Macht Reichtum wirklich glücklich und ist das der Sinn des Lebens?

25 Antworten

Hallo Tauchjunge,

viele sehen in Reichtum und einem luxuriösen Leben etwas sehr Reizvolles. Auch wenn ein solches Leben eine Weile ganz aufregend sein mag, liegt der Schlüssel zum Glück doch ganz woanders!

Viele bringen Glück mit Wohlstand und Erfolg im Beruf in Verbindung. Doch hat man festgestellt, dass vor allem in wirtschaftlich starken Ländern immer mehr Menschen psychisch erkranken. Laut Umfragen zum Thema Glück rangiert u.a.auch eine gut funktionierende Familie ganz oben. Doch leider erfüllt sich dieser Wunsch aufgrund steigender Scheidungsraten sehr oft nicht. Auch führt der zunehmende Stress am Arbeitsplatz dazu, dass immer mehr Menschen mit ihrem Leben unzufrieden sind. Glück scheint daher für viele nur ein sehr flüchtiges Gefühl zu sein. Ist es aber möglich, dauerhaft glücklich zu sein? Gibt es so etwas wie einen Schlüssel zum Glück?

Damit die Suche nach dem Glück nicht zu einem endlosen Unterfangen wird, muss man an der richtigen Stelle danach suchen. Jesus Christus brachte einmal auf den Punkt, was ein tragendes Element für echtes und dauerhaftes Glück ist, als er in der berühmten Bergpredigt sagte: "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind" (Matthäus 5:3). Was meinte er mit "geistigen Bedürfnissen"?

Nun, wir Menschen brauchen z.B.Antworten auf die Fragen, warum wir hier sind , wofür es sich lohnt zu leben und warum es so viel Leid gibt. Auch die Frage nach Gott gehört dazu. Da wir die Antworten nicht aus uns selbst heraus geben können, hat uns Gott die Bibel gegeben. Sie beantwortet uns all die wichtigen Fragen des Lebens, da sie sich nicht auf die menschliche, sondern auf die Weisheit Gottes gründet. Je enger man sich daher an ihren Rat hält, desto glücklicher wird man. Das klingt zwar zunächst wie eine leere Behauptung, doch kann man sie anhand des praktischen Rates der Bibel einmal überprüfen.

Da wäre z.B. das, was sie über finanzielle Angelegenheiten sagt. Jesus gab einmal in dieser Hinsicht folgenden weisen Rat: "Hütet euch vor jeder Art von Habsucht, denn wenn jemand auch in Fülle hat, kommt doch sein Leben nicht aus den Dingen, die er besitzt" (Lukas 12:15). Frage Dich noch nur einmal, ob wohl die reichsten Menschen auch die glücklichsten Menschen sind.

Der Psychologieprofessor Richard Ryan sagte einmal: "Je mehr die Menschen in materiellen Dingen Befriedigung suchen, desto weniger finden sie sie dort". Das ist auch in Übereinstimmung mit folgender biblischer Aussage: "Wer das Geld liebt, bekommt vom Geld nie genug; wer den Luxus liebt, hat nie genug Einnahmen“ (Prediger 5:9, Einheitsübersetzung). Aus diesem Grund wäre die Suche nach Glück vergeblich, wenn man es in einem besseren Lebensstandard oder Reichtum suchen würde.

Ein anderes Gebiet, von denen sich Menschen im allgemeinen Glück erhoffen, sind die Vergnügungen des Lebens. Natürlich ist z.B. gutes Essen und Trinken nicht verkehrt und trägt mit zu unserer Freude bei. Auch Jesus Christus war dem nicht abgeneigt und nahm an Festivitäten, wie z.B. Hochzeitsfeiern teil (siehe Johannes 2:1-10). Doch ist es wichtig, diesen den richtigen Stellenwert beizumessen. König Salomo, einer der reichsten Männer seiner Zeit, schrieb einmal "Ich werde mich ins Vergnügen stürzen und es mir gut gehen lassen!" Doch was war das Ergebnis? Salomo selbst kam zu dem Resüme: "Auch das war Leere" (Prediger 2:1, New English Bible). So fühlen sich auch heute viele Menschen, die dem Glück durch Vergnügungen hinterherjagen.

