Mahnung Mahnverfahren Fristen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Ich weiß Gesetzlich komm der Kunde (Schuldner) nach 30 Tagen in Verzug nach erhalt der Rechnung.

Nur wenn dein Kunde KEIN Verbraucher nach § 13 BGB ist.

Bei Verbrauchern ist i.d.R. dennoch eine Mahnung erforderlich oder eben ein deutlicher Hinweis auf die 30-Tage. Problem bei der Sache ist, du musst nachweisen, wann die Mahnung zugegangen ist.

Muss ich diesen denn Anmahnen, damit ich den Verzug einleite, oder passiert das dann Automatisch?

Du solltest zur eigenen Sicherheit, besonder wenn deine Kunden Verbraucher sind, immer mahnen. Schick die Mahnung auf zwei Wegen (Email und Post).

Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 30 Tagen fällig"

Unzureichend gegenüber Verbrauchern! Fälligkeit ist was anderes als Verzug!

Stimmt das?

Ja stimmt. Ggf. sind aber auch 7 bis 10 statthaft. Weniger ehr nicht.

Wieder 3 Mahnschreiben

Wieso sollte man 3 Mahnschreiben schicken? Die erste Mahnung begründet den Verzug, wenn er nicht automatisch eintritt. Die zweite und dritte Mahnung haben rechtlich keine Relevanz.

Die Aussagen zur der Versicherungsthematik ergeben für mich nicht ganz einen Sinn. Der Versicherungsnehmer ist der Mensch, der die Versicherung abschließt. Er ist aber was anderes als der Versicherer oder ggf. auch die versicherte Person.

Daher hätte ich hier gerne noch mal eine Klarstellung zu.

Das Thema ist mir etwas zu hoch

Wenn du dies als Kaufmann nicht hinkriegst, solltest du einen Rechtsanwalt damit bemühen.

Danke auf jeden Fall für deine Hilfe !

Sorry für die Wirr verteilten Infos in meiner Frage ;)

Also es geht im ganzen um Kfz-Unfallschäden.

Der VN fährt meinem Kunden ins Auto. der VN ist ja dementsprechend verpflichtet das Auto in seinen Ursprungszustand "1 Sekunde vor dem Unfall" wiederherzustellen.

Natürlich ist der VN ja Versichert, also springt für den Schaden die Versicherung ein. Nun meint die Versicherung natürlich "wir Zahlen erstmal die Hälfte und dann ignorieren wir alles was uns nicht passt" (ja ich werde emotional bei denen ^^ diese Mistkerle)

Für den Fall das die Versicherung den benannten Schaden jedoch nicht voll ausgleicht, muss leider der VN jetzt für die Inkompetenz der Versicherung bluten, da der Schaden ausgeglichen werden muss. (ich weiß die wollen ja auch alle nur Kosten sparen)

0
@crannec

Es ist hier auch die Frage wie er Versichert ist. Am besten holst du dir hierzu einen Rechtsanwalt. Ist ja schon etwas Komplexer und mit Versicherungen muss man eh immer aufpassen. Die wollen halt nicht Zahlen wenn Sie nicht müssen!

0
@crannec

Der VN fährt meinem Kunden ins Auto.

Nicht zwingend.

Halter, Fahrer und VN können 3 verschiedene Personen sein. Der Anspruch des Geschädigten richtet sich gegen den Schädiger (Fahrer) bzw. den Versicherer als Risikoträger der KFZ-Haftpflicht.

Gegen den Versicherungsnehmer oder Halter besteht i.d.R. kein Anspruch.

"wir Zahlen erstmal die Hälfte und dann ignorieren wir alles was uns nicht passt"

Eine Haftpflichtversicherung hat zwei Aufgaben:

  1. Berechtigte Ansprüche zu begleichen
  2. Unberechtigte abzuwehren

Daher werden die natürlich sämtliche Forderungen prüfen. Der Geschädigte als Gläubiger unterliegt der Schadensminderungspflicht. Um den Zustand vor Unfall wiederherzustellen und die Ansprüche nach § 823 BGB zu befriedigen, ist der günstigste Weg zu nehmen (§ 254 BGB).

