Macht die Beziehung mit einem Borderliner Sinn?

15 Antworten

Psychiatrische Diagnosen sind in erster Linie etwas von Fachleuten für Fachleute, um Krankheitsbilder möglichst genau in Schubladen unterteilen und nach diesen behandeln und therapieren zu können. Außerdem brauchen Krankenkassen Diagnoseschlüssel, weil die schließlich diese Behandlungen und Therapien bezahlen.

In vielen Foren welche ich mir schon durchgelesen habe steht, das
ehemalige Borderline Partner jedem davon abraten so eine Beziehung
einzugehen, da es wirklich eine Zerreißprobe ist.

Ja, das hat manchmal Stammtischniveau. Auch auf dieser Seite gab und gibt es leider immer mal wieder sowas, sowie die Gegenseite -  Borderlinebetroffene in glücklichen Beziehungen.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich und zu einer Beziehung gehören immer zwei und wer seinen Partner oder Ex-Partner auf eine Diagnose reduziert, braucht sich nicht zu wundern, dass die Beziehung nicht funktioniert hat. Leider stigmatisieren sich Betroffene aber oft auch selbst unnötigerweise mit diesem "Umhängeschild".

Habe selbst schon mit dem Gedanken gespielt ihn zu verlassen um ihn zu schützen.

Ich finde, dass das ein unsinniger Grund wäre.

Denn borderline bekommt man wenn überhaupt doch kaum in den Griff oder ?

Es kommt immer auf den Einzelfall und den Schweregrad an. Am vielversprechensten soll die DBT https://de.wikipedia.org/wiki/Dialektisch-Behaviorale_Therapie sein, aber manchmal tun es auch konventionelle Theapien. Abgesehen davon bekommen viele Betroffene ihr Leben meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr ganz gut in den Griff.

Ich will ihn einfach nur schützen.

Das ist nicht deine Aufgabe. Du musst dich selbst schützen.

Er ist so ein toller Mensch und hat es nicht verdient vor die Hunde zu gehen..

Und was ist mit dir?

...

Liebesbeziehungen sind ein Geben-und-Nehmen, ein gegenseitiges voneinander beziehen aber mit verdienen hat das nichts zu tun. Keiner dient dem anderen.


Du solltest versuchen Erkrankung/Störung und Beziehung voneinander zu trennen, denn die Erkrankung ist dein eigenes Problem für das du lernen musst, die Verantwortung zu übernehmen und das möglichst ohne deinen Partner mit einzubeziehen.

Hallo Karlinja,

zunächst: Boderline gehört mit zu den Persönlichkeitsstörungen. Das bedeutet, dass sie im Grunde mit zur Persönlichkeit gehören, Dich lange begleiten und es so oder so ein Teil von Dir ist, der nie ganz weg geht.

Du hast völlig Recht: Eine solche Erkrankung beeinflusst die Beziehung und ist auch für Partner immer eine Belastung. Er hat es mit Dir nicht "leicht". Dennoch will ich Dir eines ganz klar sagen: Er hat die Entscheidung getroffen, mit Dir zusammen zu kommen. Und ER HAT DIE ENTSCHEIDUNG, diese Beziehung wieder aufzuheben, wenn Sie ihm nicht gefällt. Das ist nicht Deine. Wenn Du einfach gehst, weil Du glaubst es wäre besser für ihn, hast Du ihm jede Entscheidung genommen. Dann war die Trennung auch nicht für ihn, sondern für Dich. Ich empfehle Dir ein sehr klares Gespräch, in welchem ihr Zwei Euch mal zusammensetzt und über folgendes sprecht... Ziel des Gespräches ist, dass Du in Zukunft nur noch über Dich nachdenken musst, und nicht auch noch aus seiner Perspektive Dich betrachtest. Inhalt: Du sprichst an, dass Du oftmals Dich selbst aus seinen Augen siehst und Dich selbst als Belastung für ihn empfindest. Dein Wunsch an ihn: Er soll zukünftig ehrlich, offen und direkt sagen, wenn ihn etwas stört und was ihn stört. Es ist notwendig, dass er in naher Zukunft dann auch wirklich Dinge anspricht (das können auch kleine sein), damit Du eine Veränderung spürst. Sonst wirst Du stets denken: es belastet ihn, aber er sagt es ja doch nicht.

In einer partnerschaft ist es auch wichtig darüber zu sprechen, wie man gemeinsam mit Problemen klar kommt und umgeht bzw. an diesen arbeitet. Ggf. kann Dir Deine Therapeutin auch helfen, was Ziele für eine Partnerschaft sind. Es scheint zumindest immer ein nagender und mit arbeitender Punkt bei Dir zu sein.

Übrigens, was ich bei solchen Krankheitsbildern am schlimmsten empfinde (ja, auch Psychologen empfinden etwas bei Klienten): Betroffene suchen nach allen möglichen Gründen und Punkten, sich selbst abzuwerten. Es dauert immens lange, sich von diesen Perspektiven zu lösen und eine distanzierte Betrachtung einzunehmen, damit die Klienten irgendwann hinterfragen können, weshalb sie sich ständig selbst abwerten. Deinen Freund zu verlassen, weil es ihm möglicherweise gut tut ist sehr eindeutige Selbstabwertung. Du lässt ihn gar nicht erst zu Wort kommen bzw. sprichst ihm die Entscheidungskompetenz ab, damit er Deine Selbstabwertung nicht gefährdet. Diese Eigendiskriminierung hat auch eine Funktion. Leiden und "gut leiden können" liegen da oftmals sehr nah beieinander.

Auch wenn er labil war/ist und Probleme hat, er ist in erster Linie für sich ganz allein verantwortlich und muss selbst entscheiden, ob er die Beziehung mit dir weiterführen will oder nicht. Die Entscheidung kannst und solltest du ihm nicht abnehmen. Er kann sich im Internet über deine Erkrankung informieren. Dort gibt es auch Tipps für Angehörige von Erkrankten.

Es ist schön das du dir Sorgen und Gedanken um ihn machst. Doch ich finde es wäre besser, wenn du dich auf dich selbst konzentrierst. Von den Meinungen in den Foren würde ich mich an deiner Stelle nicht beeinflussen lassen, denn bei jedem Erkrankten sind die Heilungschancen anders. Wie gut deine Heilungschancen sind kann nur deine Psychologin und entsprechende Ärzte und Therapeuten beurteilen. Sie kennen sich mit der Erkrankung aus und sind dafür ausgebildet diese auch zu behandeln.

Für dich habe ich hier folgende Seiten:

http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/borderline-stoerung/was-ist-eine-borderline-persoenlichkeitsstoerung-bps/

und

http://www.borderline-plattform.de/

und

http://www.psychiatrie.de/krankheitsbilder/borderline/

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