Macht es Sinn am Höhepunkt seiner Karriere sich zurück zu ziehen und aufzuhören?

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8 Antworten

Hallo chritsl10,

Sie schreiben unter anderem:

Macht es Sinn am Höhepunkt seiner Karriere sich zurück zu ziehen und aufzuhören?

Antwort:

Es macht in der Tat wirklich Sinn, sich bei Erreichen eines beruflichen Höhepunktes (Beispiel Nico Rosberg) (mit 31 Jahren) auf diesem Höhepunkt angekommen, neu zu orientieren!

Respekt vor dieser Entscheidung!

Mit 31 Jahren aber total zurückziehen und mit Allem aufzuhören, das würde Ihn sicherlich früher oder später psychisch krank machen!

Dieser junge Mann hat fürs Erste seine selbst gesetzten Ziele (Formel 1 Weltmeister) erreicht, nun gilt es, sich zurückzunehmen, neue Energie im Kreise der Familie zu tanken und im weiteren Verlauf risikolosere Aktivitäten anzugehen!

Ihm stehen nun sicherlich sehr viele lukrative Alternativen offen, ohne sich im Formel 1 Zirkus abzuquälen!

Der Formel 1 Rennsport ist für die Fahrer bei jedem Rennen ein Höllen-Ritt und wie russisches Lebens- Roulette, wie die Formel 1 Vergangenheit ganz klar zeigt!

Tragische Beispiele gibt es aus der Formel 1-Geschichte genug!

Eines der tragischsten Deutschen Beispiele ist "Graf Berghe von Trips!"

Auszug:

Nach den Regeländerungen von 1961 hatte das Ferrari-Team auf einmal das überlegene Fahrzeug und "Berghe von Trips" gewann seine ersten  F1-Rennen. 

Als Führender der WM-Wertung, der zum Gewinn der Weltmeisterschaft nur noch einen einzigen Sieg benötigte, verunglückte Berghe von Trips im September 1961 beim Großen Preis von Italien in Monza nach einer Kollision mit Jim Clark in der zweiten Runde bei der Anfahrt zur Parabolica-Kurve tödlich. 

Bei diesem auch als „schwarze Stunde der Formel 1“ bezeichneten Unfall schleuderte Berghe von Trips’ Ferrari 156 auf den seitlichen Erdwall der Geraden vor der Kurve und prallte gegen die Drahtabzäunung vor den Zuschauern, wobei 15 Personen getötet und 60 weitere verletzt wurden. 

Berghe von Trips wurde dabei aus dem Rennwagen geschleudert und war durch einen Genickbruch sofort tot. 

Teamkollege Phil Hill gewann das Rennen und wurde später Weltmeister mit 34 Punkten vor Berghe von Trips mit 33 Punkten. Dritter wurde Stirling Moss mit 21 Punkten.

Bei der Wahl zum „Sportler des Jahres 1961“ gewann Wolfgang Graf Berghe von Trips mit 1193 Stimmen. Außerdem verlieh ihm Bundespräsident Theodor Heuss am 31. März 1959 das Silberne Lorbeerblatt.

Berghe von Trips war Mitbegründer des Deutschen Sportfahrerkreises (DSK) und brachte Karts aus den USA nach Deutschland mit. 

Der Heimatverein von Michael und Ralf Schumacher ist heute nach ihm benannt (Wolfgang Reichsgraf Berghe von Trips e. V., Kart-Club Kerpen-Manheim im DMV).

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"Niki Lauda" brauchte einige Anläufe und -negative Erfahrungen mehr, um die Finger von den teuflischen Formel 1 - Kisten zu lassen!

Man denke an den schrecklichen Unfall von Nikolaus Lauda 1976 zurück, als sein Ferrari auf dem Nürburgring in Flammen aufging! 

Die Zeichen dieses verheerenden Unfalls sind heute noch zweifelsfrei ersichtlich!

https://de.wikipedia.org/wiki/Niki_Lauda

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Fazit:

Der junge Rosberg ist ein intelligenter junger Mann und wenn der liebe Gott es will, dann hat er noch interessante Jahre vor sich!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Nico ist klug - aus meiner Sicht. Er verabschiedet sich als Weltmeister.

Es ist schwer, nach oben zu kommen. Noch schwerer ist es allerdings, oben zu bleiben. Der Druck steigt unglaublich. Natürlich müsste er nächstes Jahr wieder Weltmeister werden.... finanziell notwendig hat er es wohl nicht.

Wie viele Finanzen hast Du zur Verfügung, dass Du Dein Leben genießen kannst?

Jeder versteht unter genießen etwas anderes. Wenn Du keine großen Anforderungen stellst... genieße eben was Du hast.

Habt ihr auch vor euch am Höhepunkt eurer Karriere zurück zu ziehen und aufzuhören und einfach das Leben zu genießen, wie ich es jetzt tue?

Noch habe ich sehr viel Freude an meiner Arbeit und erweitere die Geschäftsfelder immer noch ein bisschen. Ich habe viele verschiedene Kunden und mit 32 ist mir einfach noch nicht nach Rente.

