Mahnkosten, Inkassokosten berechtigt? Verhältnis ist fragwürdig?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Die Inkassovergütung nach RVG zu berechnen ist schon mehr als frech und anmaßend.

Auch der Rest ist nicht zulässig, da der Gläubiger eine sog. Schadensminderungspflicht hat. Solche "Rechtsverfolgungskosten" aus offenen Forderungen unterliegen dem Schadensersatzrecht des BGB. Daher sind nur Kosten und Beträge zulässig, die unvermeidlich und angemessen sind um die Verfolgung der Ansprüche in einem angemessenen Verhältnis zur Hauptforderung zu gewährleisten.

Daher wäre zuerst der beweis des Gläubigers zu führen, dass eine Inkassofirma nötig war und die Ermittlung der Bonität und nicht eine einfache Zahlungsaufforderung mit Hinweis auf weitere Kosten gereicht hätte. Angemessene Verzugskosten, sofern der Verzug ohne Mahnung bestand, sind ca. 5 bis 15 €

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von geheim007b
12.09.2016, 17:54

"die unvermeidlich und angemessen sind"

soweit richtig. Was angemessen ist ist allerdings sehr fliesend und hängt von vielen Faktoren ab.

"in einem angemessenen Verhältnis zur Hauptforderung"

das halte ich für falsch. Sie müssen im verhältniss zum Aufwand der Betreibung sein, nicht zur HF... sonst bräuchte man rechnungen von 5€ ja gar nicht mehr bezahlen. Es bedürfte aber einer gesetzlichen Regelung was angemessen ist.

1

Forderung unverzüglich an Gläubiger (nicht an Inkasso) überweisen, zzgl. je € 2,50 pro Mahnung. Schreiben an Inkasso mit Untersagung der Datenweitergabe an Dritte und Erklärung, dass Forderung beglichen ist samt angemessener Kosten und allen weitergehenden Forderungen vollumfänglich widersprochen wird. Dann weitere Bettelbriefe des Inkassos ignorieren, sollte ein MB eintrudeln (wird es nicht), Widerspruch fristgerecht abgeben, fertig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Normal ist das nicht, eher übliches Inkassounwesen.
Mit dem Inkasso brauchst Du Dich gar nicht auseinandersetzen.
Zahle die 24,90€ an den ursprunglichen Gläubiger, nicht an das Inkasso, damit die Hauptforderung erledigt ist.

Anschließend abwarten, ob die ihre Inkassogebürhen einklagen werden.
Dafür müssten die ihre Kosten begründen, falls sie vorhaben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kein lastschrift rückläufer? 

Ansonsten : überweise gerundet 30 euro zweckgebunden (24.90 hf, 5.10 verzugskosten) direkt an den Gläubiger (nicht ans inkasso) 

Rechne mental trotzdem mit weiteren briefen 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Einfach die ursprüngliche Forderung begleichen! Fertig! Alle andere Gebühren stammen nur von den Geiern, die mitverdienen wollen, obwohl sie gar keine Leistung erbracht haben, und sind nicht rechtens! Das machte ich früher genauso .....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

dieser Inkasso-Geier kann dir gar nichts. Hast du eine Mahnung bekommen ?Du bezahlst an den Lieferanten und damit hat sich das Thema.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Keine erste Mahnung oder Ähnliches?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Amtsschimmel25
12.09.2016, 15:31

Ist nicht gesetzlich vorgeschrieben wenn die Rechnung so gestaltet ist, das man nach Anlauf einer gesetzten Zahlfrist automatisch in Verzug kommt. Hilf aber im Regelfall wenn die Kunden die Rechnung versehentlich vergessen.

0

Was möchtest Du wissen?