Macht es sinn Fenster einzubauen (3 fach Verglasung-Ug Wert 0,5) bei einem Altbau?

6 Antworten

Meine Erfahrungen (beruflich) haben gezeigt das 3-fach verglaste keinen Sinn bei einem Altbau machen. Die Luftfeuchtigkeit schlägt sich dort nieder wo es am kältesten ist. Das ist jetzt zur Zeit deine Scheibe. Hast du nun ein 3-fach verglastes Fenster ist meistens nicht mehr die Scheibe der Kälteste Punkt sondern meistens die fensterleibung oder gar die Außenecken der Wand oder die Wand selbst. folglich schlägt sich die Feuchtigkeit dort nieder. Mit einem modernen 2-fach verglastem Fenster wirst du sehr warscheinlich mehr Freude haben. Es kommt ja nicht nur auf die Anzahl der Scheiben, sondern auch auf die Gasfüllung zwischen den Scheiben, dem Randverbund und auf das Profil an. Und die sind bei dem heutigen Standart wesentlich besser als noch vor 15 Jahren. Ich persönlich rate immer jedem von 3-fach verglasten ab, obwohl ich eigentlich mehr daran verdienen würde.

Absolut richtig, der kälteste Punkt wird die Wand die durch Kondensat feucht wird und es dann zu schimmeln beginnt. Und wie Du schon schreibst, ist eine Doppelverglasung in einem älteren Gebäude ganz sicher die bessere Lösung, denn Altbauten sind von der Außenschale und anderen Faktoren nicht dafür geeignet.

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@KroemerInfo

Hallo zusammen. In meinem Fall handelt es sich um ein 20 Jahre altes 6 Familienhaus. Im speziellen Fall geht es um beide Dachwohnungen.

Machen hier 3 fach verglaste Fenster ebenfalls keinen Sinn ?

Wir haben zwar eine Außendämmung, aber diese ist nur 7cm dick.

Ein weiterer Pluspunkt der 3 fach Fenster, wäre doch auch der Lärmschutz ?! Bei uns in Griesheim bei Darmstadt, nähe dem Frankfurter Flughafen, hätte das in jedem Fall einen Vorteil.

Mein Problem dabei ist aber, dass ich persönlich nicht einschätzen kann, wieviel es bringt im Vergleich zum Aufpreis.

Vielleicht kann mir jemand bei der Entscheidung weiterhelfen.

Vielen Dank Gruß Marcus

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Wenn die Wände selber z.B. 1,5 haben dann macht es keinen Sinn so hochwertige Fenster einzubauen. Es sei denn eine Fassadendämmung ist auch geplant. Dann eher günstige Doppelglasfenster aus dem Baumarkt, da die auch vom Schallschutz her was bringen. Wenn die Räume gross genug sind, dann bringt auch Innendämmung etwas. Ist effizient, günstig da kein Grüst gebraucht wird und in Kombination mit einem Lehmputz habt ihr ein gesundes Wohnklima. Aber selbst dann wären Fenster mit einem Ug Wert von 0,8 genug.

KfW Förderung ist sehr aufwendig, da sind dann schnell 70000 Euro weg, da dann wirklich alles gemacht werden muss. Dach, Keller, Fassade und Fenster

