"Männerquote" in Erziehungsberufen.

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Oh es gibt schon Männer in diesem Beruf, kenne einige unter anderem ich selber. Warum nicht im Kindergarten? Ganz einfach, in den Städten geht es noch auf dem Land werden sie als Mann nur belächelt. Dazu kommt, das gerade die Bevölkerung einen Mann im Kindergarten schwerer akzeptieren. In vielen Köpfen ist Erziehung Frauensache, und einem Mann trauen viele dies nicht zu. Macht die Arbeit nicht gerade einfach. Im Jugendbereich ( Heim-,Psychiatrie etc. ) kehrt sich das Verhältnis um da wird den Frauen die nötige Härte abgesprochen. Beides ( das über den Mann im Kindergarten, das über die Frau im heim ) ist aber nicht zutreffend, die Persönlichkeit und nicht das Geschlecht macht es aus. Und was die Bezahlung angeht, wenn ich meine Familie von einem Kindergartengehalt alleine ernähren müsste,müsste ich mir einen Nebenjob suchen, in Heim oder Klinik verdiene ich wesentlich mehr. Und warum meine Frau nicht arbeiten geht? Ganz einfach, als die Kinder kamen, blieb sie zuhause, da ich einen 1000er mehr im Monat verdiente und wenn man ein HAus gebaut hat, kann man sich den Luxs das Sie die weniger verdient, da jünger, weniger Dienstjahre und beide bezahlt nach BAT ( heute TvÖd ) arbeiten geht und der Besserverdiener zu Hause bleibt. Also eine rein praktische Erwägung.

Das kann man so nur unterstreichen (obwohl sich Deine Antwort anhört, als hättest Du meinen Eintrag anders verstanden??).

0

An sich nicht schlecht. Im Gegensatz zu Frauen, die inhaltlich und zahlenmäßig sehr wohl in der Lage sind, Politik zu machen gibt es leider aktuell nach meinen Erfahrungen einfach zu wenig männliche Erzieher und Grundschullehrer. Das ließe sich mit einer Quote auch nicht ändern. Erste Ansätze wie die ansatzweise Förderung von Fachhochschulausbildung und entsprechend höherem "Ansehen" des Berufs Erzieher sind da, zeigen aber bisher nur geringe Wirkung. Am Ende lässt sich sowas wie so oft sicherlich nur über mehr Bezahlung erreichen. Fragt man sich nur, warum Frauen dann diese Berufe ergreifen, es muss wohl noch Wichtigeres als Geld geben (bei diesen Berufen, im Leben im Allgemeinen und überhaupt...)

Nein habe ich schon so verstanden wie du ihn meintest.Zu deinem Kommentar zu Kai,sage ich folgendes: ausgewogeneres Verhältnis Mann/Frau in Erziehungsberufen hat genau so wie du sagst nichts mit traditionellen Verhaltensmustern zu tun. Auch wenn ich ganz traditionell arbeite und meine Frau im Moment eher nicht ( versuchen da was mit Selbständigkeit auf die Beine zu stellen ), bin ich alles andere als traditionell. Ich kann kochen , putzen, waschen usw. usw. bin aktiv in der Erziehung meiner Kinder dabei, dank Schichtdienst auch tagsüber viel zu Hause. Und trotzdem sehe ich viele Dinge aus einer anderen Perspektive als meine Frau. Und dies ist auch gut so, denn was wäre das Leben ohne Unterschiede. Und lebenstüchtig nur weil kein Vater? Blödsinn, bin auch nur von einer Frau erzogen und habe keinen bleibenden Schaden erlitten. Also pflichte ich deinen Kommentar zu Kai bei.

0

Ich finde so was kann man nicht erzwingen. Ich selbst bin Lehrerin an einer Berufsschule und wir haben in unserer Abteilung 5 Frauen und 18 Männer. Zu wenig Frauen???? Ich denke, jemand der sich dazu berufen fühlt, andere zu unterrichten, zu erziehen und anzuleiten, wird auch ohne Quote einen solchen Beruf wählen.

nun - an Berufsschulen ist das schon anders - aber an den Grundschulen: Hast Du schon einmal in einer Grundschule die Lehrernamen auf der Zimmertafel durchgelesen - durchschnittlich kommen da auf 20 Lehrerinnen mal 2 Lehrer. Jedenfalls ist das hier in Stuttgart so. Und oft ist der einzige Lehrer der Sportlehrer.

0

Ich bin gegen eine solche Männerquote, so lange Frauen noch in fast allen Männerdomänen schlecht wegkommen, schlecht drankommen und schlecht weiterkommen.

