Mahnbescheid 1&1 Web.de nach bestätigter Kündigung?

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3 Antworten

Ausgehend von deinen ganzen anderen Antworten: Lass es drauf ankommen. Wenn das immer im Voraus war, hast du ja Anfang 2015 für das Jahr 2015 bezahlt und die Restmonate 2016 längst bezahlt.

Deine Kündigung war zwar nicht perfekt formuliert, aber das verlangt auch keiner. Du hast gekündigt, du hast eine Bestätigung, dass die Kündigung einging. Damit ist aus rechtlicher Sicht der Fall komplett erledigt. Und zwar zu deinen Gunsten.

Sie teilten mir mit, dass die Forderung aufgrund der im letzten Jahr "angefallenen Kosten" zustande kam

Das ist eine gerade zu absurde und verschwurbelte Erklärung, die im Grunde sagt "Keine Ahnung, können und wollen wir nicht erklären."

Ohne konkrete Angabe, für exakt was das sein soll, musst du nichts bezahlen. Die "anfallenden Kosten" müssen begründet werden und vor allem: Anhand des Vertrages auch tatsächlich von dir zu bezahlen.

Ich würde hier im übrigen folgendes machen: Beschwerde beim OLG Hamm (kostet nur Briefporto). Gegenstand der Beschwerde: Das Inkasso Infoscore ist auf die Zuhilfe eines Anwalts angewiesen. Damit zeigt es deutlich, dass es sachlich und fachlich hoffnungslos überfordert ist. Ihm ist daher von Amts wegen die Lizenz zu entziehen. Zudem hat es in der Vergangenheit das Aufsichtsgericht angelogen, denn es hat ausdrücklich erklärt, es werde niemals eine Kostendopplung über Anwälte gemacht und es werde nie ein Anwalt zusätzlich hinzu gezogen. Es hat zudem gegen §11a RDG verstoßen, denn es fordert zum einen Geld aus einem fristgerecht gekündigten und per Vorkasse stets bezahlten Vertrag und es konnte nach Aufforderung nicht vernünftig erklären, was der eigentliche Gegenstand der Forderung ist. Denn die vertraglich vereinbarte Gebühr war es offenbar nicht. Der Verweis auf angefallene Kosten, ohne diese beim Namen zu benennen, verstößt gegen die Pflichten des §11a RDG.

Du kannst dann mal ein lustiges Schauspiel beobachten, wie die sich aus dieser Nummer der nachgewiesenen gesetzesverstöße rauswinden. :-)

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rosenhome 09.09.2016, 18:47

Den Brief ans OLG werde ich schreiben!

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Hast du denn damals bereits gezahlt und wenn ja, für welchen Zeitraum?
Du schreibst ja auch, das du jedes Jahr Mahnungen bekommen hast... also gibt es doch offene Rechnungen.

Überprüfe nochmal genau, für wann du bezahlt hast und was offen ist.

Grundsätzlich musst du offene Forderungen begleichen, dazu kommen noch die Kosten für den Mahnbescheid sowie Mahngebühren.

Ich gehe davon aus (ohne wirklich alle Infos zu haben), das die Forderungen rechtens sind und du vor Gericht wahrscheinlich verlieren würdest.
Die Kosten richten sich nach dem Streitwert zuzüglich Anwaltsgebühren. Dafür gibt es Online-Rechner.

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rosenhome 09.09.2016, 14:40

Da ich die Zugangsdaten nicht mehr hatte, bin ich nie in Genuss der Original-Rechnungen gekommen. Allerdings war bis zum letzten Jahr eine Einzugsermächtigung gültig und erfolgreich ausgeführt worden. 

Mahnungen, stimmt also nicht, war nur eine. Nämlich die letzte, von 2015 nachdem ich die Einzugsermächtigung widerrufen hatte um an die Kündigungsadresse zu kommen. 

Den Betrag von 2015 hatte ich aber dann sofort bei Erhalt der Mahnung beglichen. Die Laufzeit ist mir nicht bekannt, da ich keine Rechnungen zu Gesicht bekam.

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lordy20 09.09.2016, 14:59
@rosenhome

Lass dir mal von der Anwaltskanzlei die Rechnung geben, auf die sich der Mahnbescheid bezieht.
Dann kannst du überprüfen, ob die von deinem Konto abgebucht wurde.

