Magenprobleme und Suizidgedanken?

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Support

Liebe/r MiiieP,

Du solltest Dir zusätzlich zu der Hilfe hier auf unserer Plattform auch noch Hilfe von außen holen. Es ist wichtig, eine Vertrauensperson zu haben, mit der man auch „in real“ darüber sprechen kann. Sprich bitte nach Möglichkeit auch mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein. Überregional kannst Du Dich immer auch an die Telefonseelsorge unter 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder im Chat auf www.telefonseelsorge.de wenden.

Auch eine gute Anlaufstelle ist: http://www.nummergegenkummer.de dort gibt es auch extra eine Kinder- und Jugend-Rufnummer

Herzliche Grüße

Ben vom gutefrage-Support

7 Antworten

Hey!
Das klingt echt traurig, was du schreibst. Die Geschichte mit deinem Vater scheint irgendetwas losgetreten zu haben, das dich bis heute fertigmacht und dich anscheinend sehr belastet.

Die Symptome, die du beschreibst, können alle möglichen Ursachen haben. Du machst dir sehr viele Gedanken um das Essen und dein Gewicht, was natürlich ein Hinweis auf eine Esstörung sein könnte - allerdings gibt es noch einige andere Erklärungen, bei denen solche Symptome typisch sind, denn die Psyche beeinflusst die Verdauung sehr stark und natürlich sind auch körperliche Ursachen denkbar.

Die Kombination aus der Trauer, dem Verlust der Freude, den Suizidgedanken (ich weiß, es sind nur Gedankenspiele) und den Verdauungsproblemen lassen an eine Depression erinnern, die einen fiesen Teufelskreis auslöst: Du verlierst den Fokus auf schöne Dinge, und durch weniger schöne Dinge wirst du immer depressiver (und so weiter). Wenn du dazu noch Schlafprobleme oder Konzentrationsstörungen hast, wäre das sehr typisch.

Oft kann es helfen, diesen Teufelskreis selbst zu durchbrechen und mit Freunden und allein aufzuarbeiten, was du erlebt hast. Du hast geschrieben, dass du deinem Freund und einigen Freundinnen davon erzählt hast. Geben diese dir ein wenig Halt? Was könntest du für schöne Aktivitäten mit ihnen unternehmen, um dich rauszuholen? Vielleicht schafft ihr es gemeinsam. Was tut dir ansonsten noch gut, das du ein wenig öfter machen könntest?

Wenn das nicht ausreichen sollte, gibt es noch eine zweite Möglichkeit, die ich dir ans Herz legen würde. Ich habe beim Lesen den Verdacht bekommen, dass hinter der Sache mehr steckt als die reine "spielerische" Angriffssituation von deinem Vater, also dass damit etwas aus der Vergangenheit getriggert wurde, was dich heute so runterzieht. In so einem Fall könnte eine Psychotherapie sehr hilfreich sein oder zumindest eine Beratung, die deinen Fall dann etwas besser einschätzen kann im persönlichen Gespräch.

Was ich auf jeden Fall unabhängig davon machen würde, ist einen Arzt zu besuchen und die körperlichen Symptome abzuklären. Was auch noch eine Option ist: Eine Beratung für Essgestörte, weil du ja sehr auf dieses Thema abzielst. Dort kennt man sich auch mit anderen psychischen Problemen aus und kann dir vielleicht etwas geschulter mitteilen, wo du dich hinwenden kannst.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute. Wenn du willst, kannst du ja mal rückmelden, wie du die Antwort fandst und noch besser: wie es in deinem Fall weiterging!

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Bei akuten Selbstmordgedanken kannst Du Dich selbst in eine Psychiatrische Klinik einweisen lassen.

Ansonsten hast Du wahrscheinlich ein psychosomatisches Magenproblem, würde ich sagen (hatte ich auch schon...). An Deiner Stelle würde ich damit zu einem Facharzt für Psychosomatik gehen, vielleicht hilft Dir Deine Krankenkasse (Termin-Service) dabei, einen Termin zu finden.

Um Deine aktuelle Krise zu überstehen, brauchst Du Hilfe von einer Therapeutin. Beim Patiententelefon der Kassenärztlichen Vereinigung bekommst Du die Namen von TherapeutInnen, die Plätze frei haben. Du kannst dort ohne Überweisung hingehen.

5 Wochen Urlaub: Kannst Du diese noch absagen? Denn wenn es jemandem sooo schlecht geht, dann könnte sich Dein Zustand im Urlaub noch verschlimmern... Ich will Dir keine Angst machen, aber evtl. ist dieser Urlaub jetzt zu viel für Dich.

