Magersucht als Selbstverletzung?

8 Antworten

Hallo Lousiana02,

weder der Drang, sich selbst zu verletzen, noch Magersucht haben etwas mit Einbildunng zu tun! Es ist wichtig, dass Du Dich ärztlich untersuchen lässt, damit festgestellt werden kann, ob hinter Deinem Verhalten eine seelische Erkrankung steckt! In dem Fall wäre professionelle Hilfe mehr als angesagt!

Darüber hinaus wäre es sicher gut, wenn Du Dich irgendwann dazu durchringen könntest, mit jemandem aus Deinem persönlichen Umfeld, zu dem Du Vertrauen hast, über Dein selbstverletzendes Verhalten (=SVV) zu sprechen. Es sollte jemand sein, der Dich und Dein Problem ernst nimmt und der Dich nicht unter Druck setzt.

Wenn Du also jemandem davon erzählst, kann allein das Dir große Erleichterung bringen. Wenn Du also jemandem davon erzählst, kann allein das Dir große Erleichterung bringen.

Hast Du schon einmal daran gedacht, Deine Eltern deswegen anzusprechen? Wahrscheinlich fällt Dir dieser Schritt nicht ganz leicht. Bedenke jedoch, dass Du ihnen bestimmt sehr am Herzen liegst und sie gewiss möchten, dass es Dir gutgeht! Sollte es Dir, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sein, vernünftig mit Deinen Eltern zu reden, dann hast Du die Möglichkeit, Dich hier zu melden:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

Was könntest Du immer dann tun, wenn der Drang, Dich zu verletzen, erneut in Dir entsteht? Wenn Du weinen musst, dann versuch es auf keinen Fall zu unterdrücken, denn Weinen kann ein Ventil für das sein, was sich seelisch aufgestaut hat. Körperliche Bewegung, wie joggen, spazieren gehen oder Sport zu treiben eignet sich ebenfalls gut dazu, inneren Stress abzubauen.

Hast Du es schon einmal mit Ablenkung versucht, z. B. mit einem Hobby, Hausarbeiten oder Musik hören? Auch etwas völlig Neues zu lernen (wie z. B. ein Musikinstrument) oder sich kreativ zu betätigen (malen, Gedichte oder Tagebuch schreiben) kann ein wichtiger Schritt sein, der Dich von dem SVV wegbringt.

Falls Du dazu neigst, Dich von anderen zurückzuziehen, wäre es besser, den Kontakt zu suchen. Triff Dich mit Freunden und unternimm etwas mit Ihnen, halte telefonischen Kontakt oder schreibe Dich mit Ihnen über das Internet. Du wirst sicher schon gemerkt haben, dass der Drang, Dich selbst zu verletzen, immer dann am größten ist, wenn Du alleine bist.

Vermeide es daher, wenn immer möglich, zu lange allein zu sein und suche den direkten Kontakt zu Dir vertrauten Menschen. Manchen hat es auch schon geholfen, sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun. Das könnte ein entspannendes Bad sein, ein leckeres Essen oder eine schöne Tasse Kaffee. Dir fallen sicher noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten ein.

Was Dir in der konkreten Situation noch helfen könnte, wären Ersatzhandlungen für SVV. Es geht also um Dinge, die Du Dir zufügst und die einen gewissen Reiz (Schmerzen) auslösen, ohne Dich dabei zu verletzen.

Beispiele dafür sind: Ein Gummiband um die Hand wickeln, anspannen und zurückflitschen lassen, kalt duschen, auf etwas Scharfes beißen (z. B. Peperoni etc.) Diese Ersatzhandlungen sind jedoch bestenfalls als eine Zwischenlösung anzusehen, können allerdings nicht das eigentliche Problem beheben oder zu einer Heilung führen.

Eines solltest Du jedoch auch nicht vergessen: Es gibt auf jeden Fall jemanden, der Dich versteht und Dir helfen kann. Ich spreche hier von Gott, von dem Du wahrscheinlich am wenigsten Hilfe erwartest. Sein Interesse gilt jedoch besonders denen, die verzweifelt und schmerzbeladen sind.

Das geht sehr deutlich aus folgendem Text in der Bibel hervor: "Weil er seine Zuneigung auf mich gerichtet hat, werde ich auch für sein Entrinnen sorgen. Ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennengelernt hat. Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten. Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis. Ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage werde ich ihn sättigen, und ich werde ihn die von mir [bewirkte] Rettung sehen lassen" (Psalm 91:14-16). Ist das nicht ein Mut machender Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du die benötigten Hilfen bekommst, damit Du wieder seelisch gefestigter wirst und die Probleme, die ursächlich für Deine Selbstverletzungen und Dein gestörtes Essverhalten sind, allmählich in den Griff bekommst! Brauchst Du weitere Hilfe, kannst Du mir gern jederzeit eine Freundschaftsanfrage schicken! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

Hallo Lousinana,

ich fand, dass sich deine Nachricht eigentlich recht vernünftig angehört hat, außer beim letzten Teil, in dem du deine Unsicherheit über deine eigene Vernunft ansprichst.

Was du beschrieben hast mit dem Behalten der Kontrolle ist ein Satz, der gerade sehr gerne auch von magersüchtigen Personen gesagt wird.. und aus welchem Grund sie sich das Essen verbieten, kann vielfältig sein. So kann es eben auch sein, die Kontrolle zu behalten oder sich eben auch zu bestrafen, weil man sich sagt "ich habe es nicht verdient, etwas zu essen".

Ich finde, dass du nicht länger alleine mit dem Thema bleiben solltest und du dich ruhig einer erwachsenen Person eventuell gar einer Fachkraft anvertrauen solltest. Du könntest ja beispielsweise nach einer Online-Beratung oder nach einer Beratungsstelle bei dir im Ort schauen. Du musst nicht gleich in eine Einrichtung oder sowas gehen. Es ist ja für den Anfang vielleicht ganz gut, wenn du dir einfach mal Informationen holst.

Es ist eine Art der Selbstverletzung, ich kenn es von mir, ich muss mir immer irgendwie schaden und ich hab es mit dem Essen bzw hungern zugemutet, früher mit Ritzen, oder sonstigem. Das ist und bleibt was das man Therapieren muss. Bitte lass dir helfen, wahrscheinlich bist du noch jung. Ich sag aus eigener Erfahrung, ich hab nach 3 Jahren exzessiver Selbstzerstörung viel Schaden angerichtet und wünschte mir ich wäre nicht so süchtig danach, denn die absolute Kontrolle ist mein grösstes Begehren und auch meine grösste Zerstörung.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Also bist du in Therapie? Es gibt halt einfach Tage da denke ich, dass ich da alleine wieder raus komme und es ja auch wirklich will.. kurze Zeit später denke ich wieder es hat eh alles kein Sinn, und dass es nie aufhören wird und gebe in solchen Momenten halt auf.

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Hallo,

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Danke für eure Antworten!

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