - Gesamtforderung hoch und falsche Angaben

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3 Antworten

Zunächst müsstest du dich in Verzug befinden, damit entstandene Kosten dir in Rechnung gestellt werden können. Dies ist im vorliegenden Fall der Fall. Durch die eingetretene Rücklastschrift befindest du dich automatisch in Verzug. Der ursprüngliche Gläubiger der Forderung hat die Forderung in diesem Fall an Sirius Inkasso verkauft, dass kann ich dir bereits sagen. Du kannst dir aber zunächst die Abtretungserklärung anfordern, was im vorliegenden Fall aber nur Zeitspiel sein dürfte...

Sirius hat sodann den Vorgang an Ihre Rechtsanwälte weitergegeben, was ohne Weiteres möglich ist. Jedoch ist zu beachten, dass Inkassokosten + Rechtsanwaltskosten grundsätzlich nicht erstattungsfähig sind.

Aus diesem Grund würde ich der Mahnung der RAe widersprechen und um korrigierte Zusendung bitten, da die berechneten Inkassokosten nicht erstattungsfähig sind. Die berechneten Rechtsanwaltskosten sind in dieser Höhe angemessen und durchsetzungsfähig. Diese wirst du bezahlen müssen.

Zahlungen an den Gläubiger bringen in diesem Fall nichts, da die Forderung verkauft wurde.

Abschließend sei angemerkt, dass Sirius def. nicht zu den Inkassobüros gehört, die viel rumbluffen. Zahlt der Schuldner nicht, so wird die Forderung mit allen Mitteln beigetrieben. Das soll für dich heißen, zahle, solange der Betrag noch so gering ist. Spätestens wenn das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet ist, wird es unangenehm.

Kleiner Tipp am Rande: Ratenzahlungen solltest du umgehen, da für eine solche eine Einigungsgebühr (1,5er RVG Gebühr) berechnet wird!

Zunächst ist es die neueste Masche von Sirius, auf das Konto, von dem gebucht werden sollte einen Minibetrag von 5 -15 Cent zu überweisen. Kommt dieses Geld nicht zurück, existiert das Konto noch. Mit der Überweisung wird im Buchungstext die Aufforderung zum Rückruf verschickt.

Mal unter uns, eine Lastschrift dieser Art dauert 2-3 Tage. Haben Sie denn beim Bezahlen noch nicht gewusst, dass das Konto unmittelbar danach aufgelöst wird?

Wenn Sie nicht schnell reagieren, könnte der Anwalt sogar noch Betrug konstruieren.

Die Zinsen werden sich im Minimalbereich ansiedeln, aber 20,- für Sirius sind da schon mal drin. Die Anwaltskosten entsprechen dem Minimalsatz der Gebührenordnung.

Sie sollten zahlen und das Ganze unter persönlichem Erfahrungswert ablegen.

Nicht ganz korrekt.

Die Masche fährt Sirius nicht erst seit kurzem sondern seit geraumer Zeit. Grundsätzlich überweist Sirius nach erfolgter Titulierung bzw. unmittelbar vor Einleitung einer Kontenpfändung 0,11€ mit dem Verwendungszweck "Bitte anrufen...." auf das vermutete Bankkonto des Schuldners. Parallel dazu wird der Kunde ggfls. nochmals angeschrieben und und Rückruf gebeten.

Was der Schuldner oftmals nicht versteht. Das ist die letzte Möglichkeit, die Kontenpfändung zu umgehen, denn nach 10-14 Tagen macht Sirius ernst, sofern die 0,11c. nicht zurückkommen....

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@PGInkasso

Eine Kontopfändung ohne PfÜB?

Maximal doch wohl Forderungseinzug.

Und ich kenne mehrere Schuldner, bei denen der Betrag variiert.

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@paps1959

Nein, es sind IMMER 0,11€. Deshalb wird die Maßnahme intern auch 0,11€ Aktion genannt. Ausnahme ist das Mandat EasyCash, da wird eine ähnliche Methode aus anderen Gründen veranlasst.

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Was mir noch eingefallen ist. Hier könnten in der Tat die Voraussetzungen für einen Eingehungsbetrug gem. § 263 StGb vorliegen.

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