Männliche Babysitter/Erzieher

5 Antworten

Hallo Max!

Lass dich nicht aus dem Konzept bringen. Für unsere Kinder ist es ganz wichtig, dass es auch männliche Erzieher gibt. Nicht viele wagen diesen Schritt, oder geben bald wieder auf und schulen um, weil der Gehalt eben nicht so riesig ist, wenn man eine Familie ernähren muss.

Dass du keinen Babysitter-Job bekommst,liegt vielleicht auch einfach an deinem jungen Alter. Da rechnen die Leute nicht damit, dass du Erfahrung haben könntest, oder ein Naturtalent bist ;o) . Sicher will dir keiner was unterstellen. Meistens ist es ja auch so, dass Männer sich auf ältere Kinderkonzentrieren, nicht gerade auf Babies.... .

Wenn du mal anfängst Praktika zu machen, dann kommen die Babysitterjobs schon, wenn die Leute dich kennen lernen. In meiner Ausbildung wurde ich auch immer gefragt, ob ich auf die Kinder der Eltern vom Kindergarten aufpasse ;o) . Habe ich schon gemacht, mich aber manchmal geärgert, weil einen die Leute auch mit einem Minilohn abspeisen, und es als selbstverständlich sehen, dass man das macht. Lass dich also nicht übers Ohr hauen, wenn dich jemand zum Babysitten anheuert.

Ich hatte übrigens, als ich früher noch im Kindergarten gearbeitet habe, tolle männliche Kollegen, die bei den Kindern sehr beliebt waren (und bei den Eltern auch gut angekommen sind). Leider sind die dann irgendwann zum Jugendamt abgewandert, weil´s da mehr Geld gab. In der Gemeinde, in der ich jetzt arbeite, ist in den Kindergärten und im Kleinkindbereich leider kein einziger Mann. Allerdings in der Schulkindbetreuung, wo ich arbeite, gleich zwei, und einer arbeitet im Jugendhaus. Aber Männer sind leider, leider in der Minderheit. Also beiß dich durch, mach dein Ding, es ist wichtig, dass Männer unter die Kinder kommen. Gerade heutzutage, wo alles nur noch in Ganztagesbetreuungen abläuft. Die Kinder sehen den ganzen Tag nur Frauen. Frauen können aber gerade den Jungs oft nicht das näher bringen, was ein Vater tun würde. Und so einen "Tagesvater" brauchen sie aber (auch die Mädchen), da der eigene Vater am Tag vielleicht höchstens eine Stunde am Abend Zeit hat. Bei uns kommen die Kinder morgens um 7 Uhr, manche müssen bleiben bos 17 Uhr. Da sind gute (auch männliche) Erzieher / Betreuer ganz arg wichtig.

Ich wünsch dir, dass du nicht der einzige Mann in deiner Erzieher-Klasse bist. Das wäre glaube ich, ein bisschen frustrierend. Aber lass dich trotzdem nicht aus der Ruhe bringen.

Ja, Männer haben es da tatsächlich sehr schwer, in dieser Richtung nicht abgestempelt zu werden.

Vielleicht kannst du dir von deinen vorangegangenen Jobs Beurteilungen ausstellen lassen, damit du potentiellen Eltern zeigen kannst, dass du Kinder magst, aber nicht in irgendeiner Weise verletzt.

Ich finde junge Männer als Erzieher für Kinder wichtig. Meine große Tochter war dazumal im Kindergarten von dem "großen Jungen" ganz begeistert, die anderen Kinder aber auch.

Das ist in den Köpfen der Menschen einfach so drin. Es gibt ja auch genug negative Schlagzeilen, von Einzelfällen, die von den großen Boulevardzeitungen sehr groß herausgebracht werden - und das Negative hält sich einfach in den Köpfen der breiten Masse.

Du kannst nur über Hartnäckigkeit und Vertrauen punkten. Du brauchst Mundpropaganda und Empfehlungen beim Babysitten, also immer gute Referenzen, wo man nachfragen kann wie es gelaufen ist.

Der Mißbrauch von Frauen an Kindern findet subtiler, verdeckter statt und wird weniger publiziert.

Ich möchte dir noch ein großes Lob aussprechen für deine Berufswahl! Bitte lass dich nicht beirren. Ich bin selbst Mutter von 2 Söhnen und das Problem ist, daß die Jungen vom Kindergarten über Grundschule, ja bis zu den höheren Klassen in einer reinen Frauenwelt leben. Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen. Referendarinnen, Lehrerinnen.

Gerade Jungs brauchen auch eine männliche Bezugsperson in ihrem Aufwachsen, neben den Vätern. Daher finde ich es unglaublich wichtig, wenn es auch Erzieher und Grundschullehrer gibt.

Verallgemeinerungen und Dummheit geht mir genauso auf den Geist wie dir! Aber was willst du machen? Geh einfach geradlinig deinen Weg!

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gestoßen bin war ich völlig schockiert, wie viele Menschen Vorurteile gegenüber Männlichen Erziehern haben. Habe alles mögliche gelesen wie z.B. "Welcher normale Mann entscheidet sich für so eine Ausbildung", "Dieser Job ist von Natur aus für Frauen bestimmt", "Ich würde mein Kind niemals auf eine KiTa schicken, wo ein Mann arbeitet", "Erzieher sind keine richtigen Männer", "Männliche Erzieher neigen zu pädophilen Taten" usw. Das hat mich jetzt total verunsichert und nun befürchte ich, dass wenn ich die Ausbildung mache den falschen Weg einschlage. Ich kann wirklich gut mit Kindern umgehen und mir macht die Arbeit mit Kindern Spaß, aber anscheinend wird es von der Gesellschaft nicht akzeptiert. Meine Frage: Soll ich die Ausbildung an den Nagel hängen und mir einen typischen "Männerberuf" suchen?

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