Mahngebühr von Sky Deutschland Fernsehen GmbH über 20 Euro gerechtfertigt?Wo bekomme ich Hilfe?

5 Antworten

Mahngebühren – Wie hoch dürfen diese sein?

Die Höhe der Mahngebühren ist gesetzlich geregelt. Hierbei greift ein Gesetz im BGB, das besagt, dass Geschäfte mit Verbrauchern den Basiszinssatz von 5% nicht übersteigen dürfen. Diese Verzugszinsen sollen alle Kosten, die dem Gläubiger durch die Nichtzahlung der Rechnung entstanden sind, abdecken. Zudem dürfen Zweitmahnungen nicht höher als 2,50 Euro sein. Denn bei diesen Mahnungen werden lediglich das Porto und das Briefpapier in Rechnung gestellt, um die erneute Erinnerung an die noch offene Rechnung zu versenden.

Also das Geschäftsgebaren der Sky Deutschland GmbH ist mehr als fragwürdig, das ist richtig. Ich habe auch schon Mahn- und Rücklastschriftgebühren bezahlen müssen. Da sagt der eine oder andere "selber Schuld" oder "ist dein Problem". Den Kommentar könnt Ihr knicken, nebenbei bemerkt. Nicht jeder ist gleich selbst Schuld an einer nicht eingelösten Lastschrift.

Zitat: "Das OLG Koblenz hat mit Urteil vom 30.09.2010 (Az. 2 U 1388/09) dem Webhostinganbieter 1&1 untersagt, eine allgemeine Geschäftsbedingungen weiter zu verwenden, nach der Kunden eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 9,60 EUR für Rücklastschriften zu zahlen hatten. Solche Klauseln findet man gerade bei Massenanbietern sehr häufig. Zutreffend hat das Oberlandesgericht entschieden, dass diese unwirksam sind. Häufig wird seitens der Anbieter argumentiert, mit einer Rücklastschrift sei ein hoher Bearbeitungsaufwand verbunden, den der Kunde billigerweise tragen müsse. Das widerspricht aber der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Dieser vertritt mit guten Argumenten die Auffassung, dass allgemeine Kosten der Buchhaltung nicht auf den Kunden abgewälzt werden können. Diese Kosten müssen bei der Kalkulation der Preise mit eingerechnet sein. Nur die tatsächlich anfallenden Zusatzkosten, die nicht mehr der allgemeinen Buchhaltung zuzurechnen sind, kann ein Anbieter erstattet verlangen. Nach dem Lastschriftabkommen der Kreditinstitute berechnen diese untereinander übrigens lediglich einen Betrag von 3 EUR. Die selbe Argumentation gilt meines Erachtens auch für Mahngebühren. Diese werden mittlerweile durch zahlreiche Anbieter in exorbitanter Höhe verlangt. Dabei dürfen auch hier nur die tatsächlich entstandenen Zusatzkosten verlangt werden. Also beispielsweise die Kosten für eine Briefmarke. Bei Mahnungen, die ausschließlich per E-Mail erfolgen, dürfte gar keine Mahngebühr erhoben werden."

Gut hat zwer weniger mit Sky zu tun trifft aber auch zu. Einfach weiter Googeln. Da steht genug drin.

Ich habe es auch bekommen mit 20€ Vertragsstrafe

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