Männer im Studium kennenlernen trotz Psychologie Studium?

8 Antworten

Die Paare in meinem Umfeld, die sich während des Studiums kennengelernt haben, haben in den meisten Fällen nicht das gleiche Studienfach belegt, sondern haben sich auf Studentenpartys oder bei studentisch organisierten Projekten oder Freizeitbeschäftigungen (Sport, Musik etc.) kennengelernt.

Außerdem sind das ja trotzdem keine reinen Frauenfächer, männliche Kommilitonen gibt es auch da.

Mach dir darum also nicht zu viele Gedanken. Während des Studiums gibt es unendlich viele Möglichkeiten, Kontakte auch außerhalb des Hörsaals zu knüpfen.

Beste Grüße!

Studentenpartys fällt bei mir glaub ich raus weil ich viel zu schüchtern bin um auf Partys einfach jemanden anzuquatschen, aber danke für die Ermutigung

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@Hanna1594

Mach dir mal nicht so viel Druck. Bei einer Party kennt man ja üblicherweise schon ein, zwei Leute, die wieder ein paar Leute kennen und so weiter. Da mischen sich die Gesprächsrunden ganz schnell. Man muss bei sowas eigentlich niemanden zwanghaft anquatschen, das ergibt sich schon fast von ganz allein.

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@Hanna1594

Du studierst Psychologie. Warum machst du das? Vermutlich doch, um später mal anderen Menschen bei psychischen Problemen zu helfen. Dazu gehört auch Schüchternheit. Wäre es nicht an der Zeit, zunächst die eigene Schüchternheit zu besiegen, bevor du anderen was dazu beibringen willst? Warum siehst du diese Herausforderung nicht als einen Schritt in deinem Studium? Den Begriff "Konfrontationstherapie" wirst du ja dann schon kennen. Warum testest du dieses Verfahren nicht im Selbstversuch? Stell dich in einem Einkaufszentrum auf einen Papierkorb und fang an zu singen! Geh mit einer Zahnbürste an der Leine spazieren, als wäre sie ein Hund! Sprich ein Pärchen an und frage ihn nach seiner Telefonnummer! Dann wird dir die Kontaktaufnahme zu einem jungen Mann während einer Party, wo sich Menschen ganz natürlich kennenlernen, nur noch wie ein Kinderspiel erscheinen.

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@Nachhaltiger

Warum muss man Schüchternheit denn therapieren wollen? Das scheint mir doch etwas übertrieben.

Und die von dir vorgschlagenen Selbstversuche halte ich sogar für kontraproduktiv. Damit wird man zweifellos auf Ablehnung stoßen und das Selbstwertgefühl nur noch weiter heruntersetzen. Mal ganz davon abgesehen, dass man wohl niemanden, der mit einer Zahnbürste an einer Leine herumläuft für selbstbewusst halten würde, sondern eher für hilfebedürftig.

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@Ansegisel

Das alles sind gängige psychotherapeutische Übungen. Die sie, was sie wissen wird, natürlich in kundiger Begleitung und nicht allein absolvieren muss. Wenn Schüchternheit ein gewisses Maß überschreitet, entsteht Leidensdruck, der therapiebedürftig werden kann. Schüchternheit kann einen von sehr vielen lebenswerten Momenten trennen - und es kann passieren, dass man sich später in seinem Leben bitter grämt über das, was man versäumte nur dieser albernen Schüchternheit wegen.

Eine schüchterne Psychotherapeutin, die sich nicht mal traut, einen Mann anzuspürechen - das geht nicht. Sie muss auf Menschen zugehen lernen. Sie muss so mit ihnen kommunizieren können, dass sie sich ihr öffnen. Sie muss ihnen Wege aufzeugen können, die sie aus diesem Dilemma (jmd. ansprechen wollen, aber nicht können) heraushilft. Wenn sie dieses Thema schon nicht bewältigt, dann kann sie auch keinem anderen helfen. Dann wird sie unglaubwürdig wirken. Wenn sie das bei sich nicht schafft, gefährdet das in meinen Augen sogar ihren Wunschberuf. Psychotherapeuten dürfen schüchtern sein. Aber sie müssen das überwinden können. Und je eher sie das lernt, desto besser für sie - privat wie beruflich.

Ich weiß, wovon ich spreche. Mir hat, als es an der Zeit war, leider niemand geholfen. Viel zu spät muss ich nun in Therapien, wegen Dpressionen usw., solche Dinge lernen. Es hat nicht mit der Zahnbürste an der Leine zu tun. Sondern damit, sich unabhängig von Meinungen, Urteilen und Gelaber anderer zu machen. Schüchternheit ist ein Zeichen mangelnden Selbstbewusstseins. Als Therpeut für seelisch entgleiste Menschen muss man aber mental stabil sein. Und ich bin sicher, sie ist es auch mehr als wert, sich selbst ausreichend wertzuschätzen - sowohl im Wissen als auch im Gefühl.

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@Nachhaltiger

Es ist natürlich nicht schön, zu hören, dass du selbst eine entsprechende Geschichte hinter dir hast und ich wünsche dir wirklich alles Gute bei deinem Weg.

