Magnet entmagnetisieren

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Klar doch, man braucht dazu nur eine mit Wechselstrom durchflossene Spule, in die der Magnet eingetaucht und wieder herausgezogen wird. Der Strom darf man erst abschalten, wenn der Magnet mindestens 1 Meter weit entfernt ist. Auf diese Art entmagnetisiere ich meine Werkzeuge, wenn sie durch irgend eine Manipulation mit Magneten magnetisch geworden sind. Das Gerät ist Eigenbau, nur mit Fachwissen zu bauen! Daneben gibt es kleine Entmagnetisierer z.B. für Tonbandgerätespulen, sogar eine eigene Demagnetisierkassette für MC-Spieler gab es.

Es gibt verschiedene Arten von Magnetismus. Die einfachste Art ist der Magnetismus von Eisen, Nickel oder Kobalt bei Raumtemperatur. (Dieses wird Ferromagnetismus genannt, nach dem lateinischen Ferrum für Eisen.)

Modell für den Magnetismus von einem Stück Eisen: In dem Eisenstück sind viele kleine Magnete. Die kleinen Magnete werden Elementarmagnete genannt. Jeder Elementarmagnet hat seinen Nordpol und einen Südpol. Das Modell der Elementarmagnet ergibt sich daraus, dass ein magnetisches Stück Eisen durchgesägt, zwei kleinere magnetische Eisenstücke ergibt

Sehr oft durchgesägt ergeben sich fast die kleinen Elementarmagnete. Mit Sägen ergeben sich die Elementarmagnete nur fast, weil die Elementarmagnete sich innerhalb des Eisens drehen können, ähnlich einer Kompassnadel. Also müssen die Elementarmagnete etwas anderes sein als kleine Stücke des Eisens. Was genau diese Elementarmagnete sind, klärt sich erst mit mehr Wissen über den Magnetismus und den inneren Aufbau von Festkörpern.

Zeigen (fast) alle Elementarmagnete in die gleiche Richtung, dann addieren sich die Kräfte der kleinen Magnete. Das Stück Eisen ist magnetisch.

Sind die Richtungen der Elementarmagnete unterschiedlich, dann können sich die Kräfte der kleinen Magnete nicht addieren. Das Stück Eisen ist unmagnetisch.

Bei der Magnetisierung werden (fast) alle Elementarmagnete in die gleiche Richtung gedreht. Das geht mit einem äußeren Magnetfeld. Wie Kompassnadel richten sich die kleinen Magnete aus. Die Ausrichtung bleibt erhalten, wenn das äußere Magnetfeld weg ist. Fast so, wie kleine Magnete, die sich gegenseitig festhalten.

Bei der Entmagnetisierung wird die gemeinsame Richtung der Elementarmagnete gestört. Eine Möglichkeit ist das Stück zu erwärmen. Die kleinen Magnete wackeln durch die Hitze immer stärker. Ist die Hitze groß genug, dann können sich die Elementarmagnete nicht mehr gegenseitig in ihre gemeinsame Richtung halten. Das Eisenstück wird unmagnetisch.

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20090818022734AAqYydZ

Einfach über die Curie-Temperatur des jeweiligen Materials erhitzen.

Ja, man kann einen Magneten entmagnetisieren (entpolen).

Das Problem ist, ich weiß nur nicht wie. :x

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