Macht es Sinn auf den Mikronährstoffgehalt von Lebensmittel zu achten wenn man gesund ist?

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7 Antworten

Das zentrale Probleme dieses ganzen Trends ist, dass eine Wissenschaft daraus gemacht wird, obwohl keine Wissenschaft besteht. Auch wenn der Name Ernährungswissenschaft suggeriert, dass es sich dabei um Wissenschaft handelt, scheitern ebenjene an fundamentalen wissenschaftlichen Prinzipien:

So wird beim Gewinnen von Erkenntnissen u.a. versucht, Hypothesen aufzustellen, die aus irgendwelchen gemachten Erfahrungen stammen. Diese Hypothesen sollen dann im Experiment überprüft werden. Sind sie richtig, geht es weiter - sind die falsch, muss die Hypothese verändert werden und man beginnt von neuem. Daran scheitert man aber, wenn es um Ernährung geht.


Es gibt keine vernünftigen Experimente, aus denen das "Wissen", das in letzter Zeit ja enorm groß geworden ist ;-) stammt. Die Ernährungswissenschaft arbeitet dagegen mit Studien mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, die teilweise frei interpretierbar sind. So frei sogar, dass es mittlerweile unzählbar viele Ernährungsweisheiten, Diätformen, u.a. gibt. Was damit aber vor allem erreicht werden kann, ist Geld zu verdienen! Eben genau deshalb, weil niemand beweisen kann (Experiment), dass die angepriesene Ernährungsform falsch ist...Und man weiß auch nicht, was richtig ist. Deshalb wird alles auch alle Jahrzehnt mal geändert und neu "erforscht"/ Studien gemacht.

Deshalb zu deiner eigentlichen Frage: Es weiß keiner, ob das Sinn macht! Vermutlich nicht. Mir sind keine Krankheiten o.ä. in unserer Gesellschaft bekannt, die auf Fehlernährung zurückzuführen sind. 

Was jetzt als "richtig" und "gesund" bezeichnet wird, kann in ein paar Jahren wieder als "falsch" und "ungesund" dargestellt werden. Deshalb sollte man an ganz alte Prinzipien festhalten: Ernähre dich abwechslungsreich und ausgewogen, trinke ausreichend Wasser, verzichte auf Alkohol und achte auf vernünftig angebaute Lebensmittel (nichts aus dem Labor, nichts aus der Industrie, Massentierhaltung ist auch doof). An diesen Weisheiten hat sich noch nie was geändert und wird sich wahrscheinlich auch nicht. 

Und wenn du Lust auch Mandeln hast (Vitamin B6), dann iss auch Mandeln. Wenn du Mandeln nicht magst, iss keine Mandeln - ganz einfach! ;-)

LG

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Ich vertrete die Meinung, dass eine ausgewogene Nahrung - angelehnt an die allseits verbreitete Nahrungspyramide - es unnötig macht, auf andere Weise Vitamine und Mineralien aufzunehmen. Und wenn man "gesund" ist, was will man noch mehr? Noch "gesünder" werden?

Ausgewogenes Essen, ausreichend Bewegung, genug Schlaf, gute Kontakte und eine positive Einstellung zum eigenen Leben - wenn man Glück (?) hat, kann man so 100 Jahre alt werden.  

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Wenn du ausgewogen und normal isst brauchst du es nicht. Wenn der körper plötzlich was braucht zeigt er es dir mit Appetit zb auf bananen oder so

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Würde ich dir nicht empfehlen. Wenn du dich wirklich gesund und vor allem ausgewogen ernährst, nicht konsequent auf bestimmte Lebensmittelgruppen verzichtest (also z.B. kein Veganer bist), machst du dich damit nur unnötig verrückt.

Und was die Leute, die du da kennst, mit der Excel-Liste machen... sorry, klingt für mich richtig ungesund und eher Richtung Essstörung.

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Ernähr dich ausgewogen und gesund, dann brauchste auf so was nicht zu achten.

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Das bringt nicht viel, weil niemand über die genaue Zusammensetzung seiner Nährstoffgehalte Bescheid weiß. Die Mängel kommen aufgrund einseitiger bzw. schlechter Ernährung zustande. Durch den regelmäßigen Verzehr gesunder Öle beispielsweise kann man schon einiges wieder gut machen.

Nahrungsmittelzusätze sind höchst problematisch: Sie richten oft (insbesondere bei "Selbstmedikation") eher Schaden an, als dass sie einem Mangel abhelfen. Es ist umstritten: Sind die Zellen des menschlichen Körpers überhaupt in der Lage, die Mikronährstoffe aus industriell gefertigten Nahrungsmittelzusätzen aufzunehmen? Wenn das nämlich nicht der Fall ist, wird nur eine genährt: die Pharmaindustrie.

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Kommentar von Grobbeldopp
02.06.2016, 09:52

Das ist gar nicht umstritten, das weiß man im Detail (es gibt wenige sinnlose freiverkäufliche Präparate, die nicht oder schlecht vom Körper verwertet werden können, die allermeisten aber schon). Was dagegen klar ist, ist dass es bei Mikronährstoffen einen Bereich gibt, in dem die Menge optimal ist. Wenn man mehr aufnimmt, z.B. durch Nahrungsmittelzusätz, ist das je nach Stoff überflüssig bis schädlich.

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Quatsch.

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