Die wenigen Männer, die sich wirklich für erziehende oder pflegende Berufe interessieren, sind m.E. noch überall gut untergekommen. Konkret in Kindergärten werden Kindergärtner (!) gern gesehen, eben um auch mal das "Vater-Äquivalent" im Angebot zu haben.

Männer an Grundschulen nehmen fast überall rasch die Führungspositionen ein, so dass dort eh kein Bedarf einer Männerquote besteht.

Lieber Ulf, hast Du schon einmal in einer Grundschule die Lehrernamen auf der Zimmertafel durchgelesen - durchschnittlich kommen da auf 20 Lehrerinnen mal 2 Lehrer. Ich muss Dir jedoch Recht geben - die Leitung ist meist männlich.

0

Es geht doch nicht um das "Unterbringen" von Männern! E sgeht nicht darum, Männer in Führungspositionen zu bringen und dann ist das kein Thema mehr! Es geht darum, unseren Kindern eine ausgewogene Erziehung zu bieten, siehe auch mein Beitrag 11.3. Ulf, Dein Beitrag geht leider voll am Thema vorbei.

0

Vielleicht liegt der Männermangel in diesen Berufen einfach daran, dass verhältnismäßig wenig Männer diese Berufswege einschlagen!? Würde denn eine Quotenregelung Sinn machen, wenn die Quote nicht abdeckbar wäre?

Die "Erziehungspolaritäten" sollten die Kinder doch eigentlich schon durch die Eltern erfahren. Deswegen eine Quote einzuführen, finde ich eher überflüssig.

Das mit der nicht abdeckbaren Quote mag ja durchaus sein. Dafür sollte man dann vielleicht eine andere Lösung suchen. Aber zu den "Erziehungspolaritäten" und "durch die Eltern erfahren" ?!?!? Sorry, aber auf welchem Planeten lebst du denn? Hast du dich in der letzten Zeit mal umgeschaut, wie viele Kinder OHNE Vater, also ohne "männliche Erziehungspolarität" aufwachsen. Oder einfach mal daran gedacht, wie viele Kinder zwar mit Vater aufwachsen, diesen aber (gerade in dem Alter) kaum zu Gesicht bekommen, weil der den ganzen Tag arbeitet? Bei einer halben Stunde "Papi am Tag" vor dem Schlafengehen bleibt die Art "Erziehungspolarität" doch wohl eher auf der Strecke. Also, von der Warte aus betrachtet wären ein paar männliche Vertreter in Kindergarten und Grundschule doch gar nicht so schlecht, oder?!?

0
@PsychomasMR

Wenn Du meinen Text genau gelesen hättest, wäre Dir das wohlbedachte Wort "sollten" aufgefallen. Ich weiß sehr wohl, wie die Realität aussieht. Persönlich glaube ich nicht, dass für die Erziehung zwingend ein weiblicher und männlicher Part gleichermaßen existenziell ist. In andere Kulturen sind die Männer kaum oder nicht an der Erziehung beteiligt. Was kann ein Kind durch die Erziehung von Mann und Frau gleichzeitig lernen? Ein überholtes Rollenverhalten? Wozu ist das nützlich? Zu nix!
Ich kenne einige Menschen, die familiär bedingt nur durch Mutter oder Vater erzogen wurden. Ich habe nicht den Eindruck gewonnen, dass die ihr Leben schlechter in den Griff bekamen als andere. Im übrigen gibt es in den Familien häufig außer einem Vater noch andere männliche Bezugspersonen.

0
@dock69

Aus eigener Erfahrung (Vater eines Sohnes und einer Tochter)glaube ich durchaus, dass es wichtig ist, dass die Kinder sowohl männliche als auch weibliche Bezugspersonen haben. Wenn die zu hause da sind - prima! Ist aber eben nicht mehr die allgemeine Regel, so dass ein entsprechend ausgewogeneres Verhältnis der Geschlechter in Erziehungsberufen sehr gut wäre. Das hat auch nichts mit dem Übernehmen tradierter Rollenmuster zu tun, sondern viel mit der Ausbildung der eigenen Persönlichkeit. Und weil nichts pauschal zu beurteilen ist kann man auch aus einer solchen Meinung wie der von PsychomasMR oder meiner nicht schließen, dass es ohne Mutter UND Vater zwangsläufig zu lebensunfähigen Menschen kommen müsste. SO einfach ist die Welt ja zu Glück auch wieder nicht.

0

Was möchtest Du wissen?