Mädchen 14 mit Messer?

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15 Antworten

Messer gelten grundsätzlich erst mal als Werkzeug und unterliegen keiner Altersbegrenzung.
Außer sie sind laut Waffengesetz als Waffe eingestuft, z.B. Dolch, Karambit, Bajonett, Springmesser ....Diese sind erst ab 18 erlaubt.

Es gibt noch Messer die in D absolut verboten sind, z.B. Butterfly, Faustmesser, bestimmte Spring&Fallmesser, getarnte Waffen...

Das Führen von Messern regelt § 42a WaffG
Kurzfassung: Verboten ist das Führen (unverschlossen dabeihaben) von Messern die als Waffe gelten (Dolch, Karambit, Springmesser ...)
Außerdem verboten ist das Führen von feststehenden Messern mit Klingen über 12cm Länge und von allen Messern die einhändig verriegeln (Einhandmesser)
http://www.gesetze-im-internet.de/waffg\\_2002/\\_\\_42a.html

Abgesehen davon ist ein Messer zur Verteidigung völlig ungeeignet weil du die Wirkung nie sicher vorhersagen/kontrollieren kannst.
Schlecht getroffen und du ärgerst ihn so dass er dich richtig fertig macht oder ein paar Millimeter daneben und du triffst statt Fleisch/Muskel ein Blutgefäß und der Angreifer verblutet.
Dann macht dich hinterher ein Richter fertig wenn du nicht (mindestens 43) Zeugen hast die dir Notwehr bezeugen.

NOTWEHR wird geregelt in §32StGB, www.gesetze-im-internet.de/stgb/__32.html
danach darf man alles ! tun was "erforderlich" ist einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
Lass dir nicht einreden du dürftest erst reagieren wenn der Angriff schon im Gange ist, bei einem Angriff mit Tötungsabsicht wäre das eindeutig zu spät.
Da steht nichts von Verhältnismäßig. Es kann auch Notwehr sein einen unbewaffneten Angreifer zu töten, man muss sich auch keinesfalls auf einen Kampf mit ungewissem Ausgang einlassen.
Andererseits wird jede Körperverletzung nachträglich durch unser Rechtssystem im Einzelfall untersucht und
dann werden Unbeteidigte anhand der Fakten und Zeugenaussagen entscheiden ob die Tat "erforderlich" war oder bestraft wird.
Es gibt kein Rezept und keinen Freibrief für eine Situation die jemand von vornherein ein Recht auf ein bestimmtes Notwehrverhalten zuspricht.
Wenn du dir einen Überblick verschaffen möchtest was Gerichte für Urteile fällen lies hier:
https://dejure.org/dienste/lex/StGB/32/1.html

Zur SV eignet sich (legal) am Besten Pfefferspray:

Pfefferspray hat in D keine Zulassung als Abwehrspray gegen Menschen erhalten.
Desshalb darf es ausschließlich als Tierabwehrspray verkauft werden. (Muss draufstehen).
Dosen ohne diese Kennzeichnung (z.B. aus dem Ausland oder von Behörden) sind in D verbotene Waffen!
Pfefferspray als Tierabwehrspray fällt nicht unter das WaffG und unterliegt somit auch nicht den
Beschränkungen von RSG (ReizstoffSprühGeräte) mit CS/CN- Wirkstoff die erst ab 14 sind.
Es gibt KEINE Altersgrenze für Pfefferspray!
In einer Notwehrsituation darf Pfefferspray auch gegen Menschen eingesetzt werden.
Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen ist immer eine Körperverletzung,
straffrei ausschließlich bei berechtigter Notwehr (§32StGB)
https://www.youtube.com/results?search_query=pfefferspray+strahl

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(ich bin zu schwach für Kampfsport).

Diese Aussage ist, sofern du nicht an Muskelschwund leidest, oder eine andere schwerwiegende Erkrankung hast, einfach falsch.

Kampfkunst und Kampfsport haben keineswegs nur mit körperlicher Stärker zu tun. Tatsächlich war ja der ursprünglich Zweck dieser Disziplinen, sich im Ernstfall gegen einen stärkeren, möglicherweise sogar bewaffneten, Angreifer zu verteidigen.