Wirkliches Glück hängt von ganz anderen Faktoren ab. Menschen, die nicht ichbezogen sind, sondern anderen von ihrer Zeit und Kraft geben, finden die Worte Jesu bestätigt: "Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35). Wenn man sich für andere verausgabt, bekommt man etwas Schönes zurück: das Gefühl, etwas Sinnvolles geleistet zu haben. Auf die Familie bezogen heißt das, dass alle viel zufriedener und glücklicher sind, wenn im täglichen Miteinander das Geben an erster Stelle steht.

Was zum Glück in jeder menschlichen Beziehung entscheidend beiträgt ist echte Liebe. Was ist darunter zu verstehen? Die Bibel beschreibt wahre Liebe wie folgt: "Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf,   benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, lässt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles" (1. Korinther 13:4-7).

Diese Art von Liebe ist z.B. selbstlos auf das Wohl anderer, statt auf das eigene Wohl bedacht. Viele würden hier möglicherweise einwenden: "Was bringt mir das?" Nun, wer echte Liebe im Umgang mit anderen praktiziert, profitiert z.B. selbst dadurch, dass er mit anderen viel besser auskommt und u.U. tiefe Freundschaften entstehen können. Auch trägt sie zu einer angenehmen und friedlichen Atmosphäre in Ehe und Familie bei.

Das sind nur einige Faktoren, die dazu beitragen, wirklich auf Dauer glücklich werden zu können. Die Bibel nennt noch viele weitere, was ein Grund mehr ist, sich mit ihr einmal gründlich zu beschäftigen.

LG Philipp

Es haben schon sehr erfolgreiche, bekannte und superreiche "Stars" Selbstmord begangen, weil sie keinen Sinn in ihrem Leben mehr gesehen haben - obwohl sie scheinbar "alles" hatten (Geld, Macht, Fans usw.).

Ob Reichtum doch nicht automatisch glücklich macht?

Nach meiner Meinung ist der wesentliche Sinn des Lebens, Gott zu suchen, an Ihn zu glauben und Seinen Willen zu tun. Auf diese Weise ist es möglich, das eigentliche Leben zu finden und eine Bedeutung, die weit über das irdische Leben bis ins ewige Leben hinausreicht.

Geld mag zwar nicht glücklich machen, aber es macht unabhängig.

Frag doch einmal einen Hartz-IV-Empfänger oder einen Rentner am Existenzminimum, ob diese sich glücklich fühlen ... die meisten dürften diese Frage eher verneinen.

Nein, ich gehöre ganz bestimmt nicht zu den (Super-)Reichen. Aber ich kann mir beispielsweise leisten:

  • ein nettes, kleines, altes Mittelreihenhaus
  • einen (alten) Wagen
  • Lieferservice von Getränken und anderen schweren Sachen
  • einige Urlaubsreisen jährlich in netten Hotels oder Pensionen
  • regelmäßige professionelle Fußpflege

Ja, ich habe  Freunde (nicht "gekauft"), die meisten verdienen weniger als ich, manche auch mehr. Es mögen zwar nur ganz wenige Freunde ... aber die sind für mich schon durch Feuer gegangen und werden auch in Zukunft notfalls Tag und Nacht für mich da sein.

Ich bin gesünder als die meisten meiner Altersgenossen; vor allem die Mitmenschen, die vorgaben, kein Geld zu haben für Sport ... die gleichen, die aber gleichzeitig mindestens eine Schachtel Zigaretten täglich verqualmten und einige Mal wöchentlich etliche Euros in der Kneipe ließen bzw. sich zu Hause einige Biere und Köms hinter ihre Binde gossen!

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