Macht eine Berufsunfähigkeitsversich. Sinn, wenn man schon über eine Unfallversich. gegen Invalidität (120000€) bzw. Voll-Invalidität (360000€) abgesichert ist?

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7 Antworten

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben einer privaten Haftpflicht Versicherung die wichtigste Versicherung die man haben sollte. Sie sichert die Arbeitskraft gegen alle gesundheitlichen gefahren ab, sowohl physisch wie auch psychisch, egal aus welchem Grund man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Eine Unfallversicherung sichert dagegen in der Hauptsache nur Invalidität durch Unfall sowie einige komfortable Zusatzleistungen ab. Desweiteren dauert es bis zum Abschluss der Behandlung /Reha bis die Höhe des bleibenden Invaliditätsgrad gutachterlich festgestellt werden kann aus der sich dann wiederum die Invaliditätsumme und evtl. eine lebenslange unfallrente ergibt. Gut wenn man eine Unfallversicherung hat, aber vom Risiko und dessen Absicherung hat sie bei weitem nicht den Stellenwert einer BUV

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Konzeptionier 24.11.2015, 13:37

da kann ich RudiRatlos67 nur zustimmen!

Eine Unfallversicherung ist gedacht für den "worst case Fall". Passiert ein schlimmer Unfall - so wird dies abgesichert. Scheidest du aber aus dem Arbeitsleben auf Grund von Krankheit oder ähnlichen Gründen, erweist sich die UV als zwecklos.

Diese ist eine sinnvolle Ergänzung, aber ersetzt auf keinen Fall den Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Was gibt es zu beachten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung?

=> keine Abstrakte Verweisung (d.h. du hast einen Beruf erlernt und wenn du DIESEN nicht mehr ausüben kannst, kann man dich auch auf keine andere Tätigkeit die entweder 3-6 oder 0-3 Stunden ausgeübt werden kann, verweisen!)

=> unbedingt darauf achten, dass alle Gesundheitsfragen penibel genau und wahrheitsgemäß beantwortet werden!!! Werden Fragen nicht korrekt beantwortet, kann dies zu einer Verletzung der Anzeigepflicht kommen - d.h. die Versicherung wird im schlimmsten Falle nicht zahlen, da Angaben in den Gesundheitsfragen nicht vollständig oder wahrheitsgemäß beantwortet wurden! ALSO BITTE GENAU DRAUF ACHTEN!

=> Höhe der monatlich vereinbarten BU-Nettorente!! Aus meiner Erfahrung rate ich dir dazu mindestens eine Nettorente i.H.v. 1300€ zu vereinbaren. 

Wenn dir das zu hoch erscheint, dann rechne dir selber einmal aus wieviel Geld du im Monat benötigst und welche sonstigen Gelder dir zu Gute kommen würden, wenn du nicht mehr erwerbstätig sein kannst, sprich erwerbsunfähig bzw. berufsunfähig wirst.

Lg 

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Und wenn du aufgrund einer Krankheit (was deutlich häufiger vorkommt) berufsunfähig wirst, kratzt das die Unfallversicherung herzlich wenig. Es liegt kein Leistungsfall vor (PAUKE).

Die BUV ist wichtiger als die Unfallversicherung. Allerdings decken die beiden Policen unterschiedliche Risiken ab.

Die UV deckt in der Inva-Leistung in erster Linie bleibende Schäden, heißt Verlust von Körperteilen oderen deren dauerhafte Funktionsunfähigkeit anhand der Gliedertaxe ab.

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Der Unfall- und der Berufsunfähigkeitsbegriff sind unterschiedlich.

1. §178 VVG Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.  

Das kann durch Eigenbewegungen u.a. ergänzt werden

2. Berufsunfähigkeit ist die dauernde krankheits-, unfall- oder invaliditätsbedingte Unfähigkeit, den Berufs teilweise oder ganz auf Dauer ausüben zu können.

An den beiden Begriffsdefinitionen sehen Sie, dass Berufsunfähigkeitsabsicherung  ein erweitertes Risiko darstellt, das u.a. die Unfallversicherung überwiegend einschließt.

Zu Ihrer Frage also: Ja, das macht Sinn.

