Macht ihr innerlich beim lesen auch die Betonung?

9 Antworten

Beim Sprechen formen Charakter und Denkweise die vielen Feinheiten der Betonung und der Dehnung.

Beim Lesen sind alle diese von außen kommenden Zusatzinformationen nicht vorhanden. Ersatzweise formt dann der Charakter und die Denkweise des Lesers diese Modifikationen. Das ist dann Teil der sog. Brille (oder des Filters), durch die man solche Informationen wahrnimmt. Interpretationen des Gelesenen sind ebenfalls Teil des Ganzen (man liest etwas anderes hinein, als dort steht). Beim Lesen finden diese hauptsächlich durch Kopfkinoszenen statt, die dort das modifizierte Gelesene bildlich spiegeln.

Dies ist bei jedem Menschen der Fall, der etwas ausreichend flüssig liest, also auch bei mir.

Ja, ich lese im Kopf praktisch so als würde ich vorlesen. Bei Geschichten ist es überwiegend auch so, dass ich mir die Stimmung und die Stimme vorstelle und die Rollen spiele, was wohl auch daher kommt, dass ich das mit meinem Papa oft zusammen mache und wir einzelne Rollen übernehmen.

Kommt drauf an wie spannend es ist.

Wenn ich zb sowas wie Harry Potter lese da is alles bei verschiedene Stimmen Betonungen Gefühle.

Wenn ich mir duchlese wer die Wahl gewinnt, eher gähnende Leere.

Und in der Schule?

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@Teop65

Kann ich mich nich mehr erinnern. Aber ich hab viele Gedichte und sowas selber geschrieben und vorgetragen, kann sowas also ganz gut auch mitn vorlesen und so.

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Ja, ich hab es so gelernt, nach nem Punkt etc. Pause zu machen.

Ja, aber das ist doch normal, oder?

Ja. Ich hab ne Leseschwäche und bin dann in so welche Sachen verwirrt.

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