Macht sich Trump wirklich um die Demokratie verdient?

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9 Antworten

Traurig genug, dass es dafür einen Trump gebraucht hat, aber grundsätzlich war und ist es nötig, dass "die Demokratie" mal wieder über sich selbst nachdenkt.

Wer Rechte hat, sollte auch seine Pflichten nicht vergessen. Nicht nur "die Politiker" machen eine Demokratie aus, sondern auch "die Wähler". Die falschen Leute kommen v.a. deswegen an die Macht, weil die "Richtigen" sich überhaupt nicht zur Wahl stellen oder nicht gewählt werden.

Weil jeder in seinem Anspruchsdenken verhaftet ist und sich lieber über den Nachbarn aufregt, dem es ein kleines bisschen besser geht, statt auch mal dankbar zu sein für das, was er hat. Weil wir einfache, schnelle Lösungen für komplexe Probleme wollen statt selbst an einer besseren Zukunft zu arbeiten.

"Opfer sein" ist modern geworden - und "Opfer" sind die besten Stimmenlieferanten, die sich Populisten und Dummschwätzer nur wünschen können...

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Wenn ja, ist das entweder eine geniale bewusste Entscheidung von ihm, vermutlich aber eher ein unbeabsichtigter Nebeneffekt. 

Wenn in der Nachbarschaft öfter eingebrochen wird, kümmert man sich mehr um Sicherheit und Alarmsysteme. Wenn in der Nachbarschaft öfter Gewaltverbrechen vorkommen, wird man vorsichtiger und meidet potentiell gefährliche Stellen und Zeiten. 

Aber kann man deshalb Einbrechern und Gewaltverbrechern dankbar sein, dass sie die Sicherheit in der Nachbarschaft erhöhen?!

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Kommentar von badenpuma
09.02.2017, 07:20

Verdammt gute Antwort --> Daumen hoch

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Kommentar von earnest
09.02.2017, 07:31

Und wenn dann der Einbrecher noch ruft: "Haltet den Dieb"...

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Der Satz ist gut formuliert und trifft einen wahren Kern. Pluralismus, Gewaltenteilung, Religions- und Pressefreiheit müssen vor Trump geschützt werden.

Allerdings sehe ich Trumps "postive" Wirkung weit über den Bereich der Demokratie hinaus gehen. Er hat eine kulturelle Gegenbewegung ausgelöst.

Trump ist ideologisch irgendwo in den 50ern. Frauenrechte, Rechte für Homosexuelle und Gleichberechtigung verschiedener Ethnien möchte er rückgängig machen.  Er ähnelt damit autoritären Führern wie Erdogan und religiösen Fundamentalisten.

Das hat eine Gegenbewegung ausgelöst, die sich über die Politik hinaus weit in die Popkultur, in die Werbung und in den Alltag ausbreiten wird.

So wie einige debile Frührentner in Dresden bei uns gerade Millionen Menschen dazu bringen, über Kunst nachzudenken.

Aber es wird auch eine starke Spaltung in der Gesellschaft geben. Aus den ´68ern werden die ´18er werden. Nur nicht als Generationenkonflikt.

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Kommentar von earnest
09.02.2017, 09:39

Die Spaltung der Gesellschaft in den USA ist schon seit langem zu beobachten. Trump hat sie "nur" vertieft.

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Die USA hat keine Demokratie! Das ist nur die offizielle Darstellung eines Systems, dass in Wirklichkeit vom Kapital diktiert wird. 

Hinzu kommt, dass die USA, selbst offiziell keine direkte Demokratie haben! Zb. wollten in Wahrheit, über 50 Prozent der US Bürger, Trump gar nicht als Präsidenten haben! Es gab / gibt mehr US Bürger die eigentlich Clinton als Präsidentin gewollt hätten. 