Für den Fall das die Versicherung den benannten Schaden jedoch nicht voll ausgleicht, muss leider der VN jetzt für die Inkompetenz der
Versicherung bluten

Wer hat dir denn das erzählt?

Die Versicherung wird den eigenen Versicherungsnehmer und letztendlich natürlich versuchen sich selbst zu schützen. Aber ein Anspruch gegen den Versicherungsnehmer ergibt sich nicht.

0

Üblich ist es bei nichtzahlung erstmla snach etwa zwei Wochen eine Erinnerung zur Zahlung zu schicken. Ab 30 Tage nach erhalt der Rechnung kommt man in die erste Mahnstufe -> danach dann 2 und 3.

Du darfst dir die Verzugszinsen ebenfalls berechnen lassen sollte es länger dauern. (Sofern ich mich hier nicht irre).

Ansonsten musst du mit ihm klären wie die Zahlung auszusehen hat. Dort setzt ihr dann wieder eine Frist und ab da läuft das Verfahren dann von neu. Am besten aber eine Einmalzahlung in höhe der Schulden einfordern. (ggf. Zinsen). 


-> Sprich die Zahlung hat so zu sein, wie es in der Rechnung angegeben ist.

Danke

0

Wenn der Kunde ein Verbraucher ist, gilt bei Rechnungen folgendes:

Auf der Rechnung steht z. B. Zahlung fällig innerhalb von 10 Tagen, oder aber innerhalb von 30 Tagen. Oder ein anderes Zahlungsziel.

Überschreitet der Kunde das vermerkte Zahlungsziel, so befindet er sich in Verzug. Danach kann man ihn zur Zahlung anmahnen.

Es bedarf nur einer Mahnung und keine mehreren, da mit einer Mahnung der Verzug schon festgestellt wurde.

Wenn ein Zahlungsziel von 30 Tagen vereinbart wurde und der Kunde hat noch nicht bezahlt, läuft da nichts automatisch. Du solltest ihn dann mittels Mahnung zur Zahlung auffordern. Bei einem Zahlungsziel von 30 Tagen ist es auch erforderlich, dass der Kunde (Verbraucher) auf die Folgen hingewiesen wird, wenn die eingeräumte Zahlungsfrist überschritten wird. Z. B. Verzugszinsen, Mahngebühren usw.

Ist der Kunde kein Verbraucher gilt § 13 BGB, soweit mir bekannt.

Wenn wie in deinem Falle angemerkt der Kunde seine Forderung an die Versicherung , an dich abtritt, wäre ich vorsichtig. Du hast dann das Problem mit der Versicherung, so diese nicht alles zahlt. Dann musst du dich extra und zusätzlich mit dem Kunden auseinandersetzen.

Kein Problem ist es hingegen, wenn klargestellt ist, dass die Versicherung die Kostenrechnung übernimmt. Das ist eigentlich bei Reparaturarbeiten heute gang und gäbe bei Werkstätten, wenn es sich um Schadensfälle handelt. Die Werkstatt lässt sich vom Kundne die Abtretungserklärung unterschreiben und holt bei der Versicherung ihr Geld. .

Frei vereinbarte Zahlungsfristen sind bindend. Die dürfen auch unter der BGB-Frist von 30 Tagen liegen. Wenn Du vereinbarst "14 Tage", ist der Kunde ab dem 15. Tag in Verzug.

Mahnungen sind gesetzlich überhaupt nicht notwendig: Verzug ist auch ohne Mahnung Verzug.

Welches Ziel Du bei einer Mahnung angibst, ist wiederum Dir überlassen. Der Kunde befindet sich sowieso bereits im Verzug.

Bei einer Teilzahlung kann für den Restbetrag entweder ein Ziel vereinbart werden oder nicht. Wird nichts weiter vereinbart, ist der Rest wieder innerhalb von 30 Tagen fällig. Ab dem 31. Tag ist der Kunde dann wieder im Verzug.

Also bei der Teilzahlung verstehe ich das jetzt so, dass er theoretisch 1€ bezahlt und hat wieder 30 Tage oder die vereinbarte Zeitspanne Zeit?  

0

Was möchtest Du wissen?