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Hallo ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit diesem Thema. Immer wieder kommen Kunden auf mich zu und erzählen mir das sie Empfohlen bekommen haben das es im Altbau sogar Gefährlich wäre 3 Fach Verglasung Einzubauen. Ja die wären auch zu dicht . Auch hier konnte ich lesen das einige davon abraten. Leute wenn ihr keine Ahnung habt dann seit doch ruhig. Fakten : 3 fach Glas ist nicht dichter wie einfach Glas eine Scheibe ist schon Dampf dicht. Die Fenster heute sind alle dicht egal welches Glas verbaut wurde. Feuchtigkeit , nicht der kälteste Punkt sondern der Taupunkt gibt vor ( 13,9 Grad ) wann aus Wasserdampf ein Kondensat wird. Irgendwo in der Wand ist dieser Taupunkt . So wenn jetzt die Fenster mit 3 fach Glas verbaut werden, wird ja deswegen der Raum nicht wärmer, es ist nur weniger Heizleistung nötig um die Wärme die man möchte zu erreichen. Wenn die Scheibenoberfläche innen nicht mehr 9 Grad oder 14 Grad hat sondern 19 Grad, muß die Fläche auch nicht mehr aufgeheizt werden. Somit wird dafür keine Energie bzw. weniger Energie benötigt. Die Temperatur der Wand bleibt die gleiche. ( Solange an der Wand nichts verändert wurde. ) Somit bleibt auch der Taupunkt der selbe. Er bleibt da wo er auch schon vorher war. Wir gehen davon aus das, wir auch nach der Modernisierung die selbe Innenraum Temperatur haben..ja. ! Es Stimmt das früher Doppelverglasung mit einem 3.0 Wert ( Vergleich Einfachglas hat einen Wert von 5,9 innen des öfteren angelaufen sind sprich sich das Kondensat dort abgesetzt hat. Da war halt der Taupunkt auf der Scheibe. Als die Werte aber auf 1.6 oder derzeit Mindestens 1.1 zurückgingen war dieses Thema erledigt. Heute bei Verglasung unter 0,7 ist es so das die Scheiben aussen Anlaufen können da liegt nun der Taupunkt. die Feuchtigkeit kommt dann aber von aussen, nicht von innen. Auch die Aussage das die Wände deswegen Schimmel bekommen würden ist falsch, die Wände bekommen Schimmel wenn entweder wegen zu wenig Lüften die Luftfeuchte sich am Isothermischen Punkt in der Wand absetzt und nicht nach aussen durchziehen kann, oder wenn von aussen Feuchtigkeit das Speichervermögen des Baukörpers überlastet. Man wird den Austausch durch eine sehr hochwertige Verglasung und Fenster nicht bereuen. Der Spar vorteil ist sogar bei einem Bruchsteinhaus sehr gut weil halt die Fläche nicht so Stark abkühl bzw. nicht aufgeheizt werden muß. Ich selber lebe seit 12 Jahren in einem Bruch Sandsteinhaus aus dem Jahre 17xx Schimmel keiner Vorhanden. Innentemperatur ca: 22 Grad. Die 2 fach Verglasten Räume Ug.1.1 haben keinen Schimmel die Räume mit Ug 0,6 auch nicht. Lüftungsverhalten nach eigenem Ermessen " zu wenig" aber ausreichend. Also liebe Scheinfachleute einfach mal ruhig sein... Anderes sieht es aus bei einer Wärmedämmung der Fassade mit WDVS, hier kann man davon ausgehen das ab einer Dämmstärke von 10 cm das System als Damp-dicht angesehen werden kann. Durch die Dämmung wandert der Kondensat punkt weiter nach aussen. Das hier im Winter eingelagerte Kondensat kann nun nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr Optimal nach aussen abgeführt werden. Sprich auch im Sommer austrocknen. Hier kann es dann nach einem Zeitraum zur Schimmelbildung kommen. Leider zeigt sich das erst nach ein paar Jahren und die Schäden sind dann auch zum Teil recht hoch. Warum passiert das nicht bei einem Passiv-haus ? Da ist doch die Dämmstärke noch höher.? Eine ganz einfache Antwort, das Passiv Haus hat eine kontrollierte Lüftung, daher wird die Luftfeuchte des Hauses innen reguliert und es kann kein Kondensat in die Wand gelangen. Daher auch kein Schimmel Problem. Ach ja jetzt kommt die Frage was ist den mit dem Dach da sind doch auch 20 und mehr cm Dämmung.. Stimmt aber da ist ..?? na wer weis es ?? ja klar einen Dampfsperre. ( die Folie ) so nun fragt euch mal selber ob einer die im Altbau auch rundum an den Wänden hat. Nein ? ja hat keiner damit das Haus " Atmen" kann sprich das Kondensat nach aussen geführt werden kann.

