mageesucht pro kontra?

17 Antworten

Naja, Magersucht per se ist ein Ausdruck von Kontrolle... für viele Betroffene ist die Essstöung zu vergleichen mit einem Erfolg, wenn man wieder abgenommen hat. Man beweist sich selbst, dass man sich unter Kontrolle hat und dementsprechend fühlt man sich nahezu euphorisch, wenn man entsprechend abgenommen hat.

Zudem Hilft Magersucht einem dabei anerkannt zu werden... gerade viele Medien verteidigen noch immer ein sehr schlankes Körperbild... der Magerwahn ist zwar nicht mehr so groß, wie zuvor, doch noch heute wird vielmals eine sehr schlanke Figur eher angepriesen, als Übergewicht... man wird, wenn man abnimmt für diesen Erfolg gelobt, auch hier spielt wieder die zur Schau gestellte Disziplin mit rein, die eben von umstehenden auch bemerkt wird... man erhält Zuspruch und ggf. auch Neid oder ein Überlegenheitsgefühl, denn man selbst hat etwas geschafft, was vielen schwer fällt. nämlich abzunehmen und das in enorm kurzer Zeit.

Zudem ist Magersucht per se meist eher Symptom einer tiefer liegenden psychischen Störung... bei z.B. sexuellem Missbrauch ist dieses Verkriechen in sich selbst, dieses 'weniger werden' oder verschwinden wollen teilweise die Motivation abzunehmen und eine Essstörung zu entwickeln... solche Dinge können durch eien Magersucht, die sich eben auch massiv körperlich zeigt, im Gegensatz zu vielen anderen psychischen Krankheiten, die sich ggf. leichter verbergen lassen, als durch massive Gewichtsabnahme, als Licht kommen und entsprechend auch im Rahmen einer Therapie angegangen und behandelt werden.

Wie gesagt, ist Magersucht eine psychische Erkrankung mit erheblichen körperlichen Folgen, die den Betroffenen früher oder später auch enorm einschränken werden... wenn man eine körperliche Einschränkung bemerkt setzt das ggf. den Leidensdruck so hoch, dass man sich Hilfe holt oder andere werden darauf aufmerksam, sodass man sich Hilfe holt.

So, dies wären ein paar ANregungen... die sind in meinen Augen allerdings ziemlich kritisch, denn nach meinem Dafürhalten hat eine Essstörung eigentlich keinerlei positive Aspekte... sie istg widerlich, setzt einen selbst udn alle umstehenden enorm unter Druck und ist für einen selbst eigentlich ständiger Begleiter, den man häufig nicht mehr oder nur noch sehr sehr schwer los wird... insofern... du hattest nach Pro-Argumenten gefragt, ich habe versucht ein paar zusammen zu onstruieren... aber solche Krankheiten sollte man in meinen Augen nicht glorifizieren oder verharmlosen... denn Krankheiten wie diese haben keine positiven Aspekte und erst recht keine Pro Gründe

Wow vielen vielen Dank für deine Antwort die hat mir sehr weiter geholfen auch eine Person die Anorexie hat zu verstehen ich hätte nicht gewusst das das so einen tiefen Hintergrund haben kann

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Wenn einem die Magersucht hilft anerkannt zu werden,sehe ich das eher als Negativpunkt.

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@Fairy21

Naja, es ist ein Punkt, aus dem heraus man sich für die Magersucht 'entscheidet' bzw. der dieses Verhalten noch verstärkt, denn man bekommt ja Lob, man bekommt ja Bestätigung.

Bei der Magersucht muss man, wenn dann aus der Sicht des Betroffenen argumentieren... objektiv gibt es keine Gründe dafür, subjektiv sehr wohl.

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@BeviBaby

Das ist ein falsches positives Gefühl,eine Täuschung,die man in dem Moment nicht sieht.

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Dazu gibt es auch nichts zu finden. Es ist eine Krankheit und an Krankheiten gibt es nichts gutes.

Das ist kein Erörterungsthema. Wie kommt man auf die Idee? Inkompetenz der Lehrer?

Vllt leidet der Lehrer an Hirnwindungsmagersucht 😁

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Ich weiß nicht wir sollten darüber eine errörterung schreiben und müssen die abgeben und bekommen dafür eine Note und da ich nicht anders wusste musste ich jetzt einfach hier fragen da ich ja auch keine schlechte Note will

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@rainbow052005

Gab es eine Themenwahl?
Dazu gibt es keine zwei Meinungen. Kein Pro. Und mit ProAna will man sich nun wirklich nicht abgeben.

Eigentlich denke ich ja, dass das auch das übergeordnete Lernziel ist, dass der Lehrer euch mit Essstörungen vertraut machen wollte und ihr die Selbsterkenntnis haben solltet, dass es sich nicht lohnt. Aber in dem Kontext sehr schlecht aufgezogen. Als Erörterung unmöglich.

Ich würde das dem Lehrer auch so mitteilen. Von mir aus schriftlich als Erörterung warum man keine Krankheiten als Erörterungsthema wählen sollte. :D

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@Rendric

Nein es gab keine themen Wahl unser Lehrer hat uns diese Aufgabe gegeben und sammelt sie auch ein weshalb ich ratlos war u d ich finde auch das es zu dem Thema keine positiven Sachen gibt und ich denke ich sage meiner Mutter das sie mir einen Text schreibt weshalb ich die Aufgabe nicht gemacht habe bzw halb gemacht hab

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@rainbow052005

Vielleicht möchte der Lehrer,dass ihr selbst die Feststellung macht,dass es dazu nichts positives gibt und es auch begründen könnt.

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Ein Pro für Magersucht gibt es nicht.

Ich weiß ich finde auch nichts deswegen brauche ich ja die Hilfe

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Magersucht ist eine Erkrankung, die eigentlich im wahrsten Sinne den innersten Schmerz überdecken soll. Es hilft manchmal zum sich selbst beweisen wie viel Disziplin man vorbringt, auch wenn das angestrebte Ziel krankhafter Natur ist. War selbst mal magersüchtig, inzwischen raus. Es hilft einem in den Moment etwas das für einen schlimmer scheint zu kompensieren, manchen hat es sogar zu Freunden, die sie nach der Magersucht geblieben sind geholfen. Mir persönlich hat es den akute Druck, mich selbst mit anderen noch gefährlicheren Sachen vorübergehend zu zerstören abgehalten, mein persönliches Interesse an Sport, Ernährungswissenschaften, dem Zusammenspiel zwischen den Organen zur Funktion der angestrebten Gewichtsreduktion nachzufolgen. Auch negative Auswirkungen hat es in mir geschürt, dass ich Angst vor jeglichen Läden hatte, egal ob Lebensmittelmarkt, Klamotten Shops oder sogar Kiosk, deswegen ich irgendwann hauptsächlich nur noch im Internet bestellte, da keiner dumm schauen würde warum jmd in meinem Alter damals Sachen allein für zwanghaftes kontrollieren des Körpers, Kinderkleidung von der Grösse und Spezial Anfertigungen bei speziellen Klamotten.

Lg

Youareme

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ex Betroffene, Recherchen, Selbstexperimente

Was ist das denn für eine kranke Aufgabenstellung?!!

Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln und mir wünschen, dass es Eltern gibt, die der Lehrkraft unmissverständlich erklären, warum man Kindern im gefährdeten Alter, an Magersucht zu erkranken, nicht noch Argumente dafür liefert!

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