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Das muss jeder für sich abwägen aber ich würde die Frage mit ja beantworten. Dieselbige wird natürlich überall als Einkommen angerechnet wenn man noch andere Staatliche Hilfe in Anspruch nehmen will. Angenommen du kannst nicht mehr arbeiten und bekommst Berufsunfähigkeitsrente und kein Arbeitslosen-bzw. Krankengeld mehr, dann kannst du dich bei deinem Ehepartner nicht kostenlos mitversichern, da diese Zahlung wenn diese über 400€ im Monat sind als Einkommen gelten. Somit musst du deine Beiträge solange selbst bezahlen bis du eine Rente, bzw. Erwerbsminderungsrente bekommst. Das kann sich lange hinziehen. Aber ich denke schon dass es trotzdem eine Lohnenswerte Sache ist. Es wird ja jetzt schon soweit ich in Erinnerung habe jeder vierte im Laufe seines Lebens berufsunfähig.

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kevin1905 23.11.2015, 22:53

Dieselbige wird natürlich überall als Einkommen angerechnet wenn man noch andere Staatliche Hilfe in Anspruch nehmen will.

Was vollkommen belanglos ist, wenn man eine BU-Rente in ausreichender Höhe, also deutlich ÜBER dem Regelsatz SGB II/XII vereinbart. Wer BU-Renten unter 1.000,- € vermittelt gehört an die BAFIN gemeldet.

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Konzeptionier 24.11.2015, 13:46
@kevin1905

unter 1.000€ ist die BUV weggeschmissenes Geld! Ich würde schon sagen, dass 1.300€ MINIMUM sein müssen. (Steigung der Lebenshaltungskosten etc etc etc...)

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kevin1905 24.11.2015, 16:53
@Konzeptionier

Die steigenden Lebenshaltungskosten kann man aber über eine Leistungsdynamik abbilden. Nachversicherungsgarantien sollten immer mit drin sein.

Ich frage grundsätzlich beim Erstgespräch die Lebenshaltungskosten ab, damit ich weiß wo bei jemandem die Untergrenze liegt.

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Hallo JackSparrow2702,

bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es um die Absicherung deiner Arbeitskraft. Wenn du einmal nicht mehr arbeiten kannst, bekommst du eine monatliche Rente für den Zeitraum deiner Berufsunfähigkeit.

Die Unfallversicherung zahlt dir einen Betrag aus, wenn dir bestimmte Unfälle passieren. Sie leistet also NUR bei einem Unfall. Sie ist aber nicht dazu geeignet den Ausfall deiner Arbeitskraft dauerhaft aufzufangen.
Unfälle sind aber bei weitem nicht die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit.

Hier eine Statistik dazu: http://www.gdv.de/2013/04/ursachen-fuer-berufsunfaehigkeit/

Also macht eine BU schon deswegen Sinn, weil sie alle BU-Ursachen abdeckt.


Liebe Grüße,
Community Life
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Die meisten die berufsunfähig werden, werden dies durch Krankheit und nicht durch einen Unfall. Das ist der größte Unterschied und deswegen ist der Risikobeitrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung um ein vielfaches höher, da sie logischerweise nicht nur bei Krankheit, sondern auch bei einem Unfall greift, wenn daraufhin der Beruf nicht mehr ausgeführt werden kann.

Ob es Sinn macht, ist deine Entscheidung. Jedenfalls der Beitrag ist weg und spart sich nicht an, auch wenn der Beitrag als Zusatzbeitrag zu einer kapitalbildenden Massnahme mit "versteckt" sein sollte.

Ich habe nur schon öfters mitbekommen, dass sich Versicherungen im Leistungsfall extrem quer stellen.


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kevin1905 23.11.2015, 22:53

Ich habe nur schon öfters mitbekommen, dass sich Versicherungen im Leistungsfall extrem quer stellen.

Nicht wenn man im Vorfeld professionell arbeitet, sprich anonyme Risikovorabanfragen an in Frage kommende Versicherer anhand der Krankenakten bei den jeweils behandelnden Ärzten.

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Konzeptionier 24.11.2015, 13:43
@kevin1905

kann ich kevin1905 nur zustimmen!

Solche Probleme treten auf wenn z.B. der Vertreter einen schnellen Abschluss erzwingen möchte oder unsauber arbeitet. Genauso muss der Kunde aber auch darauf achten, da es ja schließlich sein Leben und sein monatlicher Beitrag ist, dass er alle Fragen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet. Ansonsten kann dies im Leistungsfall zur Verweigerung kommen, da eine Verletzung der Anzeigepflicht vorliegt!

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Ja, macht es.

Eine UV und eine BU sind zwei fast vollständig getrennte Dinge, denn - die allerwenigsten BU-Fälle haben einen Unfall als Grund.

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