Mahnbescheid- was tun?

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6 Antworten

Es gibt zwei Möglichkeiten bei berechtigten Forderungen:

A) Sofort komplett bezahlen (wenn du das Geld inzwischen auftreiben kannst). Dann kannst du dem Mahnbescheid per Kreuz vollständig widersprechen, damit das Mahnverfahren gestoppt ist.

Du kannst ggf. parallel den Gläubiger/Anwalt anschreiben und erklären "Ich habe widersprochen, da vollständig bezahlt". Dann gibt es auch normalerweise keine Diskussionen mehr. Sollte der Gläubiger dennoch weitermachen mit einer Klage, legt man den Überweisungsbeleg bzw. Kontoauszug vor, sobald man gefordert wird, sich zu verteidigen.

B) Den Mahnbescheid akzeptieren. Jede Form eines Widerspruch treibt bei berechtigten Forderungen nur die Kosten in die Höhe. Und diese mehreren hundert Euro für Gerichte und Anwälte kannst du dir sparen.

Wichtig wäre nur, was alles im Mahnbescheid an Gebühren steht und ob das alles korrekt ist. Dazu kannst du ggf. mal alles auflisten, was im Mahnbescheid steht. Also die Positionen und die Höhe. Auch, was zu den Zinsen da steht.

Denn unberechtigte Gebühren kann man auch per Teilwiderspruch gezielt widersprechen.

Ansonsten: Wenn du abbezahlen kannst, dann tue es. Du kannst jederzeit parallel bezahlen, auch Teile. Du brauchst dafür keine Erlaubnis des Gläubigers. Gerade wenn Inkassos/Anwälte im Spiel sind, empfiehlt es sich, einfach parallel zu zahlen, erst mal mit Verwendungszweck "Nur Hauptforderung". Was weg ist, das ist weg.

Und so blöd es klingt: Ratenzahlungen mit einem Inkasso und Anwalt bedeuten erneut horrende Gebühren, mindestens rund 100€ (je nach Streitwert). Wenn die aber einen Gerichtsvollzieher schicken und du machst mit dem eine Ratenzahlung aus, ist es deutlich billiger.

Unbedingt Kontakt mit dem Gläubiger aufnehmen . Es besteht dann die Möglichkeit auf eine Rückzahlung von für dich erträglichen Raten. Sollte gegen dich nämlich ein Vollstreckungstitel geltend gemacht werden so endet das womöglich mit einem Negativen Schufaeintrag.

Ich konnte den Kredit nicht rechtzeitig abzahlen, da kam die erste Vereinbarung von einer monatlichen Summe .. aber ich konnte auch diese Summe zweimal nicht bezahlen und jetzt kam der Bescheid.. Ich rufe am Besten an und versuche meine Situation zu erklären.. wenn der Gläubiger es akzeptiert.. muss ich trotzdem Widerspruch einlegen bzw. was muss ich tun?

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@workinghard

Auftraggeber für einen Mahnbescheid ist ja der Gläubiger bzw. dessen Anwalt oder deren Inkasso. Also kann der Antragsteller auch diesen gerichtlichen Mahnbescheid zurücknehmen. Dazu muß er sich nur mit dem zuständigen Amtsgericht in Verbindung setzen. Ein Widerspruch macht nur dann Sinn wenn nachweisen kannst das Forderungen unbegründet sind. Was bei dir ja nicht der Fall ist. Im Endeffekt bleibt es dennoch bei der Forderung und es könnten noch mehr kosten entstehen.

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@rotweinfan67

Dann lieber nicht widersprechen, sondern mit dem Gläubiger in Kontakt setzen.. was passiert, wenn der Gläubiger mein Angebot ablehnt?

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@workinghard

Das kommt ja an was du ihm oder er dir für ein Angebot macht. Des letzteren geht es doch " nur" um Geld. Wenn du einen Zahlungswillen zeigst dann wird man dir entgegenkommen. Also Ruhe bewahren. MFG rotweinfan67

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Auch wenn viele Vollstreckungsbescheide in der Schufa landen: Automatisch ist das nicht der Fall. Ansonsten dürfte sowieso bereits ein negativer Schufa-Eintrag vorhanden sein, wenn ein Kredit außerordentlich gekündigt wurde.

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Zunächst einmal solltest Du dem Mahnbescheid fristgerecht widersprechen - ob der nun gerechtfertigt ist oder nicht, ist erstmal egal.

Widersprichst Du dem Mahnbescheid nicht fristgerecht, gilt dieser per Gesetz nach einer Frist als gerechtfertigt. Und damit musst Du dann auf jeden Fall zahlen - ob gerechtfertigt oder nicht, spielt dann keine Rolle mehr.

Danke für die Info, was kann ich den im Widerspruch erwähnen? Lieber selber schreiben oder zum Anwalt..

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@workinghard

Zu einem Anwalt musst Du nicht zwangsläufig. Wichtig für das Amtsgericht ist, dass Du überhaupt fristgemäß Einspruch eingelegt hast. Bis zum nächsten Schritt hast Du dann Zeit, um weiter handeln zu können (Taktik Zeit raus schinden). 

Wenn Du etwas Zeit hast, kannst Du Gründe aufführen, die zur Nichtzahlung führten.

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Für mich ist das Betrug. Er soll zu seinen Schulden stehen

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@derhandkuss

Ich stehe auch zu meinen Schulden. Ich war vor paar Monaten nicht in der Lage.. Ich konnte den Kredit nicht rechtzeitig abzahlen, da kam die erste Vereinbarung von einer monatlichen Summe .. aber ich konnte auch diese Summe zweimal nicht bezahlen und jetzt kam der Bescheid.. Ich rufe am Besten an und versuche meine Situation zu erklären.. wenn der Gläubiger es akzeptiert.. muss ich trotzdem Widerspruch einlegen bzw. was muss ich tun?

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Kein guter Rat, einfach zu widersprechen. Das verursacht dem Fragesteller bei einem begründeten Anspruch zusätzliche Kosten durch das Klageverfahren, welches dem Gläubiger als einziger Weg zur Rechtsverfolgung bleibt.

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Ich will dir nicht zu nahe treten, aber in Gelddingen und bei so ernsten Themen sollte man nur Ratschläge geben, wenn man sich auskennt. Schulden sind Schulden und Mahnbescheide sind bei "verweigerten" Zahlungen gerechtfertigt. Widersprüche bedeuten ausschließlich hunderte Euros Mehrkosten. Denn dann wird geklagt und man verliert. Man wird zur Zahlung der Mahnbescheid-.Kosten, der Gerichtskosten und Anwaltskosten für die Klage verurteilt.

Dein Ratschlag ist also leider Blödsinn. Vielleicht lernst du etwas und gibst dann in der Zukunft die richtigen Ratschläge.

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Wenn du jetzt Arbeit hast, dann kannst du ja anfangen, deine Raten zu zahlen
Steh zu deinem Schulden. Kann deine Familie dich ev unterstützen?

Hallo workinghard, am besten melden Sie sich einmal bei uns ;) Gern per Mail an sogehtbankheute@targobank.de. Viele Grüße, Ihr TARGOBANK Social Media Team

Ruf mal beim Anbieter an und versuch was auszuhandeln. Wenn das nix hilft, geh zur Schuldnerberatung. Kontakte findest du im Netz. Die AWO (Arbeiterwohlfahrt) bietet beispielsweise sowas an.

:-)

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