Macht Kuhmilch dumm?

21 Antworten

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In der Muttermilch sind Abwehrstoffe und Bakterien, die gut für Menschen sind (in der Kuhmilch sind Stoffe enthalten, die für Kälber optimal sind). Der Darm, das Immunsystem und kognitive Fähigkeiten sind mit einander verknüpft.

Deine Antwort ist völlig korrekt. Ohne genügend Nährstoffe aus Lebensmittel, wenn diese z.B. nicht richtig im Darm verwertet werden, fällt auch das denken nicht leicht.

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Ehrlich gesagt halte ich das für kompletten Unsinn. Intelligenz ist Lernfähigkeit, und die hat sicher nur sehr wenig damit zu tun, mit welcher Milch ein Baby ernährt wird. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde die Flaschenernährung für Säuglinge gefördert. Millionen von Menschen wurden als Babies mit Kuhmilch ernährt. Es sind schlaue und Dumme darunter. Und das gilt auch für die als Kinder gestillten. Es wird zu viel Brimborium gemacht um die Stillerei heutzutage.

Es ist eine Frage der Perspektive, ob Kuhmilch dumm macht oder Muttermilch schlau.

Ich neige eher dazu, es positiv zu sehen.

Interessant wird es, wenn das Wie herausgefunden wird, denn dann könnte man die Nahrung, auch die für Erwachsene, mit entsprechenden Inhaltsstoffen anreichern.
Vor allem hätten dann nicht mehr die Kinder für ihr Berufsleben einen Nachteil, die Muttermilch nicht vertragen oder deren Mütter nicht genug Milch produzieren oder denen das zu "anstrengend" ist oder aus irgendeinem anderen Grund nicht gestillt werden.

Das Ergebnis wäre eher „Kuhmilch macht klug und Muttermilch superklug“

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@Hoppser123

Das entspricht auch nicht dem, wie ich es ausdrücken würde.

"Muttermilch fördert die Entwicklung des Gehirns besser als Kuhmilch."

So vielleicht. Da bekommt keiner, der mit Kuhmilch gestillt wurde, ein schlechtes Gefühl und es wird nicht so platt ausgedrückt, als würde es Intelligenz oder Klugheit als Substanz geben. Nach dem Motto: "Ich esse ein paar mit Muttermilch angereicherte Powerriegel und dann bin ich schlau."

Die Muttermilch erleichtert nur das Schlauwerden und das auch nur sehr marginal (0,7 bis 4 IQ-Punkte). Man wird also nicht sich um 50 Punkte steigern können.

Und das ist es, was es noch herauszufinden gilt. Wie weit kann man diesen Effekt unter Laborbedingungen ausreizen und gibt es nachteilige Nebeneffekte.

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@Suboptimierer

Die Testbedingungen sind m. E. grundsätzlich nicht valide, da zu viele beeinflussende Faktoren von außen den Test verfälschen können. Den müsste man schon mit eineiigen Zwillingen im Labor unter ständiger Beobachtung durchführen.

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Muttermilch als Erwachsener zu trinken hat keine positiven Effekte, sonst würde die Natur es nicht so einrichten das der Mensch (bei Tieren genauso) im einem gewissen Alter abgestillt wird. Kuhmilch ist nach vielen Studien sowiso nicht gesund für uns Menschen.

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@mulano

Das Forschungsergebnis ist für mich nur ein aufsehenerregender Anfang. Interessant ist, was daraus abgeleitet wird und welche Folgeforschungen angestellt werden.

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Es gibt viele seriöse Studien, die kannst du dir über Google selbst heraussuchen.

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Dann kann man im Prinzip gleich alle Testergebnisse anzweifeln und alle Testergebnisse die zu dem Ergebnis kamen das rauchen schädlich, es sei denn sie wurden an Zwillingen durchgeführt?

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@mulano

Das ist mal wieder Quatsch. Nimm einen Schluck Gift und du hast das Testergebnis in wenigen Minuten vor dir. Beeinflussende Faktoren von außen gibt es nicht.

Die Intelligenz bildet sich nicht durch einen Schluck Muttermilch in 2 Sekunden. Vor allem ist diese nicht messbar. Du kannst vielleicht eine Langzeitstudie durchführen. Aber um so länger diese ist, desto größer sind die externen Faktoren. Der eine läuft mehr als der andere - ist daher vielleicht sportlicher. Der eine isst ein Stück mehr Fleisch als der andere und bekommt daher noch einmal einen IQ-Schub, der eine wird 5x mehr gelobt als der andere ...

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@Blubblerblase

Man kann durch Statistiken schon Zusammenhänge erkennen. Man kennt den Input, die Verarbeitung ist eine Blackbox und man kennt den Output.

Solche Statistiken sind davon abhängig, repräsentativ zu sein. Das Ergebnis wird nie 100% sind. Dem einen reicht, dass die Aussage zu 70% zutrifft / konstant ist, der andere erwartet 80%, 90% oder 95%.

Das Problem ist die Blackbox. Was passiert darin? Haben die Säuglinge eine andere, geschmackliche Prägung, die dafür sorgt, dass sie lieber alternatives Essen zur Masse bevorzugen, vermehrt nach Alternativen auch in anderen Bereichen suchen und deswegen geschulter darin sind, um die Ecke zu denken? Solange man das nicht weiß, kann man sich da sehr viel ausmalen.

Aber ich glaube das ist es, was du so ähnlich mit deinen Worten ausdrücken wolltest, richtig?

Ich will nur sagen, dass man noch nicht einmal die Aussage einer Statistik anzweifeln muss, die Erhebung derer oder ihre Repräsentativität. 
Eine gute Statistik kann erstmal für sich stehen. Es kommt dann darauf an, was man daraus macht.

