Märchen_ - _Logikfehler?

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5 Antworten

Zunächst mal: Man sollte diese Dinge nicht so ernst nehmen. Märchen sind sinnbildhafte Geschichte und haben keinen Wahrheitsanspruch.

Und dann: Unterschiedliche Zeiten sind überhaupt kein logisches Problem. Du kannst doch auch sagen "Gestern war ich in Köln, heute bin ich in Hamburg, morgen werde ich in Berlin sein." Dann startest Du im Präteritum und kommst über die Gegenwart in die Zukunft. - Übertragen auf Dein Beispiel: "Es war einmal" ist ein Anfang im Präteritum, wie Du richtig bemerkt hast. Das ist die unvollendete Vergangenheit, die quasi bis in die Gegenwart und Zukunft weiterläuft. So fängt die Geschichte an. "Und wenn sie nicht gestorben sind" - Ist eine Perfektformulierung. Perfekt ist die vollendete Vergangenheit. Wenn jemand gestorben ist, dann ist das endgültig. Schlüsselwort ist aber das WENN. Das ist ja eine beinahe ironische Formulierung, eine banale Schlussfolgerung. Wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch. Wenn sie gestorben sind, sind sie tot. Auf die Zeit übertragen hieße das: Zuerst erlebten sie dies, dann das, dann das, ... Das war ihr Leben bis zum Zeitpunkt x. Was danach noch kam, weiß ich nicht. Entweder sie sind gestorben oder nicht. Fazit: Keinerlei Logikfehler.

Irgendwie hast du Recht, aber vielleicht ist mit dem "Es war einmal..." auch nur die Anfangssituation gemeint;

"Es war einmal ein fetter Frosch, der niemals auf einem Seerosenblatt sitzen konnte, weil er so fett war. Eines Tages kam Detlef D! Soost und verdonnerte ihn zu einem Training. Mit der Zeit wurde der fette Frosch immer schlanker und irgendwann passte er auch wieder auf das Seerosenblatt. Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er noch heute." -Applaus für dieses tolle Märchen-

Aber eigentlich bezieht sich das ja schon auf den Frosch der mal 'war' und nicht auf seine Fettigkeit...

Liebe Grüße. Pilgrimmi

Hallo

"Es war einmal" impliziert nicht das die Protagonisten bereits verschieden sind...

"Es war ein mal ein Man der eine Tür eintrat, wenn er nicht gestorben ist lebt er noch heute"

Ergibt absolut Sinn, "es war einmal" kann auch vor wenigen Minuten gewesen sein.

Gruß

Dodo99633 30.06.2014, 16:50

aber zb " es war einmal" ein kleiner jonny, der gerne türen ableckte..... das heisst doch vergangenheit, es war einmal jonny, das heisst es gibt ihn nicht mehr :(

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echteAliona 01.07.2014, 19:59
@Dodo99633

Ja, aber bei deiner Version bezieht es sich auch auf die Person johnny (Übrigens blödes Bespiel), während sich VunterSlaush auf eine Tätigkeit bezog. Nur weil der Mensch, der die Tätigkeit gemacht hat, nicht mehr macht, heißt das ja nicht, das er tot ist. Ich hoffe du konntest meine Logik verstehen^^

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Präteritum sagt ja nur aus, dass etwas passiert ist, was nun vorbei ist. Wenn ich sage: Du hast gestern eine Pizza gegessen (JA JA JA ich weiß, kein Präteritum [aber es geht um die Vergangenheitsform]) Dann heißt es ja nicht, dass du nun tot bist.

Dodo99633 30.06.2014, 16:54

war ist vergangenheit für sein und bezieht auf sein dasein, somit ist sein ableben absolut

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Meine Güte. Man kann doch ein Märchen nicht mit "und 20 Jahre später waren alle tot" abschließen.

Dodo99633 30.06.2014, 16:51

besser als nen logikfehler............

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Majumate 01.07.2014, 07:04
@Dodo99633

Ein Märchen mit Logik sehen zu wollen ist auch nicht so logisch. Aber dieses "und wenn sie nicht gestorben sind. ..." ist erstens ein Abschluss der Kindern genügt. Wenn dieser Satz nicht wäre, müsste bis zum Ableben sämtlicher Darsteller immer wieder eine Fortsetzung geschrieben werden. Weiters entspringen Märchen der Phantasie eines Schreibers und wie viele Kinder fantasieren dann vor sich hin, diese Prinzessin zu sein. Und ein Abschluß mit Tod ist ein echter Garant für ein paar erschrocken Kinderaugen. Ich weiß nur, dass ich als Kind keine traurigen Märchen mochte und deshalb lass ich es außen vor, ob das nun logisch ist oder nicht, wenn ich meinen Kids eines vorlese.

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