Macht Heiraten glücklich? Oder ist es doch eher so: Hochzeit = Gefängnis? Ist Heiraten antiquiert?

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ich bin seit 27 Jahren verheiratet und würde es mit dem selben Mann heute wieder tun. Als wir geheiratet haben ( nach nur 6 Monaten Beziehung), war es noch normal, das man diesen letzten Schritt geht, wenn man denkt es passt. Warum es heute so viele Paare mit Kindern gibt, ohne verheiratet zu sein, weiß ich nicht. Es kann doch nicht nur daran liegen, das Scheidungen so teuer sein sollen. Ich finde es beunruhigend, sich nicht zu binden, weil die Scheidung so teuer ist. Wenn man mit diesen Gedanken eine Beziehung führt, fühlt sich das für mich irgendwie falsch an. Für mich ist das "Jawort" ein "ja" zum Partner und gemeinsamen Leben. Ich empfinde es auch nicht als Zwang zusammen zu bleiben, eher als Ansporn, nicht gleich bei den ersten Problemen alles stehen und liegen zu lassen und davon zu laufen. Bloß weil man verheiratet ist, entwickelt sich eine Beziehung nicht anders, der Alltag und die Probleme kommen auch ohne Trauschein. Selbst nach 27 Jahren schlafe ich schlechter, wenn mein Mann, wie heute Dienst hat, da treibe ich mich lieber hier rum, als ins leere Bett zu gehen.

Danke für diese schöne Antwort! Das mit dem Einschlafen geht mir ebenso, ggg (nach sieben Jahren). Mir macht das Heiraten Angst. Weiß selbst nicht, warum. Vielleicht, weil ich meine Eltern als abschreckendes Beispiel vor mir sehe :-)

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@knusperfrau

vielen Dank für den Stern. Meine Eltern waren auch ein abschreckendes Beispiel. Scheidung mit allem drum und dran. Dadurch hab ich gelernt, was ich anders machen muß. Vielleicht helfen ja die positiven Beispiele hier, die Angst vorm heitaten etwas zu nehmen. Egal ob mit oder ohne Trauschein wünsche ich euch eine lange glückliche Beziehung, die verflixten 7 Jahre habt ihr ja schon super geschafft, was soll da noch schiefgehen ^^

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Auch wenn du lieber mit deinem Mann schlafen gehst als alleine, das kannst du doch auch, ohne verheiratet zu sein!? Da ist kein Grund zum Heiraten! Heiraten macht nicht glücklich, es gibt den Menschen lediglich eine trügerische Sicherheit. Hochzeit / Heirat pflanzt den Menschen dichte Büsche vor den gähnenden Abgrund, damit sie ihre Angst vor dem Leben und dem Alleinsein nicht mehr so fest spüren müssen. http://www.schlagfertigkeit.com/sprueche-zur-heirat/

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Für mich ist eine Heirat der schönste Liebesbeweis, denn man heiratet (in der Regel) nur einmal und zwar den Menschen, den man so sehr liebt, dass man mit ihm/ihr den Rest seines Lebens verbringen möchte. Ich finde es sehr schade, dass viele Menschen das anscheinend heute vergessen. Ich bin auch davon überzeugt, dass viele Scheidungen durch mehr Kommunikation in der Ehe verhindert werden könnten, und durch Vermeidung des berühmten "Sich-gehen-lassens"... wer kann es übel nehmen, wenn jemand von einer Ehe nicht begeistert ist wenn danach auf einmal keine Anstrengung mehr da ist, den Partner zu halten? Ein Paradebeispiel sind meine Eltern. Mein Vater hat vor 4 Jahren eine Beziehung mit einer anderen Frau angefangen, da meine Mutter ihm einfach nicht mehr das Gefühl gegeben hat, dass er für sie immer noch der wichtigste Mensch im Leben ist und sich auch äußerlich völlig hat gehen lassen. Natürlich ist das keine Entschuldigung für einen Seitensprung, beide haben Fehler gemacht. Meine Mutter hat ihn vor die Wahl gestellt, entweder sie und seine Familie oder die neue Frau. Er hat sich für uns entschieden, und seitdem sind die Beiden wieder wie ein junges Pärchen, sie turteln richtig :-) Meine Mutter hat viel abgenommen und sich wieder stark verbessert, mein Vater nimmt sich mehr Zeit für uns. Das war alles so weil meine Eltern geredet haben, einfach jedes Problem besprochen haben, und ich denke das ist das Hauptproblem... Oke, ich schweife ab :) Ich denke viele Menschen heiraten nicht aus Angst, dass die Person eben doch nicht fürs ganze Leben ist, und wenn man einmal verheiratet ist, ist es eben "schwieriger", da wieder rauszukommen.

