Macht man sich strafbar, wenn man zu viel erhaltenes Wechselgeld nicht meldet?

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7 Antworten

naja, ein strafdelikt ist es wahrscheinlich nicht, aber du solltest bedenken, dass das geld, was du zu viel bekommen hast, der kassiererin in der kasse fehlt und sie dieses eventuell aus ihrer eigenen tasche begleichen muss. daher sollte man immer, sobald man zu viel geld rausbekommt, daran denken, dass diese leute nicht viel verdienen und ehrlicherweise das geld zurückgeben.

Vorerst: NEIN

Es handelt sich hierbei um eine ungerechtfertigte Bereicherung nach Paragraph 812 BGB. Deshalb darf der Händler das Geld welches du "nicht verdient" hast, zurückfordern, natürlich muss er das beweisen können. Das kann er nach Paragraph 197 Abs. 1 Nr. 1 BGB innerhalb von DREISSIG Jahren. Das bedeutet, wenn jemand eine Videoaufnahme hat, mit der er beweisen kann, dass er dir vor 29 Jahren 1ct zu viel gegeben hat, kann er das fordern. Du machst dich natürlich nicht strafbar, außer du sagt's ihm z.B., dass du mehr Geld gegeben hast als wirklich (letzteres kann man sich eig. denken).

Aber trotzdem alle Angaben ohne Gewähr -> wobei ich mir ziemlich sicher bin.

Ich hoffe ich konnte dir helfen, MaxiMusti1

Wenn man es genau nimmt, erfüllt man mit der Einbehaltung von zuviel Wechselgeld den Straftatbestand der Unterschlagung.Aber ein so geringfügiges "Vergehen" rechtfertigt natürlich keine Strafverfolgung. Anders könnte das aussehen, wenn du mit einem 5er bezahlst und auf einen 100er herausbekommst. ;-)

Die Kassiererin muss auf das Wechselgeld achten, du bist nicht gesetzlich verpflichtet es zu überprüfen. Ich zähle mein Wechselgeld immer nach, da ich nicht zuwenig bekommen möchte - kann ja mal passieren. Wenn mir dabei auffällt, das ich zuviel bekommen habe, gebe ich das Geld zurück.

Zum Betrug wird es nur, wenn du dir das zuviel gezahlte Wechselgeld erschwindelt hast. z.B. wenn du behaupten würdest, du hättest ihr 20 Euro gegeben statt 10 Euro.

Es ist nicht strafbar, aber moralisch verwerflich. Unterschlagung kommt auch nicht in Betracht, weil Du keine Pflicht hast, dich gegenüber der Verkäuferin zu offenbaren. Das würde auch für grössere Summen gelten. Die Rechtsprechung ist da eindeutig.

nein.es war die schuld des verkäufer

Wenn du ein ehrlicher Mensch bist, bringst du die zuviel erhaltene 1 Euro Münze zurück ;-)

Eine Straftat ist das meines Wissens nicht, wenn man zuviel Wechselgeld zurück bekommt. Das ist ein Versehen des Kassierers.

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