Du hast möglicherweise ein falsches Bild von diesen Disziplinen - das sind nicht alles Vollkontakt-Sportarten, bei denen man sich in einem Ring prügelt.

Persönliche Erfahrung

Ich selbst trainiere die japanische Kampfkunst Aikido und die dort gelehrten Hebel und Würfe setzen keine große Körperkraft voraus, da der Partner kooperieren muss, wenn er sich nicht verletzen will.

Hier habe ich ein wenig über Aikido geschrieben und mit Videos illustriert;

https://www.gutefrage.net/frage/welche-kampfsportart-gefaellt-euch-und-warum-welche-macht-ihr?foundIn=list-answers-by-user#answer-202694589

Aikido wurde, als es nach Europa kam, zunächst sogar als ein "Frauen-Kampfkunst" belächelt, weil die Bewegungen nicht offensiv und ruckartig sind - aber natürlich trainieren Männer und Frauen jedes Alters Aikido.

Ich denke, es ist eine gute Option, wenn man vor "harten" Stilen etwas Angst hat.

Waffen zur Selbstverteidigung

Waffen zur Selbstverteidigung mit sich zu  führen hat außerdem mehrere Nachteile, die je nach Person unterschiedlich stark ausgeprägt sein können

Durch die Waffe kann das Gefühl einer Scheinsicherheit entsteht und man geht womöglich Risiken ein (Gang auf dunkler Straßenseite ein, anstatt auf die helle zu wechseln), die man im Normalfall nicht eingegangen wäre.

Die Waffe muss zudem bei jedem Weg mitgeführt werden. Vergisst man sie einmal, kann das Gefühl von Sicherheit sich ins Gegenteil verkehren und man signalisiert stärker als sonst, ein leichtes Opfer zu sein.

Außerdem muss die Waffe sofort einsatzbereit sein  und kaum jemand hat sie ständig in der Hand. Das beste Messer, CS-Gas, oder Elektroschockgerät nutzt jedoch nichts, wenn es erst einmal aus der Tasche gekramt werden muss.

Im Fall einer unsachgemäßen Handhabung, oder Entwaffnung, kann eine mitgeführte Waffe sogar zur Eigengefährdung beitragen. Einfach gesagt; Wer kein Messer hat, kann damit auch nicht abgestochen werden.

Andererseits lassen sich Waffentechniken aus Kampfkünsten, oder dem Kampfsport auch auf alltägliche Gegenstände, wie zB Regenschirme übertragen, die nicht als Extra-Objekte mitgeführt werden müssen.

Mittlerweile gibt es sogar Selbstverteidigungskurse für Frauen, in denen neben Selbstbehauptung und Deeskalation auch der Umgang mit improvisierten Waffen gelehrt wird.

Allerdings bin ich kein Fan von Crash-Kursen, da sie das falsche Gefühl vermitteln, durch einmalige Teilnahme sei man auf alle Gefahren vorbereitet.

Mein Ratschlag

Vergiss den Versuch dich zu bewaffnen, sondern suche dir lieber eine Kampfkunst, oder einen Kampfsport, der dir Spaß macht - denn nur dadurch ist langfristiger Trainingserfolg möglich.

Dabei lernst du nicht einfach nur, dich zu verteidigen, sondern auch dein Selbstvertrauen und Auftreten können sich dadurch verbessern, was dazu führt, dass du gar nicht erst Opfer eines Angriffs wirst.

Also such dir Vereine in deiner Umgebung, mache Termine für Probetrainings aus und schaue einfach, welcher Stil dir Freude macht.

Viel Spaß. :-)

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Kommentar von iamJustAhuman
17.07.2016, 21:28

Sehr Interessant, ich selbst habe auch bald vor wieder mal mit Ju Jutsu anzufangen. Was aber am wichtigsten ist das man seinen Geist parallel zum Körper trainiert und das ist das beste daran. 

