Mahnbescheid trotz Zahlung?

3 Antworten

Inzwischen kommt der Mahnbescheid in das Haus des Gläubigers.

Sicher dass der nicht zum Schuldner ging?

Wer muss die Kosten des Gerichts zahlen?

Der Gläubiger beauftragt den Mahnbescheid, also zahlt er die Kosten.

Es gibt einen gültigen Ratenzahlungsvertrag der die Kosten des MB nicht inkludiert, also muss der Schuldner diese auch nicht übernehmen.

So lange der Schuldner sich an den Plan hält darf der Gläubiger keine weiteren Vollstreckungsmaßnahmen ergreifen oder die Forderung weiterbetreiben. Schon gar nicht auf Kosten des Schuldners (§ 254 BGB).

Wenn du die Schuld beglichen hast (hoffentlich per Banküberweisung mit entsprechender Anmerkung und nicht in bar), dann kann dir der Gläubiger nichts mehr - denn du hast ja die Schuld bezahlt.

Wer hat die Schulden? Der Schuldner. Der zahlt. Lerne: keine Schulden machen und/oder rechtzeitig bezahlen,

Klar. Allerdings hat der Gläubiger auf das Ratenangebot keine Antwort gegeben und trotz Ratenzahlung ein Mahnbescheid beantragt.

0
@blueskyx12

Aber in der Frage steht auf einmal doch etwas von einer Einigung zur Ratenzahlung?

Wat denn nu?

Gibt es eine Vereinbarung und was steht da drin?

1

Der Gläubiger hat das Gericht angerufen, also zahlt er die Kosten.

Die Ratenzahlung war schon im Gange ergo gab es für den Gläubiger keinen Grund das gerichtliche Mahnverfahren loszutreten, ergo keine Erstattungspflicht.

0
@extrapilot351

Bevor ihr euch hier gegenseitig "auslacht".

Ich denke, der TE hat sich hier missverständlich ausgedrückt.

Denn er schreibt einerseits, dass der Gläubiger nie geantwortet hat. Ergo: Es gibt erst mal überhaupt keinen Ratenzahlungsvertrag.

Dann schreibt der TE, dass der Gläubiger und Schuldner sich "nach Fristablauf" dann doch geeinigt hätten.

Die Frage, die sich stellt: Wie war denn nun der Zeitablauf? Einfach eine Ratenzahlung vorschlagen und einfach eine Rate bezahlen führt nicht dazu, dass es einen wirksamen Ratenzahlungsvertrag gibt. Wie du richtig schreibst, extrapilot, muss der Gläubiger die Ratenzahlung nicht akzeptieren.

Andererseits hat Kevin Recht, wenn es nun wirklich eine beiderseitig (!) vereinbarte Ratenzahlung gibt, bevor der Gläubiger den Mahnbescheid beantragt hatte. Denn sofern ein Gläubiger nicht ausdrücklich die Titulierung vorbehält als Bedingung für die Ratenvereinbarung, solange verstößt er auch gegen die Schadensminderungspflicht. Zudem ist durch die Ratenzahlung auch (solange sie eingehalten wird) vorläufig gar nichts mehr fällig.

Also: Entweder der TE stellt klar, was nun wirklich der Ablauf ist oder ihr habt einfach beide Recht ;-)

2

Was möchtest Du wissen?