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rosenhome 09.09.2016, 15:05
@lordy20

Der hatte mich angerufen. Ich hatte eigentlich mit ihm besprochen dass er mir die Rechnung zuschickt, damit ich selbige prüfen kann. Stattdessen kam der Mahnbescheid.

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lordy20 09.09.2016, 17:15
@rosenhome

Frag auf jeden Fall nochmal wegen der Rechnung an.
Das ist für dich extrem wichtig, die müsstest du genau prüfen.

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rosenhome 09.09.2016, 18:11
@lordy20

Da die Abbuchungen immer vorneweg für das laufende Jahr stattgefunden haben und somit im Februar 2015 für die Laufzeit bis 2016 bezahlt wurde, ist die Forderung meines Erachtens ungerechtfertigt.

Die Rechnung werde ich anfordern, aber wohl eher nicht bekommen.

Jetzt konzentriert sich die Aufmerksamkeit noch auf die Kündigung, ob diese rechtens ist. (siehe obigen Kommentarverlauf)

Immerhin wurde ja seitens 1&1 die Kündigung auf März 2016 "vorgemerkt". Sie haben sie also erhalten. Wenn sich Tausende auf die Hinterfüße stellen, statt klein beizugeben, hören diese Machenschaften vielleicht mal auf bei 1&1 Web.de

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Hallo rosenhome,

ich vermute mal du meinst 2014.

Was hat dieser Vertrag denn für eine Kündigungsfrist? Schau mal in die AGBs.

"Kündigung vorgemerkt" ist doch rechtlich noch keine Kündigungsbestätigung, sondern eher eine Grauzone. Die Formulierung scheint aber bei Providern beliebt zu sein.

Nathan

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rosenhome 09.09.2016, 14:45

13. Kündigung und Einstellung der Dienste

Sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, können Verträge von beiden Parteien mit einer Frist von vier Wochen gekündigt werden.

--> Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob die Rechnung fürs abgelaufene Jahr ist, oder fürs kommende...

Unterlagen zum Vertrag aus 2004 habe ich keine mehr...

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NathanDerWeisEs 09.09.2016, 14:57
@rosenhome

Dann fordere eine Kopie der letzten Rechnung an. Da muss ja detailiert stehen für was und welchen Zeitraum.

Danach schaust du deine Kontoauszüge durch ob die Zeiträume alle beglichen sind.

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rosenhome 09.09.2016, 15:04
@NathanDerWeisEs

Gute Idee. Die Jahre 2014 und früher sind regulär per Einzugsverfahren abgebucht worden. Jeweils jährlich. Es geht wohl um die Fragen 

1. ob die Laufzeit vorab oder nachträglich zu zahlen sind/waren

das ist mir aus den AGBs ( https://agb.web.de/WEB.DE/AGB/ ) nicht ersichtlich.

2. ob der Betrag in voller Höhe rechtens ist, nachdem ich zum 15.12.2015 gekündigt hatte und da ja noch kein Jahr voll war.

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rosenhome 09.09.2016, 15:36
@rosenhome

Nachtrag Kündigungstext:

An web.de

Kundenservice

Breuerstraße 48

76135 Karlsruhe

Kundennummer XXXXXXXXXX

Kündigung

Rosenheim, den 15.12.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich unser Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung und widerrufe die Einzugsermächtigung des Beitrags von meinem Konto.

Kundennummer / Vertragsnummer

XXXXXXXXXXXXXXXXXX

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NathanDerWeisEs 09.09.2016, 15:53
@rosenhome

"mit sofortiger Wirkung" - Da sollte schon die Kündigungsfrist berücksichtigt werden!

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NathanDerWeisEs 09.09.2016, 15:55
@rosenhome

Dann schau wann die erste Abbuchung vorgenommen wurde. Meistens wird ja vorab eingezogen.

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rosenhome 09.09.2016, 16:07
@NathanDerWeisEs

Jetzt sind es aber 193,30 und keine 28 Euro mehr. Gerichtskosten laut Rechner zzgl 105 Euro. 

Wäre also bei Widerspruch ca. 300 Euro. Das Kind liegt schon im Brunnen :-)

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