Mahngebühren über Inkasso?

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5 Antworten

Nein das ist nicht rechtens. Wenn die unbedingt noch die Mahngebühr haben wollen, soll dein Mann direkt an den Gläubiger (nicht ans Inkasso) 2,50 Euro pro Mahnbriefchen überweisen.

Das inkassobüro ignorieren

Vgl. §§ 4 RDGEG i.V.m. § 11a RDG, § 254 BGB.

Rein theoretisch gehören Mahngebühren zum zu ersetzenden Verzugsschaden. Allerdings gibt es da gewisse Einschränkungen.

  1. Ist die erste Mahnung verzugsbegründend, so hat diese kostenfrei zu erfolgen.
  2. Das Erstellen (meist automatisch) eines Mahnbriefs inkl. Papier, Porto, Tinte, Umschlag kostet keine 6,- € (selbst dann nicht wenn dies als Einschreiben versandt würde), daher können auch keine 6,- € gefordert werden. Zwar erlaubt die Rechtsprechung Pauschalen, diese müssen aber den durchschnittlichen Preis korrekt wiedergeben. Ein Gewinn darf dem Unternehmen durch die Mahnung nicht entstehen, daher pro Brief maximal 2,50 €.
mepeisen 07.02.2015, 21:33
daher pro Brief maximal 2,50 €.

Und um das noch einmal klar zu sagen: Das ist die absolute Höchstgrenze, die Gerichte gegenüber Verbraucher erlauben.

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Wenn die Mahnung vor der Überweisung bei euch war..sollte es schon rechtens sein!

Zieh es ihm vom Taschengeld ab ;-))

franneck1989 07.02.2015, 12:25

Nein, das ist nicht rechtens

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Ja, die Mahngebühren steigen mit der Zeit. Meine Mutter hatte mal nen Rechnungsstreit mit nem Handyunternehmen und die haben ihr dann einen hübschen blauen Brief geschickt. Sie hat die Mahngebühren und die Rechnung dann bezahlt, aber offenbar in einem Zeitraum, wo die Mahngebühren kurz darauf wieder erhöht wurden. Das ist dann auch sehr schön Ironie aus.

franneck1989 07.02.2015, 12:24
Ja, die Mahngebühren steigen mit der Zeit

Das ist rechtlich gesehen absoluter Unsinn

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mepeisen 07.02.2015, 21:37
@Kodama22

Wie das in Österreich ist, weiß ich zwar nicht. Aber wenn es bei euch so ist, dann ist das definitiv ein gewaltiger Unterschied zu Deutschland. Mit Mahnungen dürfen in Deutschland nur die direkten Kosten (Briefporto u.ä.) abgegolten werden. Strafgebühren oder "steigende Mahnkosten" sind einfach nicht begründbar bei uns in Deutschland.

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Geheim0815 09.02.2015, 10:48
@mepeisen

in Österreich ist das wesentlich besser geregelt. Auch klare vorgaben was wo wann als Mahnkosten berechnet werden darf (und die sogar kostendeckend). Sollte Vorbild für Deutschland sein.

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Mahngebühr muss du auch nicht zahlen, Es sei denn es ist Säumniszuschlag, da besteht die Pflicht!

Uhrhexe 07.02.2015, 10:50

Und wo ist denn da der Unterschied?.

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MArFeo 07.02.2015, 14:18
@Uhrhexe

Mahngebühren stellen Firmen freiwillig in Rechnung als zusätzlichen Aufwand (Zeit, Briefmarke...) auf gut Glück! Der eine zahlt es, der andere nicht. So werden zusätzliche Kosten ausgeglichen.... Säumniszuschlag ist allerdings ein Verwaltungsaufwand, gesetzlich vorgeschrieben und ist immer zu zahlen...!

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kevin1905 07.02.2015, 15:05
@MArFeo
Säumniszuschlag ist allerdings ein Verwaltungsaufwand, gesetzlich vorgeschrieben und ist immer zu zahlen...!

Das BGB kennt im Vegleich zum SGB oder zur AO keine Säumniszuschläge.

Wenn du Zinsen meinst, diese wären zu erstatten, i.H.v. 5% über Basis, ab dem Moment wo Verzug vorlag.

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mepeisen 07.02.2015, 21:35
@MArFeo

Es dürfen bei Mahngebühren weder Zeitaufwände noch Personalaufwände in Rechnung gestellt werden.

Säumniszuschlag ist allerdings ein Verwaltungsaufwand, gesetzlich vorgeschrieben und ist immer zu zahlen...!

So etwas gibt es im Zivilrecht gegenüber Verbrauchern schlichtweg nicht. Strafzahlungen u.ä., all das ist schlichtweg nicht erlaubt. Siehe auch Kevins Erläuterung.

Mahngebühr muss du auch nicht zahlen

Doch, muss man. Denn die tatsächlich entstehenden Kosten, wie Briefporto u.ä. müssen im Verzugsfall erstattet werden. Lediglich die verzugsbegründende Mahnung (in der Regel die 1. Mahnung oder Zahlungserinnerung) muss streng genommen kostenfrei erfolgen.

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