Letzter Tipp: In einer Psychosomatischen Fachklinik mit Jugendstation, evtl. auch für Essstörungen, kannst Du ein paar Wochen ausspannen und nichts tun, außer an Deinen Problemen zu arbeiten und neue Leute in ähnlichen Situationen kennenzulernen.

Jeder Arzt kann einen solchen Aufenthalt verschreiben, nicht nur Fachärzte, also auch Dein Hausarzt. Von vielen Betroffenen habe ich gehört, dass die Schön Klinik Roseneck in Prien ganz toll sein soll, ich war aber selbst noch nicht dort:

http://www.schoen-kliniken.de/ptp/kkh/ros/

Kopf hoch! Es gibt Wege aus Deiner Krise, auch wenn Du sie jetzt noch nicht überblicken kannst. Mach den ersten Schritt!!!

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Guten Morgen MiiiP,

Deine Gedanken hängen z.Zeit an einer spielerischen, unschönen Situation, die durch Deinen angetrunkenen Vater entstanden sein dürfte.

Der ges. Trennungsprozeß belastet Dich zusätzlich u. evtl. mögliche Schuldgefühle fressen Dich innerlich auf.

Du könntest eine Notrufnummer wählen, wo Fachkräfte Dir eine Hilfestellung vermitteln. Sensibilität, Angst und ungeklärte weitere Fragezeichen bedrücken Dich.

Aus diesem Teufelskreis musst Du einen vernünftigen Ausweg suchen, aber Suizid Gedanken gehören nicht dazu. Fange an zu kämpfen und zeige der Umwelt Deine Stirn. Nur so wirst Du wieder sonnige Zeiten erleben.

Dein Freundeskreis ist vorhanden und ein Gespräch mit Vater/Mutter sollte eine andere Ebene ergeben. DU musst es nur versuchen. Der Augenblick ist traurig für Dich, aber bedenke, bessere, schönere Zeiten warten auf Dich.

Also Kopf hoch und positiv in Gegenwart/Zukunft blicken.

Am Ende eines jeden Tunnels erscheint ein Licht!

Alles Gute.



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Hallo,

du solltest dir professionelle Hilfe holen. Schau mal im Internet nach Therapeuten in deiner Nähe, vielleicht zusammen mit deiner Mutter.

In vielen Krankenhäusern und Kliniken gibt es auch kurzfristige bzw. spontane Termine, sodass du nicht wochenlang auf einen Termin warten müsstest. Das solltest du auf jeden Fall in Anspruch nehmen.

Dass du dich deinem Freund und Freunden geöffnet hast, ist auch schon mal super. Es bringt nichts, das in sich reinzufressen.

Ich wünsch dir alles Gute!

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Ich glaube Neuron123 hat völlig recht. Essen und Zunehmen sind für dich irgendwie mit Erfolg / Misserfolg verbunden.

Dein Vater hat seine Familie irgendwie verloren - ist bei ihm im Job alles in Ordnung? -, trinkt und greift seine empfindliche Tochter spielerisch an. Und fühlt sich wieder der Starke.

Nur ist ein Vater eigentlich eine Bezugsperson, die normalerweise einen schon länger begleitet und kennt. Diese Handlung eben dieser Bezugsperson, die schon mehrere Erfolge und Misserfolge bei dir mitgekriegt hat und dir das eine oder andere Mal sogar geholfen hat, nimmt dir das Selbstvertrauen und kannst (???) nicht essen und magerst eben ab.

Am besten vereinbarst du mit dir selber regelmäßige Essenzeiten und hältst sie auch strikt ein. So nach dem Motto: Zwischen 12 und 13h wird dies und jenes gegessen. Punkt.

Mit vollem Bauch kommst du dann auf schönere Gedanken, z.B. dein Vater fühlte sich damals einfach schwach, wie ein Versager sozusagen.

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Schon wieder ein Teenager der mit der Pubertät und dem realen Leben nicht klar kommt. Mach einen Termin beim Therapeuten, der hilft dir weiter.

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Kommentar von Kadysha
05.07.2017, 10:58

Hör bitte auf, das zu verallgemeinern. Natürlich übertreiben viele Jugendliche mit ihren Problemen, aber das hier hört sich sehr ernst an und du kennst sie nicht. Also tu das nicht als pubertär ab.

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Kommentar von Twihard2002
05.07.2017, 14:34

schäm dich für die Antwort

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Erzähl das einem Arzt. Der kann Dir weiterhelfen. 

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