Magersüchtige Freundin im Krankenhaus treibt Sport?

6 Antworten

In der Überschrift schreibst du "im Krankenhaus". Dort wird sie sicherlich unter einer gewissen Beobachtung sein.

Generell ist gegen Sport (frage ist, was für ein Sport) ja nichts einzuwenden. Der Körper betreibt ja beim Abnehmen (egal ob magersüchtig oder ein 180 Kilo Kampfkoloss mit zwei Wochen Nulldiät) nicht nur Raubbau am Fett, sondern auch an den Muskeln. Die müssen wieder aufgebaut werden. Das passiert, oh Wunder, nicht nur bei Kraftsport, sondern auch bei Ausdauersport. Halt andere Muskeln, Läufer haben z.B. gut konditionierte innere (rote) Muskulatur, Kraftsportler eher die äußere, weiße Muskulatur, die mehr für die Kraft, aber absolut nicht für die Geschwindigkeit (das macht die rote Muskulatur) gut ist. Selbst joggen sorgt also dafür, dass Muskeln belastet und aufgebaut werden, natürlich nicht der dicke Bizeps.

Bei kompletter Ruhe würden zwar wieder gesunde, kleine Fettpölsterchen angesetzt, aber die Muskeln würden weiter degenerieren. Im schlimmsten Fall auch irgendwann der Herzmuskel.

In sofern vertrau mal dem Personal im Krankenhaus, dass die schon merken, was Phase ist und sie auf ein gesundes Gewicht hochpeppeln, ob mit oder ohne Kalorienverbrauch. Sport, auch (oder für das Herz gerade) Ausdauer, ist für alle Leute gesund. Wenn du merkst, dass es in eine falsche Richtung geht, sprich das Krankenhauspersonal an. Mit Moral kommt man nicht weiter, aber die werden irgendeien Vorwand finden, die Essensrationen aufzustocken oder kalorienreicher zu machen, um das zu kompensieren.

Es gibt solchen und solchen Sport. Manch ein Sport eignet sich zum Muskelaufbau, anderer zum Verbrennen von Kalorien und wieder ein anderer dafür, gelenkig zu bleiben.

Wenn sie in den 30 Minuten auf Teufel komm raus Kalorien verbrennen will, ist das bestimmt weniger dem Aufenthaltsziel zuträglich wie wenn sie einfach über Dehnübungen oder Muskelaufbauübungen ihre Fitness beibehält.

Da sie allerdings krank ist, würde ich da ähnlich wie du sehr skeptisch sein.
Wahrscheinlich sucht sie nach einem akzeptierten Weg zu finden, weiter ihr Gewicht zu reduzieren, ohne sich rechtfertigen zu müssen, bzw. es vor sich selbst rechtfertigen zu können.

Ist es denn tatsächlich so? Also nimmt sie davon dann ab wenn sie Sportübungen macht ?

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@sileymoon

Wie ich schon geschrieben habe, kommt es auf die Sportübungen an. Mit Yoga wird sie zum Beispiel nicht so gut abnehmen können, wie wenn sie die halbe Stunde aufs Laufband ginge. Das sollten die Ärzte aber auch ihr sagen können. 

Wo sie schon von Ärzten umgeben ist, soll sie doch einfach mal einen Arzt fragen, was sie am besten tun kann, um während des Aufenthalts fitt zu bleiben.

Ich kann mir vorstellen, dass bei Essstörungen dem Körper so viele Nährstoffe fehlen, dass im schlimmsten Fall der Kreislauf bei der Ausübung von Sport kollabieren kann.

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@sileymoon

Geht es überhaupt um deine Freundin? Du hattest schon so eine ähnliche Frage, auf dich bezogen. Wenn du ein ähnliches Problem hast, wie deine Freundin, wirkt das nicht authentisch, wenn du ihr Tipps gibst. 

Na auf jeden Fall wünsche ich euch gute Besserung. Versucht, euch gegenseitig zu unterstützen, gesund zu werden.

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Es kommt drauf an. Muskelaufbau wäre clever. Damit hat man in der Magersucht zu kämpfen, dass zu wenig Muskulatur da ist. Und, solange die Waage nach oben geht, OK.

Allerdings glaube ich nicht, dass sie Muskelaufbau macht. Daher halte ich es für eine blöde Idee. Und es bedeutet, dass "deine Freundin" wohl noch eine ganze Weile Therapie benötigt.

so sind ms? die wollen nicht gesund werden?

gesund aber nur mit weiter abnehmen?

klein bleiben und weit negative folge lebenslange folge leben müssen

besser wäre es wirklich gesund werden wolle? aber dies muss von der ms ausgehen?

Gar kein Sport ist ja auch nicht gut, nicht einmal wenn man zunehmen sollte. 30 Minuten klingen für mich erst mal nach Fitness, nicht nach Kalorien verbrennen.