Magnesium + Calcium + D3

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2 Antworten

Welches Magnesium, wie viel, wann einnehmen ?

Die häufig diskutierte Frage, ob Magnesiumcitrat, Magnesiumcarbonat, Magnesiumoxid oder Magnesiumaspartathydrochlorid oder Magnesiumhydrogenglutamat eingenommen werden sollen, werden häufig diskutiert, sind aber wie folgt zu beantworten:

Magnesiumsulfat, als Bittersalz bekannt, hat sicherlich, oral aufgenommen, die schlechteste Resorption und wirkt relativ stark abführend. Umgekehrt hat Magnesiumsulfat, gelöst in Ampullenform, die höchste Resorptionsquote und wird in der Inneren Medizin bzw. Notfallmedizin gegenüber allen anderen Verbindungen bevorzugt.

Bei Magnesiumoxid ist eine stärkere antiazide Wirkung bei geringerer Resorptionsquote vorhanden, während Magnesiumcitrat, -aspartat und -glutamat in etwa gleich stark resorbiert werden. In diesem Zusammenhang sollte auch an die Rolle von Kalium erinnert werden, welches vor allem beim Einsatz von Magnesium bei der koronaren Herzkrankheit sowie bei Herzrhythmusstörungen eine positive Rolle spielt. Aus diesem Grund wird Magnesium auch in parenteraler Form gemeinsam mit Kalium im Notarztwagen sowie auf den Intensivstationen verwendet (siehe Magnesium und Herz)

Der Körper braucht, wie erwähnt, zwischen 300 und 400 mg Magnesium täglich. Ein höherer Verbrauch ( bis 800mg ) liegt vor allem bei chronischen Stresssituationen, sportlicher Betätigung aber auch bei Diuretikatherapie bei herzinsuffizienten Patienten (renaler Verlust) vor. Eine Substitution von Magnesium hängt letztlich vom Bedarf und eventueller Erkrankung ab. Bei sportlicher Aktivität ist eine häufigere Substitution mit Magnesium pro Woche sinnvoll, bei nächtlichen Bein- und Wadenkrämpfen, die als Hauptsymptom für einen Magnesiummangel gelten, sollte mindestens über 50 Tage eine tägliche Substitution durchgeführt werden.

Aus unseren eigenen praktischen Erfahrungen mit vielen Patienten ist hier eine abendliche Dosierung von Magnesium am sinnvollsten, wenn sie nicht unmittelbar mit fettreichem Essen zugeführt wird. In diesem Zusammenhang ist auch bei einer gleichzeitigen Calciumsubstitution, wie bei vielen Osteoporosepatienten notwendig, zu beachten, dass mindestens 6 Stunden Zeitunterschied vorliegen sollte, da die Resorption bei gleichzeitiger Einnahme von Calcium und Magnesium unsicher ist und ein Antagonismus vorliegen kann.

Hey

Du kannst sie auch später trinken, allerdings würde ich nicht mehr als 6 Stunden warten, da sich das Zeug dann zersetzt.

Aber prinzipiell wird die Wirkung nicht aufgehoben.

Aber es ist sowieso besser, dass etwa 1-2 Stunden vor der sportlichen Betätigung einzunehmen!

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