Mäuse anschaffen. Pro und Kontra.

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Ich hatte Farbis, die Haltung ist toll, weil sie so wahnsinnig kreativ ist und die Farbis sich gewaltig über neue Klettermöglichkeiten freuen. Manche werden sehr zahm und können dann auch gestreichelt werden, aber die meisten bleiben scheu.

Sie sind natürlich sehr süß und Weibchen sind einfach zu halten. Männchen müssen erst kastriert werden, was nicht jeder TA macht und was leider auch nicht immer gut ausgeht. Aber nur kastriert können sie artgerecht leben.

Der größte Punkt, der gegen Mäuse spricht, wäre die Kurzlebigkeit. Meine Mäuse wurden nicht mal ein Jahr alt, bis auf eine starben alle an Krebs innerhalb von 6 Monaten. Meine älteste Maus wurde 9 Monate alt, obwohl ich gerade von ihr dachte, dass sie nicht lange leben würde. Farbmäuse gehören bis heute zu meinen Lieblingstieren, ABER die kurze Lebensspanne und dann auch noch so qualvolle Tode sind für mich ein Grund, keine mehr zu halten. Man liebt jede einzelne und jede die stirbt, ist eine zuviel.

Natürlich kann ein einzelner Liebhaber, der eben keine Mäuse mehr kauft oder aus dem TH holt, etwas an der Masse der verkauften Tiere und ihren Zuchtbedingungen ändern, denn die Farbmaus ist das Futtertier Nr. 1 für Reptilienbesitzer. Daher wird auch keinen Wert auf Langlebigkeit und Gesundheit gelegt (ist meine Erfahrung). Es gibt aber Züchter, die wirklich passioniert sind, sich mit Genetik auskennen und die neuen Besitzer ihrer Mäuse vorher prüfen, also sehr tierschutzorientiert "arbeiten". Die züchten auch nicht des Geldes wegen und ihre Tiere würden niemals in einem Zooladen landen, sondern höchstens im Tierheim. Wenn du also Farbis anschaffen möchtest, dann bitte entweder aus dem Tierheim, von Tierschutz-Vereinen (Mäuseasyl zB) oder von einem solchen seriösen Züchter.

Ganz wichtig ist auch, dass du dich intensiv mit dem Gehegebau auseinander setzt. Denn die Käfighaltung reicht Farbmäusen nicht aus, sie brauchen viel Platz. Damit das Gehege nicht nach einer Weile nach faulen Eiern stinkt, weil der Urin ins Holz einzieht, solltest du dich wirklich gut informieren, wie man das Gehege artgerecht und sicher macht, damit es lange hält. :) Ich war leider nicht so klug, das Holz wurde vollgepieselt und stank nach einem halben Jahr tierisch. Auch deshalb würde ich mir keine Farbis mehr anschaffen.

Ich hab selber Farbmaeuse und es ist sehr laestig, jede Woche den Kaefig zu reinigen. Sie sind jedoch sehr interessant und ich liebe es sie immer abends zu beobachten. Es ist wie gesagt bloed, den Kaefig so viel zu reinigen, aber ich habe mich fuer diese Tiere entschieden und muss nun auch die Verantwortung uebernehmen. Ich habe es aber noch nie bereut, dass ich mir Farbmaeuse geholt hab.

Jede Woche ist viel zu viel. Das stresst die Tiere enorm und dadurch stinkt es nur umso mehr, denn so vernichtest du ihre einzige Orientierungsmöglichkeit und ihre Nester.

Alle 4-6 Wochen sollte ein Farbi-Gehege komplett gereinigt werden, einmal pro Woche nur die kleinen Pipiecken und natürlich liegengebliebene Futterreste. Und das ist ja echt kein Aufwand.

Ich kann jedem nur raten, sich wirklich umfangreich zu informieren, welche Bedürfnisse diese Tiere haben, sie werden oft falsch verstanden bzw ist es auch vielen egal (ich will jetzt hier niemandem was unterstellen, aber ich kenne persönlich Menschen, denen es wirklich egal ist). Darum reg ich mich manchmal schon sehr auf bei solchen Themen.

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Würde ich nicht empfehlen, weil man immer eine Bindung zu den tierchen aufbaut und wenn sie sterben ist man traurig, was bei Mäusen leider sehr schnell geht.

Wie alt werden den Mäuse?

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@Rosengirl020

Es heißt, sie werden 1-2 Jahre alt, aber meine Mäuse wurden alle nicht einmal ein Jahr alt, teilweise starben sie nach nur 6 Monaten trotzdem ich sehr bemüht war, sie artgerecht zu halten. Der Krebs ist eben ständig präsent.

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meine wurden über 3 Jahre... Obwohl ich alle zwei Wochen den Käfig gemacht habe :3

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@AnonymS1

Oben schreibst Du, Du hattest Rennmäuse.

Hier geht es um Farbmäuse, das ist etwas ganz anderes.

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