machtlos bei inkasso

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8 Antworten

Zunächst mal bedarf eine Kündigung der Schriftform. Allerdings ist eine Aufhebung des Vertrages im gegenseitigen Einvernehmen nicht an die Schriftform gebunden.

Daher würde ich nicht auf eine telefonische Kündigung sondern auf die telefonische Vereinbarung zur Beendigung des Vertrages verweisen. Weiter wurden von 2005 bis heute keine Gebühren abgebucht. Dies lässt in der Tat den Schluss zu, dass eine dementsprechende Vereinbarung getroffen wurde. Im Streitfall käme die Gegenseite in arge Erklärungsnöte.

Generell, das weisst du ja bereits, leider hältst du dich nicht daran, solltest du solche Dinge schriftlich erledigen. Dann hast du ein Schriftstück in der Hand und kannst im Streitfall Beweise vorlegen. Es heisst nicht umsonst: "Wer schreibt, der bleibt - Wer telefoniert, verliert!"

Ich würde dir nun raten, an O2 zu schreiben (Einwurf-Einschreiben). Teile ihnen mit, dass der Vertrag im April 2005 im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde und seitdem auch keine Forderungen mehr erhoben und keine Zahlungen geleistet wurden. Teile ihnen weiter mit, dass du ihre Forderung zurückweist.

Im Übrigen kannst du alle Forderungen aus den Jahren 2011 oder früher mit der Einrede der Verjährung zurückweisen. Selbst wenn O2 in vollem Umfang Recht bekäme, könnten nur die Beträge, die seit 2012 und heute aufgelaufen sind, eingefordert werden.

danke..... wie geschrieben. seid 2005 nix, dann erst letztes jahr wollten die Geld...sprich 9 jahre nix und null dann kohle haben wollen...also kann ich auf eine Verjährung pochen...trotz eines vertrages den ich wohl scheinbar habe.......habe den dienst von O2 nie seit dem genutzt....nu will Bfs collection kohle, das sind Abzocker in meinen augen

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@rellixe
also kann ich auf eine Verjährung pochen...

Das wäre der erste Schritt, ja. Textvorschlage "Werte BFS. Ich erhebe Einrede der Verjährung und Verwirkung. Wenn Sie der Meinung sind, dass keine Verjährung besteht, können Sie mir dies gerne begründen, ich werde ihre Angaben dann prüfen. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien."

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Hast Du eine schriftliche Kündigungsbestätigung? Wenn nicht, wirst Du wohl zahlen müssen.

Nur in der Theorie. In der Praxis dürften zwei Drittel der Forderung verjährt sein und den Rest muss man erst mal erfolgreich einklagen. Das ist angesichts der Gesetze (beispielsweise Allzweckwaffe Verwirkung bzw. Treu und Glauben) gar nicht so sicher.

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@mepeisen

Wenn die Kündigung nicht schriftlich bestätigt wurde, lief der Vertrag weiter. Da ist es Essig mit Verjährung.

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@beangato

Da ist es Essig mit Verjährung.

In fast 10 Jahren keine Forderung und kein Geldeingang, da stehen die Erfolgsaussichten wohl eher bei über 99% für den Fragesteller.

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@beangato
Da ist es Essig mit Verjährung.

Du weißt weder, wie das mit der Verjährung funktioniert noch wie das mit der Verwirkung funktioniert.

Es ist total egal, ob der Vertrag weiter lief oder nicht. Alle Monatsgebühren bzw. Rechnungen von vor dem 1.1.2012 sind definitiv verjährt. Da geht nichts. Das ist nicht mehr einklagbar.

Und ob der Vertrag verwirkt ist und somit exakt gar nichts mehr gefordert werden darf, das ist zwar ggf. eine Frage für einen Anwalt bzw. ein Gericht. Aber der Gläubiger hat hier extrem wenig Chancen, einem Richter zu erklären, wieso er 9 Jahre lang nichts einfordert und dann plötzlich die Hand aufhält. Genau für solche Konstellationen gibt es dieses Konstrukt mit der Verwirkung.

Bitte informiere dich zuerst und dann erteile Ratschläge bei so wichtigen Themen, bei denen es um Geld geht.

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und per Telefon gekündigt

Also gar nicht.

das ich seid 2005 nix und null bezahlt habe und auch nie eine forderung kam.

Könnte nach Treu und Glauben als konkludentes Einverständnis in deine Kündigung gewertet werden.

Ich sehe das hier recht ähnlich wie mepeisen. Gefordert werden kann natürlich nur dann, wenn

  1. der Vertrag nicht gekündigt wurde
  2. O2 weiterhin Leistung erbracht hat

bestreite die Forderung und weise einmalig darauf hin das der Vertrag gekündigt wurde und die nichtabbuchung/betreibung über diesen langen Zeitraum ist auch ein eindeutiger Beleg für selbiges (Vorsicht... ich nehme natürlich an der Vertrag/die Simkarte wurde dann auch nciht mehr beansprucht). O2 solle wenn sie anderer Meinung sind bitte Zahlungsklage einreichen.

Wenn ein Richter das sieht lacht er sich kaputt und würde IMHO schon im Vorfeld O2 raten die Klage zurückzuziehen und falls O2 es doch wissen will die klage abschmettern (zumindest zu 99,9999% IMHO)

nein habe dies seid 2005 nie wieder genutzt oder sonstiges, damit auch keine Abbuchung erfolgte...bis auf 2014 juli......und ein anderen vertrag habe ich nie unterzeichnet bzw. wurde mir auch nicht postalisch zugesandt...danke für die antwort

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und per Telefon gekündigt (leider ned schriftlich),

Eine Kündigung bedarf der Schriftform. Alles andere ist nicht relevant. Der Vertrag ist also nie beendet worden und immer weitergelaufen.

Eine Kündigung bedarf der Schriftform

Nö. Im BGB steht so etwas nirgends. Bestenfalls könnte es über die AGB vereinbart worden sein. Was aber beide Vertragspartner nicht daran hindert, im beiderseitigen Einvernehmen telefonisch eine Kündigung zu verabreden.

Es ist am Ende im Streitfall eine Frage der Beweisbarkeit von Kündigung oder Vertragsweiterführung. Wobei eine Firma, die 9 Jahre lang keine Rechnung stellt, vor Gericht nahezu 0 Argumente hat, wieso der Vertrag die ganze Zeit weiter gelaufen sein soll und gerade nicht gekündigt war. Das glaubt der Firma im Normalfall kein Richter.

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Forderungen aus 2011 oder früher sind doch verjährt

Geh zu einer Verbraucherberatung (kostet 15 Euro) und lass Dir einen Brief an O2 und an die Inkassobude aufsetzen.

Man kann hier mit Verjährung und Verwirkung argumentieren.

können und ist es rechtens einen alten vertrag aufleben zu lassen

Der Vertrag lebt nicht auf, wenn er gar nicht wirksam gekündigt wurde, dann lief er die ganze Zeit...

Wobei man vor Gericht Probleme hat zu begründen, warum man 9 Jahre lang (!) keine Rechnung erstellt und dann plötzlich wieder etwas fordert.

Darüber hinaus sind auch sämtliche Ansprüche bis einschleißlich 31.12.2011 verjährt (sofern nicht tituliert).

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@Goofy62

Dann kann aber nur die Forderung verwirken, der Vertrag läuft dennoch weiter, wenn er nicht beendet ist...

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