Magnificat, Maria als mutige Revolutionärin?

5 Antworten

Unter einer Revolution versteht man eine Umwälzung der Machtverhältnisse. Die alten Herrscher werden abgesetzt, eine neue Zeit beginnt.

So gesehen, handelt der Lobgesang Mariens von einer Revolution:

Der Mächtige (also Gott) "vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen." (Lk 1,51-53)

Dem christlichen Glauben zufolge war das Kind in Jesu Leib Gottes Sohn. Er hat in seinem Leben, in seinem Tod und seiner Auferstehung den Lauf der Geschichte verändert - und das, obwohl seine Mutter nicht aus reichem und mächtigem Hause stammte, sondern eine einfache Frau aus dem Volke war.

http://www.sueddeutsche.de/leben/weihnachten-marias-heiliger-umsturz-1.3802955

Aber eine Revolution bezeichnet doch auch einfach eine Umwälzung bzw. etwas neues. Ist Maria dann nicht insofern eine Revolutionärin weil sie sich ‚getraut‘ hat als Frau aufzustehen und ihre Stimme zu erheben?

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@Jala8392929

Na ja, Maria ist im Hause ihrer Verwandten Elisabet und Zacharias aufgestanden und hat ihre Stimme erhoben. So revolutionär finde ich das nicht.

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@Jala8392929

Ja: Gott stellt sich an die Seite der Niedrigen, der Hungernden. Das ist keineswegs selbstverständlich. Überlege mal, wie oft Reiche und Mächtige versuchen, die Religion zu ihren Gunsten zu nutzen, um Arme und Schwache zu unterdrücken.

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"Maria" als erste "Göttin der Weltkirche" (Offb.17,1-4) kommt aus dem Heidentum, das von Kaiser Konstantin im Jahre 325 n.Chr. unter Einfluss von "Offb.12,9" übernommen wurde.

Das bekannte Bild von "Jesus und Maria" stammt von "Semiramis", deren Mann Nimrod starb und sie dann neu Schwanger wurde.

Dieses Kind sollte (sagte sie) sei der "neugeborene Nimrod".

Diese werden heute als "Maria und Jesus" verehrt...

Mit der "Verhaftung des Verantwortlichen" (Offb.20,2) klärt sich alles (Offb.9,20).

Weshalb soll Maria eine mutige Revolutionärin sein?

Sie ist ja nicht aufgestanden und hat ihre Gedanken in Dörfern und Städten unter die Leute gebracht. Die Gedanken sind fortschrittlich, aber solche Gedanken haben viele und werden aber nicht zu Revolutionären.

Schade haben sich die Verehrer von Maria nicht daran gehalten und im 2. Weltkrieg dem Volk Gottes, den Juden, nicht (oder nicht mehr) geholfen.

Da Maria aber als wichtige Frau und als Mutter des Sohnes Gottes gilt, könnte sie als mutige Revolutionärin bezeichnet werden, da sie obwohl sie als Frau nicht viel zu sagen hatte, sich getraut hat ihre Stimme zu nutzen. Außerdem handelt das Magnificat ja unter anderem von den Hungernden denen Gott essen gibt und von den Mächtigen die er vom Thron stürzt. Ist das nicht auch revolutionär?

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@Jala8392929

Eine Revolutionärin stellt sich öffentlich gegen die herrschende Ordnung. Das hat Maria nicht getan.

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