Macht Trauer krank?

9 Antworten

Natürlich macht Trauer krank. Das ist zwar bei jedem anders, aber wenn du z.B. einen geliebten Angehörigen verloren hast, ist so eine extreme Trauer ganz normal.

Und ja, man darf sich da auch Hilfe holen. Es gibt z.B. Trauergruppen, wo sich Menschen treffen, um über ihre Trauer zu sprechen. Das hilft ungemein. Wenn du dich in dein Schneckenhaus verkriechst, wird es leider immer schlimmer. 

Ich habe das vor vielen Jahren auch  mitgemacht, als meine Mutter ganz plötzlich verstarb. Ich wollte am Leben gar nicht mehr teilnehmen, und habe mich ein halbes Jahr lang verkrochen. Ich wollte mit niemandem sprechen, und niemanden sehen. Erst danach konnte ich langsam wieder Fuß fassen, und mit anderen über den Tod meiner Mutter sprechen.

Ich weiß nicht, was du erlebt hast, aber ich wünsche dir alles Gute, dass es dir bald wieder besser geht. Geh zum Arzt mit deiner Trauer. Die können dir zumindestens ein mildes Beruhigungmittel verschreiben, und etwas für deinen Magen. Viele Hausärzte haben auch eine Grundausbildung in psychologischer Ersthilfe. Wenn es nötig sein sollte, und du alleine aus deiner Trauer nicht mehr heraus findest, kann dein Hausarzt dir einen Psychologen empfehlen. 

Alles Gute für dich!

Vielen lieben Dank

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Natürlich können auch psychisch bedingte Probleme den Menschen krank erscheinen lassen. Viele streiten sich dabei darum, ob dies auch Auswirkungen auf das eigene Immunsystem hat. Ich denke, dass in der Mitte die Antwort liegt. 

Jeder kennt das Gefühl des Liebeskummers, was gerade in deinem Alter ja sehr verbreitet ist. Wenn man nun von seiner Liebe enttäuscht oder abgewiesen wird, entsteht ein Gefühl, als wenn einem im Bereich des Solarplexus irgendein Gewicht reindrückt. Man kann es mit der Übelkeit oder Bauchschmerzen vergleichen.

Also egal welches Problem du hast, suche dir eine vertrauenswürdige Person (Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Oma, Opa, beste/r Freund/in) und sprich dich aus. Oft ist dies die beste Medizin gegen psychisch bedingte Probleme. Zumindest ist es keine Lösung, wenn du den Kummer in dich hineinfrisst und sich der psychologische Druck soweit anstaut, dass es dir von Tag zu Tag immer schlechter geht. Wenn es so schlimm sein sollte, dass du keinem Menschen aus deinem Umfeld dieses Problem erzählen möchtest, dann nimm dir therapeutische Hilfe in Anspruch; dafür muss man sich nicht schämen, viele bedeutende Politiker nehmen sich solche Leistungen zur Hilfe und auch Polizisten nutzen oft solche Dienstleistungen.

Ich hoffe, dass dir mein Beitrag in irgendeiner Form weiterhelfen konnte und wünsche dir eine gute und schnellst mögliche Besserung :-) !

Wenn ich seit 4 Wochen Magenkrämpfe hätte, würde ich nicht fragen, ob Trauer krank macht, sondern ich würde zum Hausarzt gehen und ihn wegen der Magenkrämpfe um eine gute Diagnose fragen.

Was die Trauer angeht:

Ich sage immer gerne: Trauer bedeutet Liebe zu einem Menschen, der verstorben ist. Will man die Trauer loswerden, muss man die Liebe und die Erinnerung an diesen Menschen loswerden.

Ich glaube kaum, dass Du das willst: Den Menschen vergessen, der für Dich so wichtig war.

Jetzt kann man seine Trauer hassen oder man kann sie lieben.

Man kann sie hassen, weil sie zu Gefühlsausbrüchen führt und zu Kontrollverlust.

Oder man kann die Trauer lieben, weil sie uns über den Tod hinaus mit dem Menschen verbindet, wegen dem wir trauern.

Ich will nicht mehr meine Tränen hassen, die plötzlich kommen. Sondern ich denke an einem Menschen, dem ich viel verdanke und den ich mochte und eigentlich immer noch mag. Ich kann diesen Menschen nicht mehr sehen oder in den Arm nehmen. Aber jede Träne sagt mir: Diese Verbindung kann auch der Tod mit nicht nehmen.

Ich weiß nicht, ob Dir diese Gedanken helfen können oder auf Deine Situation passen. Aber es wäre natürlich schon irgendwie schön. :-)

Dir alles Gute.

Dankeschön für diese Sicht! Das hat mir eben einiges klar gemacht und mir geholfen auch wenn ich die Frage nicht gestellt habe!

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@Twihard2002

:-)

Du hast zwei Probleme genannt: Trauer und Bauchschmerzen.

Also hast Du zwei Möglichkeiten, an denen Du parallel arbeiten kannst:

An den Bauchschmerzen und an der Trauer.

Von den Bauchschmerzen habe ich keine Ahnung. Da kann ich nur sagen: Geh zum Arzt.

Aber von Trauer verstehe ich ein wenig. Und wenn das auch gegen die Bauchschmerzen helfen könnte, wäre Dir ja auch geholfen, oder? :-)

Lass Dich trotzdem mal gründlich untersuchen. Nicht, dass da zwei Sachen zufällig zusammen kommen und dass es bei den Bauchschmerzen etwas Ernstes ist, was dringend behandelt werden müsste.

Viel Glück! :-)

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@nachdenklich30

Sorry, ich hätte besser lesen sollen. 

@Twihard2002 ist nicht @KeineAhnungHa

Ich muss mehr auf die Namen achten. Nochmal sorry.

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mentales und psychisches kann auch physische Krankheiten auslösen. Das Risiko für einen Herzinfarkt ist 7 mal höher an dem Tag an dem ein geliebter Mensch verstorben ist. Die Psyche ist nicht nur neurologisch (im Gehirn) mit deinem Körper vernetzt, sondern auch 'seelisch' (also u.a. dein Bewusstsein). Du musst UNBEDINGT zum Arzt gehen und am besten einen Termin mit einem Therapeuten ausmachen. Falls du nichts dagegen tust, kann und wird es schlimme Auswirkungen auf deine Gesundheit haben.

Ich hoffe du nimmst dir meinen Ratschlag zu herzen und wünsche dir schnell gute Besserung.

Hallo,

du schreibst Deine Trauer ist "schon" seit 7 Wochen so.

7 Wochen sind Nichts wenn Du einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Haustier verloren hast.

Trauer läuft in etlichen,verschiedenen Phasen ab,durch die du durchgehst.

Bei dem einen geht es schneller bei einem anderen kann es über Jahre gehen-je nach psych.Kondition und Prädisposition des Betroffenen.

Und Trauer kann krank machen,da Deine Psyche nachweislich eng an Deinen Körper gekoppelt ist.

Geh zu einem Arzt und lass Dich wegen Deiner Bauchschmerzen untersuchen und lass Dir helfen mit Deiner Trauer umzugehen,damit du nachher nicht an einer Anpassungsstörung oder sogar Depression zu leiden hast.

Hierfür eignet sich zunächst ein Therapeut, der dir dann auch Rat geben kann,ob für Dich eine Trauergruppe geeignet wäre.

Von Herzen Alles Liebe  und viel Kraft!

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