Was ich aber mittlerweile tue ist weit weniger arbeiten. Mehr als 25 Stunden pro Woche sind es selten. Ich gehe lieber meinen Hobbys nach oder mache was wohltätiges.

Ich denke mal mit Mitte 40 verkaufe ich den bzw. die Läden und verdrück mich nach Australien. Zumindest für die Monate Januar und Februar. Ich bin absolut kein Wintermensch.

christl10 02.12.2016, 18:11

Ich kann mich nicht einfach verdrücken, da ich Familie habe und meine Frau noch arbeitstätig ist. Sie würde mir was pfeifen, wenn ich zwei Monate Urlaub machen würde. Obwohl ich habe auch zu Hause Urlaub, nur daß ich dann für sie da bin, wenn was sein sollte. 

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Die Frage kann nur Jeder für sich selbst beantworten. Weil es kommt immer auf die konkrete Situation an.

Nico ist 31 Jahre. Er hat selber gesagt das er 25 Jahre nur auf das Ziel hin gearbeitet hat. Er hat in diesem Jahr, nach seiner Auskunft, 110 % gegeben um das Zeil zu erreichen. Und da ganz oben in der Spitze bedeutet das mehr als sich die Meisten von uns vorstellen können.

Er hat Alles, aber auch wirklich Alles dem Ziel untergeordnet. Er sit aber auch ein Mensch wie du und ich. Er hat das Ziel erreicht und jetzt will er auch den Leuten etwas zurück geben die ihn die ganze Zeit unterstürzt haben.

Er hat eine Frau und ein Kind. Die haben in den Jahren immer zurück stecken müssen. Sie haben ihn bei seinem Weg immer vorbehaltlos unterstützt. Vermutlich ist jetzt die Zeit auch was zurück zu geben. Und er macht das eben bevor es zu spät ist. Einige seiner Vorgängen haben das nicht geschafft.

Ich habe vor seinem Schritt den höchsten Respekt. Der Schritt erinnert mich so ein wenig an Julia Engelmann:

wenn du selbst genügend Einkommen aus Vermögen ect hast ist es durchaus ok. Falls du aber auf Kosten der Allgemeinheit das so durchziehst sprich ALG2 ect dann ist es verwerflich

Es macht durchaus Sinn, wenn man es sich eben leisten kann. Leider können die meisten das eben nicht und müssen arbeiten bis zum Umfallen. Da stellt sich die Frage einfach nicht. ich würde gerne aufhören und mein Leben geniessen, aber es geht halt nicht. 

Zu Nico Rossberg, er hat halt in den letzten Jahren sehr viel mehr gearbeitet als andere es tun und sehr viel Energie da rein gesteckt und das Privatleben musste hinten an stehen. Und er ist zum einen natürlich dann sehr ausgelaugt und benötigt erst mal eine längere Auszeit und Ruhe und wenn er weiter macht, dann wird das nicht möglich sein. Zum anderen hat er eine Frau und ein kleines Kind und wenn er weiter macht, wird er sein Kind nicht aufwachsen sehen und das kann man nicht nachholen. Irgendwann ist das Kind groß und es ist zu spät. Und ob seine Frau irgendwann nicht auch mal einen Partner findet, der für sie auch da ist, das weiß man auch nicht. Was hat man von einem Partner, wenn er nie da ist?

Und daher ist sein Rücktritt sehr vernünftig. Er hat sein ziel erreicht, er hat das Geld, um sich eine längere Auszeit zu leisten.  Und er kann erst mal ein paar Jahre in Ruhe mit seiner Familie verbringen. Und dann kann er ja auch noch was anderes machen, vielleicht auch wieder Rennen fahren, wenn er es will, es muss ja nicht Formel 1 sein.

Du kannst dich doch nicht mit Nico Rosberg vergleichen. 

Der hat seine Schäfchen im Trockenen. Der braucht sich keine Gedanken um seine Zukunft zu machen. 

Wenn du nur das eine Ziel hattest, Prokurist zu werden. Und dachtest, du hast es erreicht, als du es wurdest, hast du Pech gehabt. Zumal die Stelle dann wegrationalisiert wurde. 

Du könntest dir neue Ziele stecken. 

Ich hatte auch meinen Traumjob - und bin darin aufgegangen. Leider wurde mein Engagement zu wenig anerkannt. Und so litt ich drunter. Also habe ich mir was anderes gesucht. Das macht mir jetzt auch Spaß. Und ich halte mich für unentbehrlich. Aber irgendwann werde ich aufhören. 

Hallo, den Job von Rosberg kann man nicht mit einem normalen Job vergleichen, eher z.B. mit dem eines Profifußballers. Der wird sich das gut und klug überlegt haben und er hat wahrscheinlich seine Pläne .So einen Job kann man mit keinem Job in der Wirtschaft vergleichen, wo es normal ist, bis 65 zu arbeiten.

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