Ich hoffe dem ein oder anderen hier weitergeholfen zu haben. Wer noch Fragen hat der darf mir hier ruhig schreiben.

25 Jahre Fenstertechnik 15 Jahre Passiv haus hinterlassen Spuren. Aber vor allem Erfahrungen.

Grüße Guido

Schon interessant was Du hier schreibst, denn von Bauphysik scheinst Du nicht sehr viel zu verstehen - den teil hast Du offenbar ausgelassen als Du dich damit beschäftigt hast. Früher- bei Doppelverglasung- war das Fenster der kälteste Punkt; heute ist es mit der 3-Fachverglasung die Wand, weil der Taupunkt des Fensters nicht nicht dem des Mauerwerks angepasst ist. Ergo: Kondensat entsteht auf der Tapete und es kann Schimmel entstehen wenn man nicht öfter und länger lüftet, um die feuchte Luft aus dem Raum zu bekommen. Ein Bruchsandsteinhaus als Beispiel für ein Schimmel-freies Haus zu nennen ist im Grunde schon eine Frechheit; aber so kann man Laien natürlich auch ganz toll erklären das 3-fach-Verglasung ganz toll ist, obgleich das Gegenteil der Fall ist.

Was ich besonders lustig finde ist die Aussage, das ein Haus "atmen" kann. Du musst nicht so einen Unsinn erzählen, denn Wände sind mehrschalig aufgebaut und haben eine Hohlschicht zur Belüftung; wie also soll von außen Feuchtigkeit eindringen können. Und was die Dampfsperre am Dach angeht - eine Dampfsperre wird von innen aufgebaut und nicht von oben! Oder hast Du Scherzkeks schon mal gesehen das die Zimmerleute die Dragofol oder ähnliche Folienbahnen abkleben um sie Winddicht zu machen; das wäre nämlich notwendig! Für jemanden mit angeblich 25 Jahren Erfahrung in Fenstertechnik und 15 Jahren mit Erfahrung im Bereich Passivhaus scheint sich die Erfahrung auf Beratung und Einbau zu begrenzen; einen Zusammenhang zu einem gesamten Haus jedenfalls kann ich hier nicht erkennen. Nicht einmal die Grundlegensten Kenntnisse der Bauphysik scheinen hier vorhanden zu sein.

Tut mir leid mein lieber, aber Du solltest lieber niemandem sagen das du den Job schon so lange machst; unfassbar was Du hier zum besten gibst. :-(

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Selbstverständlich macht das Sinn. Deine Fenster und die Rolladenkästen sind zur Zeit die größte Schwachstelle und das wird nach der Sanierung auch immer noch so sein aber dann eben wesentlich besser. Die Sanierung mit dem besten Kosten-Nutzen Effekt wenn man noch einfach verglaste Fenster hat ist der Austausch der Fenster gegen 3-fach verglaste Fenster. Lass dich bitte nicht verunsichern von Leuten die hier Ihre unqualifizierten Meinungen ( es sind nur Meinungen aber kein Wissen ) zum besten geben um dann anschliessend auf einen Gutachter zu verweisen. Selbst wenn du den Austausch finanzieren musst hast du vom ersten Tag an eine höhere Einsparung an Heizkosten als du für die Rückzahlung bezahlen musst. Das ist erlerntes Wissen und keine Meinung. Gleichzeitig steigerst du den Marktwert deiner Immobilie dauerhaft. Auch in dieser Hinsicht bleibt Dir dein Geld also erhalten.

viel wirds dann nicht bringen, wenn die wärme einfach woanders weg kann, aber bissel wohl, keine ahnung, gutachter^^

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