Aktive Grüße

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Kommentar von VortexDani
17.07.2016, 21:34

und man lernt ob es sich lohnt überhaupt einen Konflikt zu riskieren falls die Deeskalation scheitert; heißt die Flucht ist die beste Option solange man niemanden beschützen muss, um seine eigene Unversehrtheit zu bewahren :) ein falscher Stolz oder verhältnismäßig unwichtige Dinge tausche ich nicht gerne mit etwas so Wichtigem wie meiner Gesundheit, auch nach 13 Jahren Kampfsportarten ^^ das vergessen leider viel zu Viele

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Hallo miauiuiuiuui,

du brauchst in Deutschland kein Messer mit dir führen. Schon gar nicht zur Selbstverteidigung. 

Wenn du solche Angst hast, dann versuche mal die Location zu wechseln. Geh nicht in Gegenden, die gefährlich sind, treibe dich Nachts nicht auf der Straße rum. 

https://www.all4shooters.com/de/Shooting/Zubehoer/Gebrauch-von-Messern-Zubehoer/Hier kannst du über die Rechtmäßigkeit von Messern nachlesen.

Ich bin im übrigen ganz ohne Waffen durchs Leben gekommen! Das geht nämlich auch. 

LG Mata

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Wie sich hier direkt alle Leute drauf stürzen, ohne sich mit Messern/Waffen auszukennen, nur um dir das auszureden... ^^

Grundsätzlich würde ich von einem Messer zur Selbstverteidigung auch abraten. Dazu fallen mir folgende Gründe ein:

- Es kann gegen dich verwendet werden

- Du musst Situationen gut abschätzen können 

- Ein Stich kann den Gegner aggressiver machen, als er schon ist

- Es kann vorkommen, dass du den Angreifer direkt tötest, anstatt ihn kampfunfähig zu machen

- Es erfordert viel Übung ein Messer richtig einzusetzen, ohne das Gegenüber lebensgefährlich zu verletzen bzw. auch seine Reaktionen einzuschätzen

- Der Gegner könnte ebenfalls ein Messer oder sogar eine Schusswaffe haben. Ein Messerkampf ist so ziemlich das Gefährlichste, auf das du dich einlassen kannst, wobei du dabei ohne entsprechende Ausbildung als 14 jähriges Mädchen kaum eine Chance haben wirst

Du siehst schon, dass Messer zur Selbstverteidigung nicht viel taugen. Grundsätzlich liebe ich Messer und will dir das nicht ausreden, weil ich eine Abneigung gegen Messer/Waffen habe, jedoch empfinde ich Messer als Werkzeuge und nicht als Waffen. Hinzu kommt auch, dass du sehr viele Messer gar nicht in der Öffentlichkeit führen darfst. Ich erspare dir und mir jetzt mal alle Einzelheiten dazu ;)

Alternativen zur Selbstverteidigung:

- Kampfsport: Gerade schwache Menschen, sollten Kampfsport machen ;) Überleg es dir noch mal, das kann nicht schaden

- Pfefferspray: Da es als Tierabwehrspray verkauft wird, darf man es führen aber nicht gegen Menschen einsetzen, außer in einer Notwehrsituation (Einzelheiten kannst du ja der Antwort von ES1956 entnehmen.

- Kubotane: Das sind "Stäbchen", die zur Druckausübung dienen. Diese sind legal erwerbbar und auch führbar. Dazu musst du allerdings recht viel üben, um sie richtig einzusetzen, um den Gegner kampfunfähig zu machen.

Alternativen ab 18 - Auch ü18 kann man Schutz brauchen ;) :

- Elektroschocker: Ab 18 Jahren käuflich und mit dem PTB-Siegel auch führbar.

