Magersuchts- 'absichtlicher' Rückfall?

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6 Antworten

Ich weiß nicht ob es dir hilft, wenn ich jetzt erläutere ob das ein Rückfall ist oder nicht. Ganz wagemutig würde ich behaupten, dass du davon reichlich wenig hättest und es auch nicht wirklich hilfreich ist.

Das Problem sehe ich darin, dass du noch kein "Kompromissgewicht" gefunden hast für dich. Mir ging es ähnlich. Das Hungern war zeitweise überwunden und ich habe munter gegessen wonach mir eben war und damit kamen natürlich auch die Kilos. Irgendwann kam dann der Punkt, wo es mir wieder etwas zu viel war. Ich war nicht todunglücklich mit dem Gewicht aber es erschien mir Zuviel und ich das abnehmen ging los. Damit schlichen sich alte Verhaltensmuster wieder ein und zack - es purzelten immer mehr Kilos und ich war wieder in einem, vorsichtig ausgedrückt, grenzwertigen Bereich.

In diesem Zeitraum ging es mir wie dir auch. Ich war hin- und hergerissen und war mir nicht sicher wohin die Reise nun gehen soll.

Der Knackpunkt, so war es für mich, war es mein "Kompromissgewicht" zu finden. Also das Gewicht, das genau passt. Es ist so viel, dass ich damit in einem gesundem Bereich stecke aber gleichzeitig so wenig, dass ich nicht das starke Bedürfnis habe abzunehmen.

Dieses Gewicht schwankt natürlich von Person zu Person aber wenn man es erst einmal hat, dann ist es optimal.

Darauf folgt dann die eigentliche Bewältigung. Magersucht ist eine Essstörung und das heißt, dass normales essen gelernt werden muss. Als ich sehr dünn war, schon eher dürr, kam von allen Seiten "Iss doch was.", "Du kannst das ruhig essen.", "Wenn es dir schmeckt, dann nehme dir noch was." und so weiter. Ich bin also in ein anderes Extrem verfallen und frei nach dem Motto "Na ich soll doch zunehmen." habe ich alles gegessen und auch stellenweise verdammt viel.

Ergo - Hungern, Fressen, Hungern, Fressen [...]

Gesund ist das sicherlich nicht und nur weil man vom Gewicht her nicht mehr "klassisch magersüchtig" ist, ist damit noch nicht alles geschafft. Bewusst essen lernen war also angesagt. Jeden Tag meine Mahlzeiten zu mir nehmen aber eben nicht einfach alles essen, sondern mit Plan. Frühstück, Mittag und was zum Abendbrot. Ein Mittelmaß eben und bis das klappt, kann es eine Zeit dauern aber nur so hält man auch sein Gewicht und dieses Gewicht sollte das sein, welches ich oben beschrieb - das "Kompromissgewicht".

Kurzum - Mache für dich ein gesundes Gewicht aus, mit dem du wirklich gut leben kannst und setze dein Hauptaugenmerk darauf, vernünftig zu essen und nicht in Extreme zu verfallen. Nur so lässt sich die Magersucht auch "bezwingen".

Ganz liebe Grüße und viel Erfolg dabei!

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Hey,ich habe auch solche Probleme in der Art wie du.Es ist wichtig dass du kein falsches Bild von dir hast! Du findest dich nicht dick. Das ist gut! Ich bin mir sicher du bist auch nicht dick und hast keinen Grund anzunehmen .. Außerdem: du bist in der Wachstumsfase,vielleicht wächst du bald 5cm und siehst aus wie eine Bohnen Stange. Natürlich muss man sich selber Süchtige fühlen.. Sprich mit einer vertrauten Person mal ganz ehrlich darüber.Wenn du selber gerne wirklich etwas abnehmen möchtest kannst du das auch- EIN BISSCHEN - du darfst es nicht übertreiben! Und AUFGARKEINENFALL Hungern !! Ich habe den Fehler gemacht und habe nun eine wirklich ernste Essstörung und noch dazu Hertzrythmus Probleme (durch Kalium Mangel wegen der Bulimie die ich habe/hatte) Versuch einfach mal auf süßes zu verzichten oder etwas Sport zu machen aber ich bin mir sicher eigentlich hast du das nichtmal nötig!!

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Toll, dass du diese Frage stellst, dass es dir bewusst wird, dass du da auf dem falschen weg bist. Vielleicht kannst du dir Hilfe holen, von einem Arzt oder so? Dass du merkst, dass das jetzt nicht so gut ist, ist schon ein grosser Fortschritt!!!!

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Ja, das ist leider ein Rückfall. Warst du schon bei einem Psychologen, oder wie hast du deine Magersucht "überwunden"? Du musst herausfinden warum du immer weiter abnehmen willst, denn das sich zu fett fühlen muss irgendwo her kommen. Willst du dir damit Selbstdisziplin zeigen, andern gefallen, dich bestrafen? Du brauchst wieder ein realiatisches Selbstbild, um deine benötigten Kalorien in Ruhe aufzunehmen und da ist der Therapeut der erste Anlaufpartner

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Ich würde es nicht als Rückfall bezeichnen. Du hast eine Essstörung, und die wirst du dein ganzes Leben haben, du wirst immer Essen besonders betrachten und dein Gewicht auch.

Magersucht ist es erst dann, wenn es krankhaft und gesundheitsschädigend wird.

Ich denke du solltest in dich hineinhören und das machen, wo du glücklich und zufrieden bist. Also wieder die Lust am Essen, den Genuß erfahren - es müssen ja keine Riesen Portionen sein, sondern einfach daß Essen grundsätzlich dir gut tut - egal was du isst. Es kann auch ein Stück Schokolade oder eine Praline sein - oder einfach ein Vollkornbrot mit Käse - wonach immer dir der Sinn steht

Halt nicht mehr ins krankhafte abrutschen, sei es nun Fressattacken oder Hungerzeiten wo du nur 1 Apfel und 1 Magerjoghurt am Tag ist

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Ja, das ist ein Rückfall. Du hast die Sucht leider nicht besiegt.

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