Macht uns der Fortschritt, dekadent & paranoid?

2 Antworten

Es gibt tatsächlich einen Fortschritt der Dekadenz und des paranoiden Denkens, doch da war zuerst die Dekadenz und das paranoide Denken da, und danach kam der Fortschritt desselben.

Oder meinst du den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt?

Wenn ja, dann ist es auch dort nicht der Fortschritt, der solche Erscheinungen hervorruft, sondern - wie auch bei Religionen - der Glauben.

Nicht jeder technische und wissenschaftliche Fortschritt bedeutet unter dem Strich auch gesellschaftliche Vorteile. Vielfach werden solche Vorteile nur geglaubt, und die Realität sieht anders aus.

Wo sich Menschen mit jeder Menge solches irrigen Glaubens ihr Gehirn vernebeln, kann es durchaus Dekadenz und pranoides Denken als zwangsläufige Folge haben. Der umgekehrte Weg wäre da günstiger: Wissen und das über den Tellerand schauen anstatt blinder Glaube ist ein gutes Mittel, um unangenehme Folgen erst gar nicht auftreten zu lassen.

Jedoch gibt es einen Unterschied zwischen dem, wie man Menschen gerne hätte, und dem, wie sie wirklich ticken. Wenn rund 80 Prozent aller Menschen religiös sind, dann ist es naheliegend, daß dieselben 80 Prozent auch andere Dinge blind glauben.

JA. SIE SIND ÜBERALL
SIE VERFOLGEN MICH

AAAAAA

Findet ihr auch, dass eine Kopftransplantation zu weit geht?

Erst mal muss ich sagen, ich bin nicht gläubig. Aber trotzdem geht mir das entschieden zu weit.

Ich meine, sollte es funktionieren, wäre das für die Menschheit ein großer Schritt in Richtung Abgrund.

Vom ethnischen Aspekten mal abgesehen, wie soll das dann laufen?

Nimmt man den Toten dabei nicht ihre Würde? Denn selbst wer sich für eine Organspende entschieden hat, wird kaum wollen, dass in seinem Grab nur sein Kopf liegt.

Des weiteren finde ich es krass den Familien der Verstorbenen gegenüber. Stellt euch vor, ihr seid Eltern eines verstorbenen Kindes und ein fremder Mensch läuft mit dem Körper eures Kindes rum, während in seinem Grab nur sein Kopf liegt. Ich finde das Widerwärtig

Irgendwo sollten Grenzen sein, finde ich.

Und wo hört das Ganze auf?

Können sich dann in Zukunft vielleicht sogar irgendwelche alten, skrupellosen Milliardäre vor ihrem Tod ihr Gehirn in einen jungen Körper verpflanzen lassen, um ihre Ausbeutung weiter betreiben zu können? Das wäre ja dann (finanziell) eh nur den Reichen und Mächtigen möglich.

Des weiteren ist auch nicht gesagt, dass der "Geheilte" nach einer Kopftransplantation keine Schäden an seiner Psyche davonträgt. Vielleicht ist er dann nicht mehr der Selbe wie zuvor. Im schlimmsten Fall wird diese Person sogar zur Gefahr für seine Mitmenschen.

Mir macht diese Entwicklung echt Angst. Kann man es denn nicht endlich mal sein lassen, in der Natur herum zu pfuschen und Gott spielen zu wollen?

Was denkt ihr über dieses Thema?

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