Wenn man sich jeden Tag aufs neue freut nach einem langen Arbeitstag heim zu kommen um mit seinem Partner noch ein bischen Zeit zu verbringen mit ihr/ihm reden, lachen oder einfach nur faul aufm Sofa fern schaut, mit ihr/ihm streitet und im nachhinein darüber lachen kann, auch mal sehr enttäuscht ist oder verletzt wurde, oder nicht einer Meinung ist, wenn man auch mal um seine Liebe kämpfen muss und danach feststellt das sich der Kapf gelohnt hat und man sich trotz höhen und tiefen immer noch freut heim zu kommen weil man weis es wartet auf dich jemand DANN sehe ich keinen Grund nicht zu heiraten !! Und wisst ihr wie man das ganze nennt ....?? Ja genau das ist das LEBEN !

Da ich ein sehr freiheitsliebender Mensch bin, hatte ich nie das Bedürfnis zu Heiraten. Nur die Vorstellung nicht mehr die Türe schliessen zu können und alles andere draussen zu lassen macht mir fast nen kleinen Horror. Heutzutage ruhe ich in mir(meistens) und kann nicht nur gut alleine sein, nein es ist mir fast ein Bedürfnis. Um es nicht falsch zu verstehen, meine Freunde können Tag und Nacht bei Bedarf mit meiner Unterstützung rechnen. Ebenso nehme ich sie auch bei mir auf wenns nötig ist. Aber heiraten, nein Danke. Besser gut gehängt als schlecht verheiratet...

Ich glaube einfach nicht dass es möglich ist mit 20, 30 Jahren zu sagen "Ja, mit diesem Mann/dieser Frau will und werde ich für immer zusammen bleiben!". In den Jahren in denen man verheiratet ist kann soviel passieren, Gefühle können sich ändern, man selbst kann sich verändern. Zu sagen dass man sich nie trennen wird, find ich unrealistisch. Natürlich gibt es Menschen die seit Jahrzehnten glücklich verheiratet sind, und auch solche die es bis an ihr Lebensende sind, das will ich hiermit gar nicht bestreiten, aber solche Paare werden leider immer seltener.

Ich finde es auch Schwachsinn zu heiraten "weil man sich ja immer wieder scheiden lassen kann wenn's nicht klappt", das ist nicht der Sinn einer Ehe. Von daher werde ich mich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit hüten, in jungen Jahren zu heiraten.

Desweiteren frage ich mich auch was für einen Sinn die Ehe heutzutage noch hat. Ursprünglich hatte sie ja einen ganz anderen "Sinn" als heute. Man heiratete um zusammen zu sein, Beziehungen ohne Heirat wurden ja nicht mal als richtige Beziehungen angesehen, und ehelose Kinder waren der grösste Skandal. Die Menschen heirateten um zusammen sein zu können, oder wurden eben miteinander verheiratet um "große Familien" miteinander zu verbinden. Heute heiratet man aus reinem Liebesbeweis. Das ist natürlich wunderschön und auch sehr romantisch, aber ich frage mich immer ob man diesen Liebesbeweis wirklich braucht. Ich persönlich brauch ihn nicht, allein der Fakt dass mein Partner zu mir hält ist für mich Liebesbeweis genug.

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