Dennoch halte ich es für nicht angebracht, deine Erfahrungen so direkt auf die Fragestellerin zu übertragen. Anhand dieser wenigen Aussagen die Linie so direkt von Schüchternheit zu einer behandlungsbedürftigen Depression zu ziehen, kann ich nicht nachvollziehen.

Mal ganz davon abgesehen, dass die Psychotherapie ja nur ein mögliches Arbeitsfeld für Psychologen darstellt, aber bei weitem nicht das einzige.

Aber wie gesagt, die Schüchternheit der Fragestellerin zu pathologisieren und ohne Kenntnis der Person recht drastische Selbsttherapiemethoden vorzuschlagen, halte ich nicht für richtig und nicht notwendig.

Es ist natürlich gut, dass du darauf hinweist, dass man Probleme, die einem das Leben erschweren, nicht für sich behalten, sondern möglichst offen und ggf. unter Hinzuzug professioneller Hilfe mit diesem umgehen sollte.

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@Ansegisel

Meine Antwort soll der FS lediglich andere Perspektiven aufzeigen. Denkanstöße geben in Richtungen, die ihr vielleicht noch unbekannt sind. Mehr kann eine Antwort hier eh nicht bewirken. Und es gibt Leute, die bereits wegen Schüchternheit sich in Therapie begeben. Das ist besser, als so lange zu warten, bis der Leidensdruck so groß wird, dass man verinnerlicht, dass das Leben an einem vorbei geht, man daran auch noch selber "schuld" ist und eben eine Depression entstehen kann, die schwieriger zu therapieren ist als bloße Schüchternheit. Ich habe nicht behauptet, dass das bei der FS so ist. Aber es ist womöglich der erste Schritt in eine ungute Richtung, die das ganze Leben - im Extremfall - vergällen kann. Sie hat den Vorteil, eine Frau zu sein - da ist die Chance besser, auch angesprochen zu werden. Manche sind aber so schüchtern, dass sie nicht einmal damit mehr klarkommen und "flüchten".

Danke für deine Wünsche. Für mich ist der "Weg" vorbei. Mir sind die Meinungen und die Laberei anderer Leute relativ egal geworden. Ich bin, wie ich bin und habe mich akzeptiert. Auch wenn der Preis hoch ist. Und der Prozess leider viel zu lange dauerte und zu spät endete - und manches sich nie mehr reparieren lässt. All das würde ich anderen schon gerne ersparen. Das Leben ist zu kurz für alberne Schüchternheit. Da ist "Zahnbürsten-Pfiffi" definitiv schon besser und unterhaltsamer. ;)

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@Ansegisel

Da hat jemand schon wieder eine neue Psycho-Krankheit entdeckt. Die Bibliotheken müssen eben immer länger werden :)

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@Nachhaltiger
Vermutlich doch, um später mal anderen Menschen bei psychischen Problemen zu helfen.

Psychologie ungleich Psychotherapie!

Die meisten, die mit der Erwartung, sich selbst (oder andere) therapieren zu können, in das Studium starten, werden bitter enttäuscht, da das Studium auch ganz anderen Themen beinhaltet, u.a. eine Menge Statistik und Mathematik ;)

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Auch wenn Du kein Party-Typ bist, an der Uni gibt es genügend Möglichkeiten, Leute kennen zu lernen. Schau´ mal ans "schwarze Brett" vor dem Dekanat oder dem Studierendensekretariat. Da werden viele Veranstaltungen aus verschiedenen Bereichen angekündigt (Politik, Sport, Musik, Religion, usw.), wo man jemanden kennenlernen kann. Oder Du machst mit bei einer Mannschaftssportart im Hochschulsport. Oder Du engagierst dich bei der "Fachschaft" oder im "Asta". Und auch wenn Du schüchtern bist: Es gibt kein Verbot für Frauen, einen Mann anzusprechen! Ich bin so durch meine spätere Frau "erobert" worden (sie studierte Medizin , ich Jura). Natürlich wirst Du das nicht so direkt machen. Bitte halt mal einen Jungen, der dir optisch gefällt, um irgend etwas. Oder umgekehrt: Tu´ ihm einen Gefallen. Ich hatte mal so eine spätere Freundin kennengelernt, indem ich ihr - die schrecklich erkältet war und kein Taschentuch dabei hatte - aus dem Hörsaal heraus eine Packung Papiertaschentücher kaufen ging und ihr danach mit freundlichem Lächeln überreichte. Es gibt so viele Gelegenheiten. Fang an!

Du weißst schon, dass du dich nicht nur auf Typen bei dir im Saal versteifen musst? Wenn du was mit Niveau suchst, dann 1) warte nicht bis du 25+ bist und 2) schraub deine Erwartungen runter. Hübsch, Selbstbewusst, Erfolgreich und Kluge Typen sind gerade mal 1% und die haben so viel Auswahl, dass die praktisch jeden Tag eine neue haben 😂

Ansonsten lernt man einige in Lernkreisen kennen, oder Debatierclubs usw.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Man kann überall Männer kennenzulernen und wenn man Scheu ist, dann bietet das Internet Möglichkeit dazu.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Studierendenfeiern

Mensa

Bibliothek

etc...

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