- Kleiner Waffenschein (KWS): Berechtigt dich zum führen von Schreckschusswaffen. Damit können Platz-,Pfeffer-,CS-Gas-,Flash- und Signalpatronen abgeschossen werden. Damit kann der Gegner kampfunfähig gemacht werden - ähnliche Wirkung wie Pfefferspray + lautem Knall. Bei der Frage, ob Pfefferspray oder Schreckschusspistole, gehen die Meinungen auseinander. Ich persönlich denke, dass eine Schreckschusspistole etwas einschüchternder ist, als eine Plastikdose. Das kann natürlich auch nach hinten losgehen, wenn der Gegner eine echte Schusswaffe dabei hat. Also braucht man da sehr viel Situationsbewusstsein.

Versuche allgemein gefährlichen Situationen immer zu entkommen, ohne von Solchen Mitteln Gebrauch zu machen. Wenn es unausweichlich ist, solltest du versuchen, den Gegner kampfunfähig zu machen und die Beine in die Hand zu nehmen. Abstechen oder generell töten ist da nicht die Lösung.

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Du bist 14 und "schwach" wie du sagst! Wenn jetzt im Falle eines Falles jemand auf dich losgeht, dann wird er dir das Messer abnehmen! ..... Wie wäre es mit Pfefferspray? Da hast du bestimmt auch keine Angst es anzuwenden!

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Kommentar von miauiuiuiuui
17.07.2016, 21:05

Danke,endlich eine normale Antwort inder ich nicht beleidigt werde:)

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"zu schwach für Kampfsport" klingt für mich eher nach der Suche nach einer Ausrede.

Man braucht keine Muskelberge für Kampfsport. Die sind oft sogar eher hinderlich.

Ich kenne eine Kampfsportmeisterin die hat Oberarme kaum dicker als meine Handgelenke. Aber die ist irre flink und legt mich (190cm lang, über 110kg schwer, nicht eben schwächlich und selbst ehemaliger Kampfsportler) schneller aufs Kreuz und fixiert mich als ich gucken kann.

ALso ab mit dir in die nächste Selbstverteidigungsschule!

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Brauchst Du nicht. Einfach in die Augen stechen oder den Kehlkopf schlagen wenn's wirklich um Leben und Tod gehen sollte. Dafür braucht man nicht mal einen Kurs belegen.

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Das ist keine gute Idee solange du nicht weißt wie du damit umgehst. Im schlimmsten Fall verletzt du dich oder andere oder derjenige entreißt dir das Messer und verletzt dich damit.

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Also ich kann dir auch eher Pfefferspray empfehlem, aber Taschenmesser?!

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Ich würde dir kein Messer empfehlen. Am besten, besorge dir CS-Gas. Das wirkt ähnlich wie Pfefferspray und ist auch legal, wenn du es in einer Notwehrsituation verwendest. CS-Gas ist ab 14 legal und darfst du auch FAST überall bei dir tragen.

 Schau mal hier nach: http://www.kotte-zeller.de/CS-Gasspray.htm?websale8=kotte-zeller-shop&ci=009876

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Kommentar von miauiuiuiuui
17.07.2016, 21:04

Danke,du bist der einzige Mensch der mir hier eine normale Antwort gibt:)

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Keiner ist zu schwach für Kampfsport.... und wenn du keine Erfahrung am Messer hast bringt dir das auch nicht viel wenn der "Gegner" dich dann entwaffnen kann.

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Kommentar von iamJustAhuman
17.07.2016, 21:03

Aber ja es gibt legale Messer in Deutschland 

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ich nehme immer mein Taschesser mit

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Kommentar von VortexDani
17.07.2016, 21:27

der isst dann die Taschen des Angreifers weg? :D

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Kommentar von suitman1230
17.07.2016, 21:30

Taschenmesser

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Werd erwachsen treib Sport

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Schweizer Taschenmesser, aber nicht TÖTEN das ist den Behörden (soweit ich weiß) egal ob zur Verteidigung. Mord ist mord 

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Kommentar von ES1956
17.07.2016, 21:08

Quatsch. Schon von Notwehr gehört? Siehe §32StGB.

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Kommentar von miauiuiuiuui
17.07.2016, 21:16

Ich will das nur zur Abschreckung nehmen :D

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Wie nett von dir das du deinem potentiellen Angreifer gleich noch ein Messer mitbringst - muss er sein eigenes nicht benutzen.

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