Der Grund weshalb Trump die Wahl gewonnen hat, liegt mit dem wirklich dähmlichen Wahlsystem der USA zusammen. Welches je nach Bundesstaat eine bestimmte Anzahl an Wahlmännern bekommt, sollten sie in dem jeweiligen Staat die Wahl gewinnen. Das heißt, um Präsident zu werden, muss man nur in den Staaten gewinnen, die die meisten Wahlmänner haben. 

Das bedeuted dann aber nicht, dass der Wahlsieger am Ende, wirklich auch derjenige ist, denn die Mehrheit des Volkes gewählt hätte. Und so war es auch in dieser US Wahl! 

Insofern lässt sich deine Frage damit beantworten, dass die USA vielleicht mal darüber nachdenken sollte, dieses undemokratische Wahlsystem zu reformieren, indem sie eine Direktwahl einführen. (Also so wie es zb bei uns der Fall ist.)

Besser wäre es in jedem Fall gewesen. Denn in diesem Fall hätte so ein Idiot wie Trump die Wahl auch nicht gewonnen!

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Kommentar von peace1187
09.02.2017, 13:12

Ps. Um das in Zahlen zu verdeutlichen:

46,9 % der Wahlberechtigten gingen überhaupt nicht wählen.

Trump bekam 25,5 % der Stimmen

Clinton 25,6 % 

2% gingen an die restlichen Kandidaten.

(Um mich selbst zu korrigieren. Nicht über 50% der US Bürger stimmten für Clinton. Hab das genaue Ergebniss gerade erst recherchiert. Aber trotzdem waren es mehr als für Trump.)

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Jedenfalls ist das ein akzeptabler Aspekt.

Schon Goethe ließ im Faust Mephisto zu der spontan-dialektischen Einsicht gelangen:

"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." :-)


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ich sage mal JA...Das Hauptproblem der Menschheit dürfte aber sein das die Wahrheit keiner hören will , weil die wenigsten damit umgehen können.

Der Mensch ist nun mal am ehesten geneigt, Wege zu gehen die den geringsten Widerstand haben.

Leider sind die meisten Journalisten nur aufs eines geil , gute Berichte zu schreiben. Da kann man auch schnell zu eigenen Erfindungen bzw Ideen zugreifen..Würdest du und ich, Texte und Worte wie Trump in die Welt rufen , würde man darüber kein Wort schreiben, sondern dich sperren und die Texte löschen..

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Kommentar von earnest
09.02.2017, 07:30

Ist denn das, was der notorische Lügner Trump von sich gibt, die "Wahrheit"?

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Kommentar von nurromanus
09.02.2017, 08:20

Würdest du und ich, Texte und Worte wie Trump in die Welt rufen , würde man darüber kein Wort schreiben, sondern dich sperren und die Texte löschen..

Mit Recht! Wer ein Volk (Mexikaner) wie folgt pauschal beschreibt:

Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität mit sich. Sie sind Vergewaltiger

Der hat einen an der Waffel. Und ja, dessen tweets müssten gelöscht werden!

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Frau Dernbach hat alle Seminare im positiven Denken erfolgreich absolviert.

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Ich halte eher eine solche Meinung für einen Witz. 

Sie erinnert mich an den "Klassiker", den Leutnant Calley, der für das Niederbrennen des vietnamesischen Bauerndorfs My Lai Verantwortliche, anschließend von sich gab:

"We had to destroy the village to save it."

Wir mussten das Dorf zerstören, um es zu retten.

Mit Trump hat man den Brandstifter zum Präsidenten gemacht. Hoffen wir, dass die Demokratie in den USA das überlebt.

Gruß, earnest


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Kommentar von michaela1958
09.02.2017, 07:25

komisch ist doch nur , dass die Presse sich nur mit denen beschäftigt die Trump ablehnen... Man könnte die unbeachtet lassen und sich mit denen beschäftigen , die ihn mögen. 

Also kurz..Die Medien machen das was die meisten zum lesen animiert..

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Warum sollte er, er ist Republikaner!

Demokraten sitzen linken Seite (fast wie bei uns!)

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