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@Suboptimierer

Solange man das nicht weiß, kann man sich da sehr viel ausmalen.

Die Blackbox dürfte bei Säuglingen wohl bei 90 % liegen. Des Weiteren sind die IQ-Test (wie wurde der IQ gemessen?) vielfach umstritten.

Ich habe drei Kinder und alle sind von ihrer Entwicklung völlig verschieden. Um so länger man sie aber beobachtet, desto mehr nähern sie sich in ihrer Entwicklung gegenseitig an. Während die eine schon sehr früh sprechen konnte, konnte sie dafür später laufen. Der andere ist mit 9 Monaten schon herumgesprungen, war aber sprachlich nicht so fit. Die andere konnte schon mit 2,5 Jahren lesen, ist dafür aber in Mathe ne Niete und wurde von ihrem 2 Jahre jüngeren Bruder hier überholt. Gestillt wurden alle übrigens gleich lang!

Zudem gilt der Grundsatz: Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast

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@Hoppser123

Man sollte Statistik schon etwas mehr Aussagekraft zuschreiben als Beliebigkeit.

Eine genaue Begründung, weshalb etwas ist, wie es ist, ist immer einer Statistik vorzuziehen. Aber was machen, wenn man diese Begründung nicht hat?
Dann ist die Statistik das beste, was man hat.

Statistiken sind nicht pauschal unnütz oder manipuliert. Datencrawler im Internet sind immer mehr im Kommen und die ganzen Bots, Werbeeinblendungen und die KI, die darauf fußt, würde nicht darauf fußen, wenn in der Auswertung der Daten nichts Objektives stecken würde.

Auch die Psychologie ist beispielsweise stark auf Statistiken angewiesen. 
Politiker bedienen sich jedoch zu häufig auf falschem Weg den Statistiken, worunter der Ruf der Statistik leiden musste.

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@Suboptimierer

Man kann durch Statistiken schon Zusammenhänge erkennen. Man kennt den Input, die Verarbeitung ist eine Blackbox und man kennt den Output.

Richtig. Wenn die Zahlenbasis, die Methodik und alles andere sauber wissenschaftlich aufgesetzt sind.

Dazu gibt es nette Beispiele eines Statistik-Professors, wie man irrwitzige Ableitungen machen. Du kannst auch Leuten jeden Tag eine Banane oder einen Apfel essen lassen und dann über den Winter kontrolieren, wieviel Personen im Schnee ausgerutscht sind. Mögliche Schlußfolgerung: Wer Bananen isst, rutscht schneller im Schnee aus als Apfel-Esser.  ;-)


Solche Statistiken sind davon abhängig, repräsentativ zu sein. Das Ergebnis wird nie 100% sind. Dem einen reicht, dass die Aussage zu 70% zutrifft / konstant ist, der andere erwartet 80%, 90% oder 95%.

Oder sogar nur 10 %, verkaufen das Ergebnis im Internet aber als unwiderruflich und felsenfest. Und jedem Tag steht ein Depp auf, der das auch noch glaubt.

Oder alternativ verschwindet die (missratene Studie) vom Markt und es wird eine Verschwörungstheorie darum gebastelt, dass diese vom Markt gezogen wurde aufgrund irgendeiner höheren Macht: der Wirtschaft, der NSA oder so... Jeder kennt angeblich die angebliche Studie und weiß genau bescheid. Vorlegen kann sie aber keiner. (Autismus, Mikrowellenofen ...).



Das Problem ist die Blackbox. Was passiert darin? Haben die Säuglinge eine andere, geschmackliche Prägung, die dafür sorgt, dass sie lieber alternatives Essen zur Masse bevorzugen, vermehrt nach Alternativen auch in anderen Bereichen suchen und deswegen geschulter darin sind, um die Ecke zu denken? Solange man das nicht weiß, kann man sich da sehr viel ausmalen.

Dieses ausmalen dürfte wohl die Haupttätigkeit bei einer solchen Studie sein, wo sich die Probanten selbst nicht dazu äußern können.


Aber ich glaube das ist es, was du so ähnlich mit deinen Worten ausdrücken wolltest, richtig?

So ungefähr. Richtig! ;-)




Eine gute Statistik kann erstmal für sich stehen.

Bezogen auf "gute"!



Es kommt dann darauf an, was man daraus macht.

Richtig. Und ob man den Mut dazu hat zu sagen, dass in der Studie nur 20 % auf messbare Größen zurückzuführen sind und 80 % Mutmaßungen bei einem Glas Bier waren.

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@Blubblerblase

Kann man fast so stehen lassen. Den einen Absatz möchte ich gerne noch kommentieren.

Dazu gibt es nette Beispiele eines Statistik-Professors, wie man irrwitzige Ableitungen machen. Du kannst auch Leuten jeden Tag eine Banane oder einen Apfel essen lassen und dann über den Winter kontrolieren, wieviel Personen im Schnee ausgerutscht sind. Mögliche Schlußfolgerung: Wer Bananen isst, rutscht schneller im Schnee aus als Apfel-Esser.

Wenn man den Test ausreichend oft wiederholt, dürfen dabei nur geringe Schwankungen auftreten. Also das Ergebnis muss in etwa dasselbe sein bei jeder Messung.

Das ist das, was ich mit den Prozenten meine. Das ist etwas anderes als die Aussage 70% der Personen, die ausgerutscht sind, waren Apfelesser. Das ist ja eine Endaussage. Nur wie schwankend die 70% sind, ist eine andere Aussage, die sich wiederum in einem anderen Prozentwert ausdrücken lässt.

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